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Triathlon Rabenden muss ausfallen

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Der Triathlon Rabenden fällt in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Krise aus. (Foto: Schlaipfer)

Der Triathlon Rabenden fällt in diesem Jahr aus. Zu umfangreich sind die Corona-Einschränkungen, zu unklar sind noch die Veranstaltungsvorgaben, sodass aufgrund des zeitlichen Vorlaufs entschieden wurde, die Traditionsveranstaltung abzusagen und auf nächstes Jahr zu hoffen.


Lange hatte das Organisationsteam auf klare Aussagen zur Austragung der Veranstaltung gehofft. Aber nachdem der Traunreuter Stadtlauf sowie der erste Triathlon der zunächst noch geplanten Trophy 2020 in Braunau Anfang Mai aufgrund der österreichischen Beschränkungen abgesagt wurde, war schnell klar, dass der für den 19. Juni geplante Rabendener Triathlon ein ähnliches Schicksal erleiden würde.

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Nach Rücksprache mit der den Triathlon unterstützenden Altenmarkter Gemeinde sowie dem Vorstand des veranstaltenden TSV Altenmarkt und der teaminternen Klärung war die übereinstimmende Entscheidung getroffen: Einen Triathlon Rabenden wird es in diesem Jahr nicht geben.

Nach den aktuellen Empfehlungen der Sportministerkonferenz gibt es zwar erste Lockerungen im Trainingsbetrieb. Für Bayern heißt das konkret, dass »kontaktfreier Individualsport mit Abstand wieder möglich ist«. Aber: Wettkampfsport ist auch nach diesen Lockerungen noch nicht erlaubt. Da die Organisation eines Triathlons mit viel Vorlauf verbunden ist – Klärungen zur Zeitmessung, Straßensperrungen, Anmeldeverfahren, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Wasserwacht und vieles mehr müssen mit mehr als drei Monaten im Vorfeld starten –, musste eine zeitnahe Entscheidung getroffen werden. Die Verbandsfunktionäre der Deutschen Triathlon Union, zu der der Rabendener Triathlon über den BTV gehört, hatten sich zwar Gedanken für ein Wettkampf-Konzept in der Corona-Zeit gemacht, doch zeichneten sich hier Auflagen ab, die für einen breitensportorientierten Triathlon wie den in Rabenden kaum erfüllbar sind.

Allein die Wechselzonen von jeweils mindestens 600 Quadratmeter Fläche je hundert Starter sind für kleine Triathlons wie Rabenden, die stets mit 150 bis 200 Startern veranstaltet werden, eine sehr große Hürde. Nicht zuletzt der für die Siegerehrung erforderliche Zeltbetrieb scheitert nach den aktuellen Bestimmungen in Bayern.

Aufgrund der Ausnahmesituation und der damit verbundenen Beschränkungen hatte sich bereits die Organisation der Sparkassen-Triathlon-Trophy dazu entschlossen, diese Serie, zu der auch der Rabendener Triathlon zählt, abzusagen. Ausschlaggebend dafür waren die Absage des Braunauer Sprint-Triathlons, des Schnaitsee Triathlons und nun auch des Rabendener Triathlons. Da nun nur zwei Veranstaltungen (die Bewerbe Thumsee und Anger sind bislang nicht abgesagt) für eine gemeinsame Auswertung der Ergebnisse zur Verfügung stehen, haben sich die Trophy-Veranstalter entschlossen, erst 2021 wieder eine Trophy-Wertung durchzuführen. Besonders wehmütig sind die Organisatoren, weil es sich heuer um das 20. Jubiläum der Trophy gehandelt hätte. Es soll nun 2021 nachgeholt werden. sts

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