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TSV Siegsdorf holte sich den Meistertitel

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Torschütze Florian Mader (rechts) und Paul Wittmann bejubeln das erlösende Führungstor für den TSV Siegsdorf.

Am vorletzten Spieltag der Fußball-Kreisklasse Gruppe IV erfüllte sich der TSV Siegsdorf den lange ersehnten Traum und machte mit einem hart erkämpften 2:0-Erfolg über den SV Kirchanschöring II den Aufstieg in die Kreisliga perfekt. Basis für den sportlich historischen Erfolg war die herausragende Defensivleistung (nur 18 Gegentore in 23 Spielen).


Die gut 100 Zuschauer sahen zunächst eine etwas zerfahrene Partie mit leichtem Übergewicht der Gäste. So strich in der 3. Minute ein Steinmaßl-Freistoß aus gut 20 Meter noch ungefährlich übers Tor, doch bereits eine Minute später nutzte Dennis Baumgartner eine Unsicherheit der TSV-Abwehr und umkurvte Torwart Fabian König, aus leicht spitzem Winkel landete der Ball aber schließlich am Außennetz – ein Hallo-Wach-Effekt für den Tabellenführer. Siegsdorf näherte sich in der 10. Minute erstmals dem Gästetor mit einem Mader-Freistoß aus 30 Meter; Torhüter Lukas Hoyer war aber auf dem Posten.

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Christoph Treitl, schön in Szene gesetzt per Kopfballverlängerung von Florian Mader, setzte sich in der 13. Minute im Strafraum links durch, zog sofort ab, traf aber nur den Pfosten. Nur kurze Zeit später köpfte Thomas Waldherr am langen Eck nach einer Frauendienst-Ecke Richtung Tormitte, wo der agile Mader in den Ball hineinrutschte, Hoyer klärte reflexartig per Fuß (18.)

Dennoch taten sich die Platzherren relativ schwer gegen die kompakte Viererkette der Landesliga-Reserve, die sich keineswegs versteckte und zwischenzeitlich auch ein leichtes Übergewicht hatte, ohne sich jedoch hochkarätige Torchancen zu erarbeiten.

Kurz vor dem Pausenpfiff tat der TSV wieder etwas mehr für die Offensive und kam prompt in der 38. Minute zu seiner nächsten Gelegenheit. Nach einem langen Ball von Rupert Knerr über fast die komplette Hintermannschaft der Gäste verlängerte Wittmann auf Andi Frauendienst, der aus zehn Meter halbrechte Position überhastet abzog und über das Gehäuse zielte.

Es blieb zur Halbzeit beim leistungsgerechten Remis, die Felber-Elf fand bis dato noch nicht die richtigen Mittel. Dies änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte auch nicht, so plätscherte das Spiel bis zur 65. Minute dahin. Dann gab es jedoch den Paukenschlag des TSV. Einen eigentlich zu langen Steilpass ersprintete Andi Frauendienst eben noch so an der Auslinie. Er brachte das Leder in die Mitte, wo Florian Mader per Grätschstil hineinpreschte und hoch in die Maschen zum 1:0 einwuchtete. Damit krönte der Angreifer seine starke Leistung an diesem Tag. Der Treffer wirkte wie ein Befreiungsschlag, denn in der Folge fanden die Gastgeber immer mehr zu ihrer Sicherheit und ließen hinten nichts mehr zu.

In der 86. Minute setzten die Siegsdorfer nochmals einen Konter über die linke Seite. Andi Gastager brachte den Ball flach nach innen, Mader zog direkt ab und scheiterte an Gästeschlussmann Hoyer. Nur 60 Sekunden später wurde für den eingewechselten A-Junior Ali Eckart ein Traum wahr, denn mit seinem ersten Einsatz für die Erste Herrenmannschaft gelang ihm das 2:0, nachdem er aus dem Gewühl heraus am schnellsten schaltete, per Abstauber aus kurzer Distanz einschob und endgültig den Deckel draufsetzte.

Die letzte Chance der Begegnung hatten dann nochmals die Gäste aus Kirchanschöring, die nie aufsteckten und dem TSV bis zum Schluss Paroli boten. Stöwe wurde schön freigespielt und scheiterte aus knapp zehn Meter links am prächtig reagierenden Fabian König, der per Fuß entschärfen konnte.

Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, Spieler und Trainerstab lagen sich glücklich in den Armen. Der TSV Siegsdorf erntete die Früchte einer langen Saison, belohnte sich mit dem Meistertitel der Kreisklasse Gruppe IV und erfüllte sich den ersehnten Traum vom Aufstieg in die Kreisliga. MG