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Triathlon-Siege gehen nach Österreich und Russland

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Der Sieger des 30. Thumsee-Triathlons heißt Lukas Pertl (Skinfit-Racing-Team). Der erst 18-jährige Österreicher verwies Martin Kippnick (TSV Altenmarkt/Team) und Samuel Grill (SC Anger Trisport) mit fast einer Minute Vorsprung auf die weiteren Plätze. Bei den Damen gewann die russische Triathletin Anastasiya Polyanskaya vor Maria Weissenbacher (Union Tri-Team Kuchl) und Andrea Höller vom TV Zell am See. Insgesamt gingen 145 Einzelteilnehmer und fünf Staffeln bei optimalen Bedingungen an den Start.


Es war eine perfekte Jubiläumsveranstaltung, die das Team vom TSV Bad Reichenhall und alle freiwilligen Helfer hinlegten. Erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte war die Start-, Ziel- und Wechselzone direkt um den Seewirt herum aufgebaut. Böllerschütze Dieter Mayer schickte die Triathleten um 7.30 Uhr gleich neben dem Wasserwachthäuschen auf der Madlbauerwiese ins Rennen und gab damit den Startschuss fürs Schwimmen. 400 Meter mussten um zwei Bojen herum zum Seewirt zurückgelegt werden. Mitglieder der Wasserwacht bugsierten das Feld in die richtige Richtung.

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Nach 4:34 Minuten stieg Lukas Pertl als Erster aus dem Wasser, dicht gefolgt von Samuel Grill und Karl Wimmer. Nur ganz knapp hinter den Männern lag Anastasiya Polyanskaya; ihre Schwimmzeit: 4:56 Minuten. Die gebürtige Ukrainerin begann im Alter von neun Jahren mit dem Triathlon. Seit ihrer Heirat startet sie für Russland. Derzeit absolviert die 27-Jährige ein Trainingslager am Fuschlsee und kam zufällig zum Thumsee-Triathlon.

Vom Schwimmen wechselten die Athleten aufs Rad und strampelten zunächst hinauf Richtung Antoniberg, drehten vor dem Tunnel um und fuhren zurück Richtung Bad Reichenhall, wo der zweite Wendepunkt an der Abbiegung zur »Langen Gasse« in Karlstein eingerichtet war. Der Rundkurs musste zweimal absolviert werden. Die Strecke betrug 18,8 Kilometer. Die Feuerwehr hatte die Staatsstraße während des Rennens komplett für den öffentlichen Verkehr gesperrt. An der Einfahrt zum Thumsee feuerten die Zuschauer die vorbeirasenden Sportler lautstark an.

Besonders viel Applaus bekam Markus Gruber. Vor 30 Jahren war er als Zwölfjähriger der jüngste Teilnehmer beim Thumsee-Triathlon, den seine Eltern Gerti und Herbert ins Leben gerufen hatten. Zum Jubiläum war er extra aus Hamburg angereist. Sein Bruder Franz, der 1984 den ersten Wettbewerb gewann, kam sogar aus der Wahlheimat Norwegen, um beim Jubiläum dabei zu sein. Während Markus auf seinem Fünf-Gang-Rad die Radstrecke in 44:47 Minuten zurücklegte und sich an der »Langen Gasse« sogar eine kleine Ehrenrunde gönnte, war Lukas Pertl um einiges schneller unterwegs. Er war nach 32:53 Minuten wieder in der Wechselzone und schlüpfte geschwind in die Laufschuhe.

Im Nacken saß ihm Samuel Grill, der sogar als Erster der beiden die Wechselzone verließ. Grill musste es beim Laufen dann allerdings einreißen lassen und sich am Ende mit Rang drei zufriedengeben. Der Tagessieger Prechtl passierte nach 53:29,01 Minuten das Ziel und hatte damit fast eine Minute Vorsprung auf Martin Kippnick. Für ihn sei es ein tolles Rennen und eine gelungene Premiere am Thumsee gewesen, freute sich Prechtl über den Sieg. »Die frühe Startzeit ist zwar nicht so mein Ding, aber die Laufrunde war super.«

Hervorragend lief das Rennen auch für Anastasiya Polyanskaya, die in 1:01:13,12 Stunden einen glatten Start-Ziel-Sieg hinlegte. Maria Weissenbacher musste sich mit fünf Minuten Rückstand mit Platz zwei begnügen. Rang drei auf dem Treppchen ging an Andrea Höller.

Jüngster Teilnehmer im Feld war heuer der siebenjährige Elias, Sohn des Triathleten-Ehepaares Tina und Thorsten Wirths aus Anger. In der Staffel durfte Elias einmal um den Thumsee laufen, die zweite Runde übernahm sein fünf Jahre älterer Bruder Nicklas. Mit so viel jugendlichem Eifer landete ihre Staffel »Yoda und Co« auch prompt auf Platz zwei hinter Rad-Angerer.at. Das Fazit der Thumsee-Organisatoren: Ein toller runder Geburtstag. ktb