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Triumph beim Meister nach dem Pflichtsieg

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Erlstätts Theresa Urian (am Ball) gelang in einer spannenden Schlussphase gegen den TSV Ebersberg der Treffer zum 21:19-Endstand. (Foto: Wirth)

Ein anstrengendes Wochenende stand den Erlstätter Handballerinnen zum Ende der Saison in der Bezirksliga II bevor. Aus zwei Spielen an zwei Tagen wollte man zwei Punkte holen, um den 5. Tabellenplatz abzusichern. Ein Verbleib in der Bezirksliga stand bereits vorher fest, denn weder ein Auf- noch Abstieg wäre möglich gewesen. Doch es wurden sogar vier Punkte: Dem 21:19-Pflichtsieg gegen Abstiegskandidat TSV Ebersberg ließen die Erlstätterinnen tags darauf einen überraschenden 35:31-Triumph beim als Meister feststehenden TSV Unterhaching folgen.


Zunächst kam der abstiegsgefährdete TSV Ebersberg in die Erlstätter Halle. Den SVE-Damen war daher klar, dass es ein hart umkämpftes Spiel werden würde. Die Ebersbergerinnen bauten auf die Unterstützung einiger A-Jugendspielerinnen aus der Landesliga und zahlreiche mitgereiste Fans.

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Starke Paraden von Lisa Schuhbeck

Gleich nach dem Anpfiff ging Ebersberg durch einen Gegenstoßtreffer mit 1:0 in Führung. Doch dieser Gegentreffer rüttelte die Erlstätterinnen wach. Sie überwanden ein ums andere Mal die sehr offensiv agierende Abwehrreihe der Ebersbergerinnen und zogen auf 9:1 davon. Vor allem die A-Jugendtorfrau Lisa Schuhbeck zeichnete sich in dieser Phase des Spiels besonders aus, indem sie einen Siebenmeter hielt und klare Tormöglichkeiten abwehrte.

Erst in der 17. Spielminute gelang den Gästen durch einen Siebenmeter der zweite Treffer in diesem Spiel. Ebersberg stellte dann die Abwehr auf eine 6:0-Formation um und die SVE-Damen waren ein paar Minuten etwas verunsichert. Auch erzielte nun die Ebersberger A-Jugendspielerin Lucie Mäsel einige Tore aus der zweiten Reihe, sodass es zur Pause nur noch 12:8 für Erlstätt stand.

Nach der Halbzeitpause witterten die Ebersbergerinnen ihre Chance und schafften den Ausgleich zum 14:14. Erlstätt geriet sogar mit 15:16 in Rückstand. Doch die Erlstätterinnen ließen nicht locker. Durch Treffer aus der zweiten Reihe von Tina und Pauline Krutzenbichler holte man wieder auf. Auch die Abwehrkette funktionierte gut. Kurz vor Schluss gelang den Gästen der 19:19-Ausgleich. Nun lagen auf beiden Seiten die Nerven blank und man vergab zahlreiche Torgelegenheiten. Doch per Siebenmeter traf Anna Schneider zum 20:19 für den SVE. Den Schlusspunkt setzte dann Thesi Urian mit einem herrlichen Kreistreffer zum 21:19.

Bereits am nächsten Tag stand das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenersten TSV Unterhaching statt. Die Gastgeberinnen hatten ebenfalls am Vortag gespielt und standen bereits als Aufsteiger in die Bezirksoberliga fest.

Die TSV-Damen begannen gut und führten bald mit 5:1. Die Erlstätterinnen wirkten noch sehr müde. Doch Torfrau Stefanie Schallinger zeigte sich glänzend in Form und parierte nun einige Würfe. Durch schöne Treffer von Anna Schneider und Tina Krutzenbichler kam man wieder auf 5:4 heran. Die Partie blieb spannend, und nun hielten die Gäste durch schöne Kreistore von Josi Schneider den Anschluss. Mit einem Stand von 16:15 für den TSV ging man in die Halbzeitpause.

Hervorragende Leistung nach durchwachsenem Start

Trainerin Sabine Gruber appellierte nochmals an den Siegeswillen ihres Teams. Doch zunächst zog Unterhaching auf 19:16 davon. Die Gastgeberinnen wechselten aber kräftig durch. Erlstätt holte besonders durch Treffer von Anna Gerwald am Kreis und Amelie Krutzenbichler auf außen auf. Auch durch schönes Zusammenspiel konnte Pauline Krutzenbichler einige Tore erzielen. Mitte der zweiten Hälfte erzielte Erlstätt den 27:27-Ausgleich.

Nun war der Knoten geplatzt und die Erlstätter Abwehr verteidigte hervorragend. Erlstätt zog auf 27:30 davon. Die Unterhachingerinnen wollten nochmals aufholen, doch Erlstätt war nicht mehr zu bezwingen und so gewann man völlig unerwartet gegen den Bezirksligameister mit 35:31.

Für den SVE spielten: Lisa Schuhbeck und Steffi Schallinger im Tor, Amelie, Nici, Pauline, Resa und Tina Krutzenbichler, Anna Gerwald, Anna und Josi Schneider, Angela Schuhbeck, Ilse Rönsch, Thesi Urian und Susanne Schallinger. fb