weather-image
22°

Traunstein sinnt auf Revanche

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Traunsteins Stefan Gruber (rechts) verletzte sich im Hinspiel gegen Schwabing II und fiel lange aus. Für das Rückspiel gegen die Mannschaft von Alexander Roth ist er aber fit und will mit dem TVT den nächsten Sieg einfahren. (Foto: Weitz)

Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen im Gepäck reisen die Basketballer des Turnvereins Traunstein am heutigen Samstag in die Landeshauptstadt. Um 17.30 Uhr kommt es in der Bayernliga Süd zum zweiten Aufeinandertreffen mit dem MTSV Schwabing II. Gegen den kriselnden Herbstmeister, der im neuen Jahr noch keine Partie für sich entschieden hat, will das Team von Trainer Enes Tadzic den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen.


Eine wahre Mammutaufgabe steht der Damenmannschaft am Sonntag bevor: Die 2019 ebenfalls noch sieglosen MSG-Basketballerinnen treffen in der Bezirksliga auswärts auf den noch ungeschlagenen Tabellenführer TSV Wasserburg III.

Anzeige

Nachdem das Schwabinger Talentensemble die Bayernliga zunächst ordentlich aufgemischt hatte, stand am Ende einer überzeugenden Hinrunde die verdiente Herbstmeisterschaft. Der MTSV errang im ersten Saisonabschnitt neun Siege bei nur zwei Niederlagen. Seither will jedoch nichts mehr klappen. Zum Rückrundenauftakt kassierte Schwabing trotz Topbesetzung im Spitzenspiel gegen den TSV Unterhaching eine deftige 54:93-Heimklatsche – und musste auch den Platz an der Tabellenspitze räumen. In den drei folgenden Ligaspielen setzte es weitere Niederlagen für den MTSV.

Ganz anders präsentiert sich die Lage mittlerweile beim noch bis vor Kurzem so gebeutelten TVT. Nach den Schlüsselsiegen kurz vor Weihnachten gegen Memmingen sowie Ende Januar in Grünwald, fuhr die Mannschaft am vergangenen Samstag mit dem 80:61 gegen den letztjährigen Vizemeister aus Wasserburg einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt ein. Damit ist es dem TVT nicht nur gelungen, den kleinen Vorsprung auf die Schlusslichter TSV Grünwald und SG Heising-Kottern (je 2:13 Siege) zu halten, sondern auch den Anschluss an den SB Rosenheim II (5:9) und den TSV Wasserburg (5:8) herzustellen.

Trotz der jüngsten Erfolgswelle herrscht bei den Korbjägern aus der Großen Kreisstadt jedoch keine Spur von Entspannung, da die Anzahl der Absteiger erst nach Saisonende endgültig feststeht – je nach geografischer Einordnung der ehemaligen Regionalligisten in die drei Bayernliga-Staffeln könnte es neben den Tabellenvorletzten und -letzten auch weitere Teams erwischen.

Die Schwabinger Krise könnte dabei für den TVT genau zur richtigen Zeit kommen. Im Hinspiel, zu dem die Münchner mit einem Großteil ihrer Talente aus dem Kader der Nachwuchs-Bundesliga angereist waren, hielt Traunstein lange gut mit und lag Ende des dritten Abschnitts sogar gleichauf. Erst im Traunsteiner Schock über die Verletzung von Stefan Gruber, der anschließend wochenlang ausfiel, startete der MTSV den entscheidenden Lauf und siegte letztlich mit 80:63. Mit einem mittlerweile genesenen Topscorer und beinahe in Topbesetzung – einzig Benedikt Aumeier steht aus dem Erfolgsaufgebot der vergangenen Woche nicht zur Verfügung – sinnen die Traunsteiner nun auf Revanche.

Ebenfalls mit potenziellen Bundesligaspielern bekommen es die Bezirksliga-Damen zu tun. Am morgigen Sonntag (16.45 Uhr) trifft die MSG TV Traunstein/SV Saaldorf auswärts auf den Tabellenführer Wasserburg III. Wegen des Rückzugs ihres Regionalligateams kurz vor Saisonbeginn finden sich im Aufgebot der nominell Dritten TSV-Mannschaft auch einige U-20-Akteure, die bereits zu Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse gekommen sind.

Gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf in keiner der acht Begegnungen zu bezwingen war, wollen die MSG-Basketballerinnen zumindest alles in die Waagschale werfen und sich so teuer wie möglich verkaufen. SK