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Trotz guter Leistungen noch keine Medaille

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Er überzeugte in seinen beiden ersten Rennen, für eine Medaille reichte es aber nicht ganz: Matthias Dorfer wurde im Einzellauf Siebter und in der Single-Mixed-Staffel mit Anna Weidel Fünfter. (Foto: DSV)

Trotz guter Leistungen sind die deutschen Biathleten zum Auftakt der Europameisterschaft in Minsk-Raubichi (Weißrussland) im Medaillenkampf leer ausgegangen. In den Einzelläufen bei Frauen und Männern verfehlten sie trotz mehrerer Top-Ten-Plätze ebenso Edelmetall wie in der Single-Mixed-Staffel. In dieser wurden Anne Weidel (WSV Kiefersfelden) und Matthias Dorfer (SV Marzoll) Fünfte.


Weidel hatte auf ihrer ersten Runde bei ihren zwei Schießeinlagen vier Nachlader verbucht und übergab mit nur 15,1 Sekunden Rückstand auf Russland als Achte auf Dorfer. Dieser brauchte nur einen Nachlader und übergab mit 24,0 Sekunden Rückstand als Fünfter zurück auf Weidel. Die 22-Jährige verfehlte bei ihrem insgesamt dritten Schießen zunächst zwei Scheiben und lag danach auf dem Bronzeplatz. Beim nächsten Schießen verbuchte sie wieder zwei Nachlader und übergab als Fünfte (+ 26,7) wieder auf Dorfer.

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Der 25-Jährige verbuchte bei den zwei nächsten Auftritten am Schießstand wieder je zwei Nachlader – das reichte nicht, um eine Medaille zu holen. Es gewann das russische Duo Jewgenija Pawlowa/Dimitri Malyschko vor Schweden (+ 20,6/0 Strafrunden/6 Nachlader) mit Anna Magnusson/Jesper Nelin sowie Frankreich (+29,0/0+6) mit Lou Jeanmonnot/Aristide Begue. Dahinter folgte Norwegen (+ 49,6/3+9) mit Ragnhild Femsteinevik und Endre Strömsheim vor Deutschland (+ 57,5/0+13) mit Weidel/Dorfer.

Im 15-km-Einzellauf der Frauen verspielten Nadine Horchler (SC Willingen/+ 1:15,0/3) und Janina Hettich (SC Schönwald/+ 1:50,6/39 als Vierte und Fünfte ebenso ihre Medaillenchancen am Schießstand wie Weidel (+ 3:10,1/4), die aber dennoch starke Zehnte wurde.

Stark war allerdings auch die Konkurrenz: Gold holte sich die Olympiasiegerin des Einzellaufs von Pyeongchang (Südkorea), Hanna Öberg (Schweden). Die 23-Jährige leistete sich allerdings auch drei Strafminuten, lag aber noch vor ihren Verfolgerinnen Julija Zhuravok (Ukraine/+ 32,3/1) und der im Gesamtweltcup auf Rang 8 liegenden Iryna Kryuko (Weißrussland/+ 41,5/2).

Den 24. Platz verbuchte Juliane Frühwirt (SV Tambach-Dietharz/+ 4:32,0/3), Rang 46 ging an Marie Heinrich (Großbreitenbacher SV/+ 6:37,5/7), Rang 48 an Hanna Kebinger (SC Partenkirchen/+ 6:49,9/6).

Weltcup-Erfahrung dominierte auch bei den Männern. Hier setzte sich Krasimir Anev (Bulgarien) auf der 20-km-Strecke mit 3,7 Sekunden Vorsprung vor Tarjej Bö (Norwegen) durch, der jedoch drei Strafminuten kassiert hatte. Bronze ging an Bös Landsmann Endre Strömsheim (+ 11,1/2). Der 21-Jährige gilt als eine der Hoffnungen seines Landes für die Zukunft.

Als bester Deutscher wurde Matthias Dorfer (+ 2:17,1/3) Siebter, direkt vor Philipp Horn (SVE Frankenhain/+ 2:34,0/5). Die weiteren Platzierungen der Deutschen: 21. Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 3:47,7/4); 40. Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/+ 5:48,5/7); 47. Lars-Erik Weick (SVE Frankenhain/+ 6:20,5/6); 76. David Zobel (SV Eschenlohe/+ 10:21,5/11). who