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TSV Fridolfing ohne Chance

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Der Eindruck täuscht: Hier ist Fridolfings Torschütze Josef Pallauf gegen Michael Mauritz obenauf, doch letztlich war der SV Schloßberg nach dem Seitenwechsel zu stark für den TSV. (Foto: Wirth)

Nun ist also auch der letzte Platz in der Fußball-Kreisliga für die kommende Saison vergeben. Den sicherte sich der SV Schloßberg mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen den TSV Fridolfing vor 400 Fans – davon zwei volle und stimmgewaltige TSV-Fanbusse – in der Seeoner SVS-Arena. Ausschlaggebend war die überragende zweite Halbzeit der Schloßberger Elf, in der sie ihrem Kontrahenten die Grenzen aufzeigte.


Damit deckte sich auch das Fazit der beiden Trainer: Sowohl »Berni« Zeif (Fridolfing), als auch der »Trainer für eine Begegnung«, Andreas Schreffl sahen aufgrund des zweiten Durchgangs den SV Schloßberg als verdienten Sieger und nächstjährigen Kreisligisten. Der SVS musste schon vor dem Spiel einen Nackenschlag hinnehmen, der Defensivmann Thomas Ender verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Bernhard Lex ersetzt werden.

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Fridolfing mit schwieriger erster halben Stunde

»Wir hatten eine schwierige erste halbe Stunde«, so Zeif. In dieser Phase geriet seine Elf schnell in Rückstand: Dominique Dötsch startete mit einem Solo durchs Mittelfeld, bediente in halbrechter Position Andreas Daxer, der alleine vor TSV-Schlussmann Maxi Kiermeier zur frühen 1:0-Führung traf (7.). In der Folgezeit waren die Grün-Weißen optisch überlegen, zum 2:0 fehlte aber die Genauigkeit.

Nach 25 Minuten kam der TSV Fridolfing besser ins Spiel, legte die Scheu vor dem Gegner ab und kam gleich zu einer Topchance. Markus Hager steuerte alleine auf Schlussmann Daniel Witek zu, der in dieser Situation mit einer Glanzparade gegen Hagers Knaller aus zwölf Metern Sieger blieb (28.). Die Fridolfinger Fans, die die Übermacht auf der Tribüne hatten, mussten noch fünf Minuten mit ihrem Torjubel warten. Da kam die Zeif-Truppe zum Ausgleich. Hager legte einen langen Ball in den Strafraum am Elfmeterpunkt an die Sechzehnmeterlinie ab und der nachsetzende Seppi Pallauf ließ Witek mit einem Schuss unter den Querbalken keine Abwehrchance.

SVS-Coach Andreas Schreffl, der Trainer Helmut Faber vertrat, war nicht zufrieden: »Wir haben gut begonnen, dann das Spiel unverständlicherweise aus der Hand gegeben.« Das sollte sich aber im zweiten Durchgang ändern. Gleich nach Wiederbeginn gab es die »kalte Dusche«, wie es Zeif beschrieb, für den Kreisklassisten. Andreas Daxer traf zur neuerlichen Führung für Schloßberg (49.).

»In der Pause habe ich das Flügelspiel bemängelt«, meinte Schreffl, »das wollten wir sofort ändern und es hat gleich gut geklappt.« Das 2:1 war der Startschuss zu einer überlegenen Hälfte. Schreffl wechselte mit Maxi Bloier noch einen Spieler ein, der das Spiel über außen beleben sollte.

Nach einer Stunde war er der Ausgangspunkt zum 3:1: In der Mitte stand Kapitän Josef Hofmann völlig frei und vollstreckte eiskalt ins rechte Eck. Im Gegenzug hätte es nochmals spannend werden können: Christoph Zeif verfehlte mit einem Volleyschuss nur knapp das Ziel. Mit einem weiteren Angriff über den Flügel machte Bloier dann den Sack zu markierte das 4:1 (68.).

Damit war die Partie zu Gunsten des SV Schloßberg entschieden. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff traf Hofmann zum 5:1-Endstand: Nachdem Nicolas Straub an der Verteidigung gescheitert war, setzte Hofmann entschlossen nach und jagte das Leder im Nachsetzen aus zehn Metern vehement in den linken Winkel.

»Jetzt müssen wir das Positive daraus ziehen«

»Für uns ist die Niederlage kein Beinbruch«, betonte Bernhard Zeif nach seiner ersten Saison als Trainer. »Fridolfing hat drei Jahre hinten mitgespielt, nun haben wir eine grandiose Saison gespielt. Es ist bitter, aber wir sind nicht enttäuscht und müssen nun das Positive daraus ziehen.« Zeif zollte dem Gegner Respekt und gratulierte. Entsprechend glücklich war dagegen Andreas Schreffl: »Unser Schlüssel zum Erfolg war das Spiel über Außen in der zweiten Hälfte«, freute er sich. td