weather-image

Traunstein sucht seine besten Schützen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Eröffnung der 41. Traunsteiner Stadtmeisterschaft im Schießen bei der SG Trauneck: Den Eröffnungsschuss machten Schützenmeister Konrad Steinberger (von links), Oberbürgermeister Christian Kegel, Sportreferent Uwe Steinmetz und der Vorsitzende des Stadtverbandes der Sportvereine, Stefan Namberger. (Foto: Oberkandler)

Mit dem Eröffnungsschießen begann am Montagabend die Traunsteiner Stadtmeisterschaft im Schießen. Es ist die 41. seit 1973. Ausrichterin ist heuer die Schützengesellschaft Trauneck, die ihre Stände im Reiterhof in Geißing hat.


Bis zum Sonntag können nach Angaben ihres Schützenmeisters Konrad Steinberger alle Mitglieder der Schützenvereine im Stadtgebiet sowie alle Bürger, die für einen Betrieb oder eine Behörde, einen Stammtisch, eine Haus- oder Straßengemeinschaft schießen, mitmachen und sich um den Titel des Stadtmeisters bewerben.

Anzeige

Kegel hält Plädoyer für den Schießsport

Schirmherr der Stadtmeisterschaft ist seit jeher der Oberbürgermeister. Traunsteins Stadtoberhaupt Christian Kegel nahm das Eröffnungsschießen zum Anlass, ein Plädoyer für den Schießsport zu halten. Er selbst – nomen est omen – komme vom Kegeln. Dieser Sport habe manche Parallelen zum Schießen. Nach jedem Schub bzw. nach jedem Schuss bekomme man eine Rückmeldung. Der große Unterschied zwischen diesen beiden Sportarten: Beim Kegeln müsse man das Weiße treffen, beim Schießen ins Schwarze.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Sportvereine, Stefan Namberger, betonte, dass der Verband seit jeher diesen Traditionswettbewerb ideell und finanziell unterstütze.

Der Sportreferent im Traunsteiner Stadtrat, Uwe Steinmetz, erinnerte daran, dass man bei den bisherigen 40 Stadtmeisterschaften im Schießen zusammen rund 16 000 Teilnehmer gezählt habe. Er äußerte die Hoffnung, die Zahl 20 000 vielleicht noch einmal zu sehen.

Angesichts von nur noch vier Schützenvereinen, die in der Lage und willens sind, eine solche Meisterschaft auszutragen, ist das nicht ganz so sicher. Der Schützenmeister der ausrichtenden Schützengesellschaft, Konrad Steinberger, bekannte sich aber ohne Wenn und Aber zu dieser Traditionsveranstaltung. Mit einem Blick auf die Geschichte des Wettbewerbs erinnerte er daran, dass die erste derartige Veranstaltung unter dem damaligen Stadtverbands-Vorsitzenden Hans Dierl stattfand. Dierl war auch BLSV-Kreisvorsitzender und nach ihm ist die Turnhalle der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule in Traunstein benannt.

Steinberger beklagte, dass sich die Zahl der Teilnehmer an dem Wettbewerb halbiert habe, als dieser im Jahr 2012 ausgefallen sei. Das zwinge zum Nachdenken, ob man diese Meisterschaft noch wolle, denn die Vereine tragen das finanzielle Risiko. Nicht einmal die Stadtverwaltung selbst mit 300 Beschäftigten stelle ein Team.

Schießen kann man noch bis zum kommenden Sonntag: bis Donnerstag täglich ab 17 Uhr, am Freitag ab 16 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr. Meldeschluss ist jeweils um 22 Uhr. Von besonderem Interesse sind neben dem Stadtmeistertitel wieder die Ergebnisse bei der Sachpreisscheibe; die ersten drei Preise haben nämlich einen Wert von mehr als 1000 Euro. -K.O.-