Triathletin Cindy Friebel aus Fridolfing nimmt jetzt die Hawaii-Qualifikation in Angriff

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Stolz präsentiert die Fridolfinger Triathletin Cindy Friebel ihre Goldmedaille. Sie startete bei der Challenge Walchsee für die deutsche Altersklassen-Nationalmannschaft und gewann überlegen die W 30-34.

Bei der Triathlon-Europameisterschaft der Europäischen Triathlon Union (ETU) am Walchsee sind nicht nur die Profis an den Start gegangen, sondern auch die Amateursportler über die Mitteldistanz gestartet. Einen ganz großen Erfolg für die deutsche Altersklassen-Nationalmannschaft hat dabei die Fridolfingerin Cindy Friebel eingefahren. Sie gewann die W 30-34 überlegen – und hatte in 4:24:07 Stunden in der EM-Wertung auch die schnellste Zeit bei den Frauen! »Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Rennen«, erzählt die Triathletin im Gespräch mit unserer Sportredaktion bescheiden.


Schon in der Vergangenheit ließ Cindy Friebel, die normalerweise das Trikot des RSC Götzing trägt, aber am Walchsee eben für Deutschland gestartet ist, immer wieder mit Top-Ergebnissen aufhorchen. Doch auch sie wurde im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie ausgebremst. Nur die Teilnahme an einem Sprint am Traunsee war 2019 drin. »Und diese kurzen Rennen sind eigentlich nicht mehr so meines«, sagt sie. Umso größer war jetzt ihre Freude, dass es wieder mit einem Start über eine Mitteldistanz geklappt hat – und dann noch dazu bei einer EM.

»Ich war davor wirklich sehr aufgeregt. Es war fast so, als ob ich meinen ersten Triathlon machen würde«, erzählt Friebel und lacht. Vor allem in Sachen Schwimmen sei sie sehr unsicher gewesen, ergänzt sie. Man konnte die vergangenen Monate aufgrund der geschlossenen Hallenbäder im Winter – eine der Corona-Maßnahmen – ja diese Disziplin praktisch nicht trainieren. Ihre Sorgen waren dabei aber völlig unbegründet, denn die Fridolfingerin lieferte einmal mehr ein starkes Rennen ab! »Ich habe mich in allen drei Disziplinen verbessert«, erzählt sie stolz.

Als sie nach den 1,9 km aus dem Wasser gestiegen ist, freute sie sich riesig nach dem Blick auf ihre Uhr. Diese zeigte nämlich eine neue Bestzeit im Schwimmen an und so stieg Friebel beflügelt auf das Rad. »Und da mache ich ja immer einige Plätze gut«, hebt sie hervor. Das war auch am Walchsee nicht anders. »Ich konnte richtig viel Watt treten.« Allerdings sei gerade die zweite Radrunde nicht so einfach gewesen, weil viele Sportler gleichzeitig auf der Strecke waren. »Es gibt auf dem Kurs viele kleine und enge Straßen, da muss man durchaus aufpassen«, berichtet sie über die 90 km.

Beim Laufen waren dann vier Runden zu absolvieren. Die ersten zwei davon liefen für Friebel ebenfalls richtig gut. Dann habe sie aber leichte Probleme mit dem Oberschenkel bekommen – bedingt wohl durch die Hitze. Doch die Fridolfingerin brachte den Halbmarathon noch sehr solide ins Ziel – und dort war die Freude groß. »Es war einfach auch schön, dass wieder was auf die Beine gestellt wurde«, betont sie. »Die Organisatoren haben sich wirklich viel Mühen gemacht.«

Cindy Friebel will in diesem Jahr auch noch bei einer Langdistanz starten – und zwar im Herbst. Aktuell ist sie noch für die Challenge Roth (5. September) und den Ironman Austria-Kärnten in Klagenfurt (19. September) gemeldet, beide Rennen hätten eigentlich schon früher im Jahr stattfinden sollen, mussten aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Friebel hat eine klare Tendenz – und das aus gutem Grund. »Ich werde wohl in Klagenfurt starten,« sagt sie. Denn dort kann sie sich für die Ironman-WM auf Hawaii für 2022 qualifizieren – und damit würde ein großer Traum für sie in Erfüllung gehen. SB

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