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Trotz Überlegenheit nur Remis

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1:1-Unentschieden trennten sich in der Fußball-Kreisklasse Gruppe IV der SV Kirchanschöring II und der TSV Chieming. Mit der Punkteteilung konnten die Gäste vom Chiemsee besser leben als die Truppe von Trainer Rudi Tschoner, die aufgrund ihrer spielerischen Überlegenheit und dem Chancenplus hätte gewinnen müssen.


Chiemings Trainer Andi Dörner musste erneut auf die Eckpfeiler seines Teams Martin Schrobenhauser, Manfred Heimhilger und Markus Koch verzichten. Letzterer musste sich dieser Tage in Rosenheim einer Operation am Kreuzband unterziehen. Sein Bettnachbar war zu seiner Überraschung Bruno Tschoner vom SV Kirch-anschöring.

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Unter den Augen der beiden Lädierten erwischten die Chieminger den besseren Start und rüttelten die Platzherren bereits nach drei Minuten ordentlich wach: Sebastian Fischer steckte, nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, auf Christian Kirchmaier durch. Dieser scheiterte im Duell aber gegen den präsenten Helmut Baumann.

Zehn Minuten später war der Schlussmann dann aber machtlos und zu allem Überfluss von einem Mitspieler überwunden worden. In Folge eines Freistoßes auf den langen Pfosten fiel der Ball Sebastian Fischer vor die Füße. Aus kurzer Distanz fand aber auch er seinen Meister in Baumann. Der Abpraller trudelte allerdings direkt ins Getümmel im SVK-Fünfer, wo Christian Fuchs mehr oder weniger angeschossen, den Ball unglücklich ins eigene Tor bugsierte – 0:1.

Das sollte es gewesen sein mit der Chieminger Herrlichkeit, denn nun nahmen nach und nach die »Anschöringer« das Ruder in die Hand. Nach 23 Minuten folgte der Ausgleich: Christian Rosmer servierte einen Freistoß auf den Kopf des starken Michael Schild, der gekonnt ins lange Eck einnickte. Kurz vor der Pause hatten die Verantwortlichen des SVK die Anzeigetafel schon auf 2:1 geschaltet, doch Dennis Baumgartner schob das Leder aus drei Meter am leeren Tor vorbei.

Im zweiten Durchgang wurde die Dominanz der Kirchanschöringer immer größer. Doch wie schon so oft in dieser Saison entstand aus dem spielerischen Übergewicht zu wenig Zwingendes. Bestes Beispiel: In der 53. Minute eroberte die Heimelf im Mittelfeld den Ball und schaltete schnell um. Über die Stationen Schild, Martin Kronbichler und Michael Auer wurde ein sehenswerter Angriff vorgetragen, der von Max Vogl per Direktabnahme aber nicht vollendet werden konnte. Die beste Einschussmöglichkeit zum Sieg hatte Auer. Er steuerte von halbrechts alleine auf Chiemings Torhüter Daniel Sam zu, jagte den Ball aber überhastet knapp neben das Tor.

Kurz vor dem Ende rutschte Helmut Baumann 25 Meter vor seinem Kasten ein geplanter Angriffsball ab und landete bei Tobias Eglseder an der Mittellinie. Der versuchte es prompt mit einem Heber. Das Luftanhalten auf Heimseite löste sich aber in Erleichterung, denn Baumann kratzte den Ball gerade noch vor der Linie. Der Schuss wäre allerdings eh knapp vorbei gegangen. So blieb's am Ende bei einem enttäuschenden 1:1 aus Sicht der Gastgeber. bts