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Mammut »Helmut«, das Siegsdorfer Maskottchen, brachte dem TSV – hier mit Ersatztormann Florian Oberhauser – in Saaldorf kein Glück. Das soll heute im Heimspiel gegen den SB DJK Rosenheim wieder anders sein. (Foto: Bittner)

TSV Siegsdorf will den Heimvorteil nutzen

In der Fußball-Bezirksliga Ost geht es Schlag auf Schlag weiter: Für den SV Saaldorf steht dabei innerhalb weniger Tage gleich das nächste Derby auf dem Programm. Nach dem 2:1-Sieg gegen den TSV Siegsdorf will die Truppe von Pascal Ortner jetzt auch beim ESV Freilassing dreifach punkten, während der Gastgeber nach der 1:4-Niederlage beim SV Waldperlach Wiedergutmachung betreiben möchte. Mit den heimischen Fans im Rücken möchte auch der TSV Siegsdorf seine zweite Hausaufgabe in dieser noch jungen Saison gegen den SV DJK Rosenheim meistern. Beide Partien werden heute Abend um 18.30 Uhr angepfiffen. Der TSV Peterskirchen muss heute um 19 Uhr im Duell Auf- gegen Absteiger ran. Mit dem TSV Kastl kommt ein Team ins Mörntal-Stadion, das in der vergangenen Saison noch in der Landesliga gespielt hat.

Die bittere Derby-Niederlage in Saaldorf ist abgehakt, versichert Siegsdorfs Trainer Franz Huber. »Wir hatten in Saaldorf nicht unseren besten Tag erwischt«, blickt er zurück. »Aber das ist kein Beinbruch, denn in Saaldorf kann man auch verlieren.« Und der TSV hatte ja auch schon Grund zum Feiern in dieser Spielzeit: Zum Auftakt gab es ja einen 2:1-Sieg gegen Waldperlach und die Siegsdorfer haben somit aktuell eine ausgeglichene Bilanz.

Jetzt geht's mit der Partie gegen den Landesliga-Absteiger SB DJK Rosenheim weiter. »Wir freuen uns auf dieses Spiel«, sagt Huber. »Und meine Spieler gehen motiviert in diese Partie rein.« Was die Siegsdorfer dabei erwarten wird, wissen sie selber noch nicht. Rosenheim sei aktuell noch sehr schwer einzuschätzen, macht der TSV-Coach deutlich. »Sie hatten jetzt doch viele Wechsel und haben viele junge Spieler bekommen, die technisch sicher gut ausgebildet sind.«

Die Rosenheimer waren bislang auch erst einmal im Einsatz, da die Partie des 1. Spieltags beim SV Ostermünchen auf 21. September (19 Uhr) verschoben wurde. Die einzige Partie des Teams von Neu-Trainer Eldar Kavazovic bisher ging mit 2:3 gegen den FC Langengeisling verloren. Dennoch herrscht beim Sportbund weiter Gelassenheit. Man ist sich dort im Klaren, dass die neuformierte Mannschaft erst noch finden muss, ist sie doch mit einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren das jüngste Team der Bezirksliga Ost. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Siegsdorf und dem SB DJK Rosenheim fand übrigens in der Sommer-Vorbereitung zur letzten Saison im Josef-März-Stadion statt. Damals gewann der Sportbund, der da noch Landesligist war, deutlich mit 8:1. Allerdings werden bei den Grün-Weißen heute nur noch drei Spieler aus der damaligen Anfangsformation dabei sein. Die Karten sind somit also neu gemischt.

Mit dem BGL-Derby wartet der 3. Spieltag mit einem echten Schmankerl auf. Rund zehn Kilometer Luftlinie trennen die Spielstätten der beiden Teams. Die Vorfreude ist groß in beiden Lagern. »Solche Partien sind natürlich immer interessant«, sagt Freilassings Spielertrainer Albert Deiter. »Es freut uns vor allem auch, dass wir Heimrecht haben.«

Das möchten die Freilassinger nutzen, um die 1:4-Niederlage von Sonntag in Waldperlach vergessen zu machen. Zum ersten Mal seit Oktober sind die Mannen von Deiter und Branislav Aleksic in einem Punkteduell als Verlierer vom Platz gegangen. »Wir haben ein ganz schlechtes Spiel abgeliefert«, erklärt Deiter. Einen Zähler haben die Grenzstädter in zwei Begegnungen geholt, »wir sind nicht optimal in die Saison gestartet, das ist aber auch kein Beinbruch«. Optimistisch stimmen kann die Freilassinger die Bilanz gegen den SVS. In sechs Punktduellen seit 2018 gab’s fünf Siege und ein Remis.

An dieses 0:0-Unentschieden im Juli 2019 kann sich Ortner gut erinnern. Denn: Es war sein erstes Bezirksligamatch als Trainer bei den Saaldorfern. Somit holte der Österreicher bisher noch keinen Dreier gegen die Nachbarn. Generell müsse er aber auch nicht erklären, »dass wir natürlich gewinnen wollen«. Seine Mannschaft ist heiß, es ist das zweite Derby innerhalb von vier Tagen. »Gegen Siegsdorf haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und eine reife Leistung gezeigt«, schwärmt Ortner.

Positives gibt’s derweil von Paul König, der sich wieder zurückgemeldet hat. Ob’s für einen Einsatz reicht, »weiß ich noch nicht«. Christoph Voitswinkler (Achillessehne) und Rudi König (Urlaub) fallen aus. Auch Deiter muss wieder mit dem ein oder anderen urlaubsbedingten Ausfall rechnen.

Mit Kastl ist heute erneut ein Team aus dem Landkreis Altötting in Peterskirchen zu Gast. »Das wird eine Hausnummer«, ist sich Trainer Daniel Winklmaier sicher, der möglicherweise auf die angeschlagenen Ben Randlinger und Martin May-er verzichten muss. Dennoch sei seine Mannschaft wie schon beim ersten Duell auf eigenem Rasen gegen den FC Töging (1:2) »motiviert, gegen so einen starken Gegner zu spielen. Wir werden alles versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten.« Aufwind gibt dem Gastgeber jedenfalls der erste Saisonsieg. 2:1 hat Peterskirchen beim TuS Raubling gewonnen.

aic/SB

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