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Traunsteiner Ringer verlieren beim TSC Mering

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Zielgerichtet und abgebrüht in Mering zum Schultersieg: Mahsun Ersayin (blaues Trikot), Leichtgewichtler beim TV Traunstein, schulterte seinen Kontrahenten Maximilian Zeitler. (Foto: Wittenzellner)

Bayernliga-Aufsteiger Mering war der erwartet schwere Gegner für die Ringer des TV Traunstein. Und so musste man sich nicht unerwartet bei den Schwaben mit 14:18 geschlagen geben, die bisher mit 4:2 Punkten eine praktisch fast optimale Punktausbeute vorweisen. Der TVT tat sich schwer, insbesondere weil die Gastgeber ihre Stärken gerade auch in Traunsteins Paradegewichtsklassen haben und der TVT auf einige Ringer wie Alexej Patalaschko verzichten musste. Auch beim TSC Mering musste man schnell einem 0:16-Rückstand hinterherlaufen. Am Ende reichte es trotz einer großen Aufholjagd nicht zum Punktgewinn. Die Kämpfe im Einzelnen:


57 kg (Freistil): Im Nachwuchsduell musste Traunsteins Talent Luca Zeiser gegen den leicht favorisierten Meringer Benedikt Rieger auf die Matte und kam mit dessen Kraft- und Gewichtsvorteilen nicht zurecht. Am Ende stand eine Niederlage mit Technischer Überlegenheit (2:18) zu Buche: 0:4 aus Sicht des TVT.

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130 kg (Griechisch-römisch): Eine ganz harte Nuss hatte TVT-Schwergewichtler Felix Dietschek mit dem in die höchste Klasse gewechselten Ungarn Zolt Dajka zu knacken. Dietschek konnte sich im Stand gut behaupten musste aber noch in der ersten Runde gegen den mehrmaligen EM-Teilnehmer eine Schulterniederlage hinnehmen: 0:8.

61 kg (G): In dieser Klasse kam der Meringer Oliver Tanzyna kampflos zum Sieg: 0:12.

98 kg (F): Durchaus nicht chancenlos wäre Andreas Boschko gegen den zehn Kilogramm leichteren Korbinian Krupna gewesen. Daraus wurde aber nichts, da er nach einer Unachtsamkeit noch in der ersten Runde aufs Blatt musste: 0:16.

66 kg (F): Nur anfänglich tat sich Mahsun Ersayin gegen den Meringer Maximilian Zeitler schwer. Abgeklärt nutzte er den ersten größeren Fehler seines Gegners aus und schulterte diesen nach kurzer Gegenwehr noch in der zweiten Minute: 4:16.

86 kg (G): Gökhan Tetik wechselte wieder in seine angestammte Gewichtsklasse und Stilart. Gegen Niklas Guha tat er sich nicht leicht, trotzdem kontrollierte er den Kampf mit leichtem Vorsprung. Einem Punktausgleich ließ er sofort mit einer Energieleistung einen Punktgewinn folgen und sicherte sich den knappen 3:2-Punktsieg, der einen Zähler für den TVT bedeutete: 5:16.

66 kg (G): Gewohnt aktiv und kämpferisch-aggressiv ging TVT-Leichtgewichtler Artur Tatarinov auf die Matte. Die Gastgeber boten Nico Winter auf, der den Traunsteiner insbesondere an seinen schnellen Aktionen hindern wollte, selbst aber wenig aktive Punktgewinnversuche zeigte. Der 5:0-Punktsieg für den Traunsteiner war nie in Gefahr, allerdings reichte es auch nur zu zwei Mannschaftspunkten für den TVT: 7:16.

86 kg (F): Einen ungleichen Kampf fochte TVT-Ringer Dimitar Stoyanov aus, der rund 15 Kilogramm Untergewicht gegen den mehrmaligen polnischen Grand-Prix-Teilnehmer Radoslaw Siejak nur schwer kompensieren konnte. Dennoch bot er eine gute Leistung und sorgte dafür, dass sein Kontrahent gegen Ende der Begegnung praktisch stehend k.o. war, wobei auch Stoyanov an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit ging. Der ehemalige polnische Spitzenringer konnte aber seinen 5:1-Punkterfolg über die Zeit retten: 7:18.

75 kg (F): Eduard Tatarinov hatte vor einer Woche mit seinem überzeugenden Schultersieg Selbstvertrauen getankt. Gegen Norbert Lang war er auch in Mering praktisch immer »Chef« auf der Matte und holte 14:0 Zähler, was weitere drei Mannschaftspunkte auf das Traunsteiner Konto spülte: 10:18.

75 kg (G): Seiner bärenstarken Leistung aus der vorherigen Woche wollte Plamen Petrov den nächsten Sieg folgen lassen: Doch bekam er nur die Punkte gutgeschrieben, weil Mering hier keinen Gegner stellte. Am Ende stand es damit 14:18 aus der Sicht des TVT nach einer vermeidbaren Niederlage. Traunstein steht in der Tabelle damit auf dem 6. Platz.

Die weiteren Punkte gegen den Abstieg will man beim TVT insbesondere zu Hause einfahren. Ob allerdings der nächste Sieg am kommenden Samstag ausgerechnet gegen den in diesem Jahr nochmals mit externen Ringern deutlich verstärkte ASV Au/ Hallertau eingefahren werden kann, erscheint fraglich. Spannende Kämpfe sollten es in der Franz-Eyrich-Halle auf alle Fälle werden. awi