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Auch das war pandemiebedingt: Die Siegerehrung musste im Freien stattfinden. Das schmälerte aber nicht Günter Traubs Freude über seinen Titelgewinn.

Trotz Schmerzen zum Sieg

Erfolg in Erfurt: Eisschnellläufer Günter Traub vom DEC Inzell hat in seiner Altersklasse (AK 80 bis 85) bei den Deutschen Altersklassen-Meisterschaften im Vierkampf den Titel geholt. Die Titelkämpfe wurden im Rahmen des »Masters International Erfurt Crite-rion« mit internationaler Beteiligung ausgetragen. Allerdings fiel diese Beteiligung wegen der Pandemie diesmal erheblich geringer aus als in der Vergangenheit. Schließlich konnte auch die Genehmigung der Veran-staltung in Thüringen erst kurzfristig erfolgen – unter anderem, weil auch erst spät feststand, dass die Gastronomie und Hotellerie letztlich geöffnet haben durften.


Unter 2G-plus-Bedingungen (mit täglicher Testpflicht) fanden letztlich die Titelkämpfe statt, bei denen der 82-Jährige aber zum Auftakt einen schweren Stand hatte. Als Gegner im 500-m-Wettkampf wurde dem Ehrenmitglied des DEC Inzell der 17 Jahre jüngere Mircea Vranceanu zugelost – ein ehemaliger rumänischer Spitzen-Eisschnellläufer. Während dieser hervorragend startete, büßte Traub infolge eines unglücklichen Stolperers viel Zeit ein. Besonders unglücklich für Traub: Er zog sich dabei eine schmerzhafte Verletzung in seinem rechten Kniegelenk zu.

Dabei ist der in Schweinfurt geborene, pensionierte Diplom-Sportlehrer nach einer Hüft-Operation im Jahr 2019 erst seit Sommer 2021 wieder soweit fit, dass er in den Kurven wieder schmerzfrei übersetzen kann. Bremsen ließ sich Traub jedoch auch von seinem neuerlichen Rückschlag nicht: Er bestritt auch die weiteren Strecken über 1000 m, 1500 m und 3000 m erfolgreich. »Aber ich konnte mein wirkliches Laufpotenzial wegen der Verletzung nicht mehr abrufen«, bedauerte der ehrgeizige Sportler, dass die Zeiten nicht wie von ihm erhofft ausfielen.

Schließlich hatte er sich gut auf die Saison vorbereiten können. Rund zwei Wochen hatte er im November sogar in der Inzeller Max-Aicher-Arena trainieren können, ehe wegen zu hoher Coronazahlen im Landkreis Traunstein die Nutzung der Halle für Sportler, die keinem Kader angehören, ab 24. November nicht mehr möglich war.

Neben dem sportlichen Wettkampf freuten sich in Erfurt auch alle Athleten darüber, dass sie sich nach längerer Rennabstinenz wieder sehen konnten.

Nun hofft Traub darauf, dass sich die Corona-Situation weiter verbessert. Dann könnten nämlich am Wochenende 29./30. Januar auf seiner »Hausbahn« in der Inzeller Max-Aicher-Arena die Masters-Weltmeisterschaften der Sprinter über 500 / 1000 m stattfinden. Diesen Wettkampf möchte der 82-Jährige unbedingt bestreiten. Dagegen wird er nicht bei den Allround-Weltmeisterschaften der Masters, die im Februar in Kolomna bei Moskau ausgetragen werden sollen, antreten: »Da verzichte ich wegen der in Russland sehr unübersichtlichen Pandemiesituation ganz bewusst darauf«, erklärt Traub. who

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