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TSV Bergen will zurück in die Kreisklasse

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Auch in Bedrängnis torgefährlich: Bergens Maximilian Schustek (rechts, hier gegen den Tenglinger Mathias Obermeyer). (Foto: Wirth)

Der TSV Bergen schaffte auf den letzten Drücker die Relegationsspiele für die Fußball-Kreisklasse, nachdem der Altenmarkter Thomas Karlstetter in der 90. Minute am letzten Spieltag der A-Klasse Gruppe VI gegen den SC Schleching zum 2:2 traf. Dadurch verteidigte der TSV Altenmarkt II Platz zwei, verzichtete aber auf die Relegation und gab den Platz frei. Nutznießer dabei war der TSV Bergen, der durch Schlechings Punktverlust auf den dritten Rang vorrückte und so den Rückzug der Altenmarkter nutzen durfte. Nun muss der TSV Bergen am morgigen Sonntag beim TSV Marktl (Vizemeister A-Klasse Gruppe IV) in der Qualifikationsgruppe IV antreten, Spielbeginn ist um 16 Uhr.


Und es besteht auch gleich die Möglichkeit, die Ausgangsposition für ein sogenanntes »Endspiel« gegen den 11. der Kreisklasse Gruppe III, den TuS Engelsberg (Donnerstag, 18. Juni) auf heimischer Anlage am Fuße des Hochfelln zu schaffen. Marktl wäre damit in der Dreierrunde gescheitert, nachdem der TSV das erste Spiel gegen Engelsberg deutlich mit 0:3 verloren hat.

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Damit ist der Ex-Landesligist auch morgen Gegner der Elf von Manfred Mühlberger, der in Sachen Saisonverlängerung Erfahrung hat: »Ich habe als Spieler und als Trainer schon einige Relegations- oder Entscheidungsspiele bestritten, von daher weiß ich, dass in diesen Spielen oftmals alles möglich ist«, betont er. Ihm gelang der Aufstieg als Trainer mit dem TSV Stein/St. Georgen in die Kreisliga und mit dem SV Surberg in die Kreisklasse. Mühlberger ist optimistisch, »aber egal wie die beiden Spiele ausgehen werden, der TSV Bergen hat mit seiner jungen, neuformierten Mannschaft die beste Saison seit Jahren gespielt.«

Der TSV war lange Zweiter, fiel nach einer kleinen Schwächephase zurück, holte in den letzten vier Spielen zehn Punkte und schoss dabei 16 Tore. Die Angriffsmaschine mit Willy Laschinger, Christoph Laskewitz und dem »Vize«-Torschützenkönig der Liga, Maxi Schustek rollte unaufhaltsam dahin. »Obwohl mit der ehemaligen Landesligamannschaft TSV Marktl und dem Kreisklassisten Engelsberg zwei schwere Gegner auf uns warten, gehen wir unbeschwert in diese Begegnungen«, so der Trainer. »Und die vielen Zuschauer sind für die Weiterentwicklung der Mannschaft ein nicht zu unterschätzender Faktor.«

Bergen kam fast unverhofft in den Genuss der Kreisklassen-Relegation: »Wegen unserer Last-Minute-Qualifikation für diese Aufstiegsspiele können wir nichts verlieren, aber alles gewinnen«, weiß Mühlberger. »Wenn wir jeweils einen guten Tag erwischen und es gelingt, unsere Stärken auszuspielen, sind wir in den beiden Begegnungen nicht chancenlos.« Damit würde in Bergen nach langer Zeit des A-Klassen-Daseins wieder höherklassiger Fußball gespielt.

Gegner TSV Marktl hat mit 81 Toren eine tolle Saison gespielt, aber nun gegen Engelsberg nicht getroffen – das war gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Franz Berger, dem Ex-Zweitliga-Spieler vom SV Wacker Burghausen. Auf das Sturmduo Bastian Berger und Christian Schreder war in dieser Begegnung auch nicht Verlass.

Zweiter Bergener Gegner ist dann der TuS Engelsberg, der nach seinem 3:0-Sieg eine gute Ausgangsposition besitzt. Und die Jens-Schröder-Elf will abwenden, dass die Kreisklasse nur ein einjähriges Gastspiel gewesen ist. Zudem gab es während der Saison einen Trainerwechsel. Daniel Winklmaier, der ab kommender Saison beim Kreisligisten TSV Peterskirchen unter Vertrag ist, warf mit seinem gemeinsamen »Co« Christian Rauch nach der Wintervorbereitung das Handtuch. td