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Traunsteiner Handballer schlagen sich selbst

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Er trug in der Anfangsphase zur ersten Führung des SBC bei, doch letztlich gab es eine Niederlage im Derby beim TuS Traunreut: Florian Laufenböck. (Foto: Seidl)

Die Handballer des Sportbunds Chiemgau Traunstein mussten im Nachbarschaftsduell in der Bezirksliga beim TuS Traunreut eine ebenso vermeidbare wie auch ärgerliche 21:24-Niederlage hinnehmen. Nach dem frühen 1:0 für Traunreut brachten Florian Laufenböck vom Kreis sowie Andreas Brunner und Jonathan Levannier aus dem Rückraum den SB Chiemgau mit 4:2 in Führung (9.).


In den folgenden Minuten passte bei Traunstein überhaupt nichts mehr zusammen. Im Angriff fehlte das nötige Tempo, die Spieler verstrickten sich zu häufig in Einzelaktionen und ließen obendrein noch zahlreiche Chancen liegen. Auch die ansonsten gut sortierte Abwehr bekam keinen Zugriff auf den wurfstarken Rückraum der Gastgeber. So gelang dem TuS nicht nur der Ausgleich, sondern sogar die 9:6-Führung (22.).

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Bis zur Pause sahen die Zuschauer dann die beste Phase des Sportbunds. Angetrieben vom gut aufgelegten Torwart Richard Engel kamen die Gäste zu einigen Ballgewinnen und Tony Ivankovic brachte auf der Spielmacherposition deutlich mehr Tempo in die Partie. So spielte Traunstein mehrere Torchancen heraus, die Ivankovic, Xaver Haider und Ricardo Pitsch zur erneuten 10:9-Halbzeitführung nutzten. Der TuS dagegen war in dieser Phase in der Abwehr nicht mehr so gefestigt wie zuvor. Zudem scheiterten die Gastgeber im Angriff immer wieder an SBC-Schlussmann Engel oder aber am Pfosten.

In der Kabine besann sich der SBC nochmals auf seine Stärken und war gewillt, den vorherigen 4:0-Lauf nach dem Seitenwechsel auszubauen. Dies sollte den Gästen jedoch nicht gelingen. Traunreut schaffte sofort den Ausgleich und nun war die Partie völlig ausgeglichen, wobei die Führung ständig wechselte.

Als der SBC nach 45 Minuten durch Treffer von Brunner, Ivankovic und Levannier wieder mit zwei Treffern in Führung lag (17:15), schien Traunstein wieder die Oberhand zu gewinnen. Doch die kampfstarken Schützlinge von TuS-Trainer Bernd Licinac ließen sich nicht abschütteln und schafften erneut den Ausgleich.

Traunstein bekam nun in der Abwehr keinen Zugriff mehr auf die Gegenspieler und das Abwehrzentrum offenbarte immer mehr Lücken, die die Gastgeber geschickt nutzten. So ging Traunreut fünf Minuten vor Ende der Begegnung wieder in Führung. Eine passende Antwort konnte der Sportbund an diesem Tag nicht mehr geben und so gingen die Gäste nach zuletzt drei Siegen in Serie wieder als Verlierer vom Platz.

Nach der Partie war der Ärger über die eigene Leistung auf Traunsteiner Seite groß. Die Mannschaft spielte weit unter ihren Möglichkeiten. Nun gilt es, das Spiel abzuhaken und am nächsten Sonntag (17 Uhr) ein anderes Gesicht zu zeigen. Dann ist der SBC zu Gast beim Tabellendritten, dem TSV Brannenburg. Dagegen konnte sich TuS-Trainer Bernd Licinac über den zweiten Heimsieg seines Teams in dieser Saison freuen. Der TuS (9./5:9 Punkte) gastiert am Samstag (16 Uhr) beim SV Anzing III (8./6:8) und könnte im Falle seines ersten Auswärtssiegs die Gastgeber überholen.

Für den TuS Traunreut spielten: Simon Maiwälder, Philip Sturm (3), Sebastian Rost, Markus Mertinko, Martin Gizler (6), Johannes Pasler (4), Robin Handle, Marko Lovrecki (2), Jean-Pierre Papista, Michael Pieger, Marco Schinko, Moritz Knoop (3) Paul Kohler (5).

Für den SBC Traunstein spielten: Richard Engel und Moritz Schwabe im Tor, sowie Xaver Haider (3), Christian Stainer, Korbinian Miller, Ricardo Pitsch (1/1), Moritz Jürgens, Florian Laufenböck (2), Tony Ivankovic (5), Andreas Brunner (5), Jonathan Levannier (5) und Simon Wendl. mbr/fb