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Tschoner und Kranich gehen zum Saisonende

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Sie werden in der nächsten Saison nicht mehr die Kommandos beim TSV Waging geben: die Trainer Robert Kranich (links) und Bruno Tschoner. (Foto: Butzhammer)

Der Fußball-Bezirksligist TSV Waging muss sich für die Saison 2016/17 einen neuen Trainer suchen. Wie Wagings Abteilungschef Stefan Hinterreiter vor dem heutigen Heimspiel gegen den SC Baldham-Vaterstetten (Anstoß um 14.30 Uhr) bestätigte, steht das Trainerduo Bruno Tschoner/Robert Kranich nur noch bis zur Sommerpause zur Verfügung, ehe es die »Seerosen« nach nur einer Spielzeit verlassen wird.


»Vor etwa 14 Tagen sind Bruno und Robert an die Abteilungsleitung herangetreten und haben uns mitgeteilt, die zuvor in Gesprächen festgehaltene Tendenz zum Weitermachen nicht zu fixieren«, berichtet Hinterreiter. Stattdessen teilten die beiden dem Verein mit, zur kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen. »Die Abteilungsleitung bedauert diese recht spät getroffene Entscheidung«, so Hinterreiter. Eine Entscheidung, die man übrigens der Öffentlichkeit zunächst mal vorenthielt, damit während der Englischen Wochen keine unnötige Unruhe im Team aufkommen konnte.

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Bereits Kontakte zu Kandidaten geknüpft

Als Grund für die Absage führte Bruno Tschoner an, dass er sich vorrangig wieder aufs Fußballspielen konzentrieren möchte und seine Trainerlaufbahn vorerst etwas in den Hintergrund rücken will. Kranich hatte bereits angekündigt, seinen Verbleib an die Trainertätigkeit von Bruno Tschoner zu knüpfen. »Deshalb sind wir jetzt natürlich auf Trainersuche«, erklärt Hinterreiter, der betonte, dass es bereits Kontakte zu diversen Kandidaten gibt.

Und so hofft die TSV-Abteilungsleitung, in ein bis zwei Wochen einen neuen Trainer präsentieren zu können. Großes Ziel der scheidenden Coaches, der Mannschaft sowie der Führungsetage ist und bleibt der Klassenerhalt und damit ein positiver Saisonabschluss.

Laut Stefan Hinterreiter hat dagegen Bruno Tschoners Vater Rudi (derzeit Torwarttrainer) seinen Verbleib bei den »Seerosen« zugesagt. Denn es bereite ihm in Waging sehr viel Spaß, er sehe die Aufbruchsstimmung in der Abteilung positiv und wollte somit auch ein Zeichen der Kontinuität setzen.

Veit Gröbner muss wohl passen

Trotz der ungeklärten Trainerfrage möchten die Waginger die heutige Heimvorstellung gegen Baldham mit aller Macht für sich entscheiden. Allerdings dürfte Veit Gröbner – er ging angeschlagen aus der jüngsten Partie beim SV Heimstetten II (1:3) hervor – wohl nicht einsatzbereit sein. Erfreulich sei dagegen, so der Spartenchef, dass Manuel Sternhuber wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist und gegen Heimstetten schon einen Kurzeinsatz bekam.

Mit dem SCBV, trainiert vom früheren Bayern-Torhüter Mike Probst, kommt eines der besten Rückrundenteams ins Wilhelm-Scharnow-Stadion. Eine Tatsache, die auch Hinterreiter Respekt abringt: »Baldham ist ein sehr spielstarkes Team, gegen das wir bisher meist nicht so gut ausgesehen haben«, analysiert er, »gerade die erfahrenen Leute wie Andi Schmalz und Sebastian Kneißl (früher u. a. beim FC Chelsea, d. Red.) spielen wichtige Rollen.«

Wenn man jedoch aggressiver auftritt als zuletzt in Heimstetten (Hinterreiter: »Von Platz eins in der Fairnesstabelle können wir uns am Ende der Saison leider nichts kaufen«), dann sollten durchaus Erfolgschancen bestehen. »Wir müssen einfach giftig in die Zweikämpfe gehen«, fordert Hinterreiter, »noch haben wir alles selbst in der Hand.« cs