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Traunreuter Judoka gegen Teisendorf erfolgreich

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Kampf der Generationen: Der 50-jährige Werner Schneider (blauer Anzug) gegen das Teisendorfer Talent Jakob Schmid. Der Nachwuchskämpfer konnte das Duell, das auf hohem kämpferischen Niveau stand, letztlich für sich entscheiden. Weitere Bilder von dem Bezirksliga-Duell finden Sie im Internet unter www.traunteiner-tagblatt.de. (Foto: Wittenzellner)

Die Judoka des TuS Traunreut haben das Spitzenduell in der Bezirksliga Süd gegen die Reserve des TSV Teisendorf mit einem knappen 11:9 für sich entschieden und sind damit alleiniger, verlustpunktfreier Tabellenführer.


Beide Mannschaften hatten Aufstellungsprobleme. Traunreut musste insbesondere in den oberen Gewichtsklassen improvisieren, Teisendorf setzte fast alle Kämpfer eine Gewichtsklasse höher. Hier musste man dann den ein oder anderen Gewichtsnachteil hinnehmen. Daneben konnte die von Tom Scholz betreute Mannschaft eine Gewichtsklasse gar nicht besetzen – die Doppelbelastung mit Regional- und Bezirksliga fordert zum Ende der Saison vom TSV ihren Tribut.

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Traunreut begann planmäßig mit einem Sieg durch Hannes Schleibinger (73 kg), ehe Teisendorf mit einem überraschend und stark herausgekämpften Erfolg des Nachwuchsakteurs Max Haueis (73 kg) sowie Siegen von Herbert Eder und Carsten Zillmer (beide plus 90 kg) konterte.

Traunreut hielt mit Erfolgen von Andi Ertl und Matthias Geisreiter (beide 81 kg) dagegen. Kampflos kam Tom Mitterer (90 kg) zu Punkten. Herbert Kirchmeier – aufgerückt in die Gewichtsklasse 90 kg – holte einen Ippon für Teisendorf, ehe Max Speckbacher und Tom Geisreiter (beide 66 kg) für Traunreut weitere Zähler zum 6:4-Zwischenstand einfuhren.

Im zweiten Durchgang zog Traunreut durch Siege von Klumpner, Kühnel (beide 73 kg) und Michi Ehrenlechner (plus 90 kg) punktemäßig schnell davon, doch Teisendorfs Eder (plus 90 kg) vereitelte die vorzeitige Entscheidung. Ein Unentscheiden war dem TuS Traunreut sicher, nachdem Schleibinger (81 kg) siegte, bevor Zillmer in der gleichen Gewichtsklasse für Teisendorf einen Ippon mit einem Festhalter sicherte.

Die Hoffnung auf ein Unentschieden erfüllte sich für die Gäste aus dem Berchtesgadener Land aber nicht: Sipple bezwang Kirchmeier mit einer kleinen Wertung – Traunreut war damit uneinholbar in Führung. Da waren die Siege auf Seiten der Teisendorfer Reserve von Bernhard Wimmer (90 kg), Simon Grüsser (66 kg) und dem bis zur letzten Sekunde spannenden Duell zwischen Traunreuts Werner Schneider und Jakob Schmid (66 kg) letztlich nur Ergebniskosmetik.

Bernd Röder, stellvertretender Abteilungsleiter des TuS Traunreut, und Teisendorfs Spartenchef Konrad Gasser waren sich einig, dass man »schöne und spannende Kämpfe« gesehen hatte, die nicht immer den erwarteten Sieger hervorbrachten. Gut präsentierten sich die jungen Kämpfer wie beispielsweise der für Teisendorf startende Simon Grüsser vom ASV Strub, der gegen den erstmals kämpfenden Ludwig Müller vom AC Bad Reichenhall gewann, wobei beide attraktiven Judosport zeigten.

Nichts zu bestellen gab es dagegen für den ersatzgeschwächten TuS Prien, der gegen den Tabellennachbarn TuS Holzkirchen beim 5:15 gehörig unter die Räder kam. Nachdem man die Klassen 66 und 73 kg nicht besetzen konnte, stand es bereits beim Abwiegen 0:4 gegen den TuS. Die Mannschaft um Abteilungsleiter Ferdinand Grätz, der seinen Kämpfern trotz der hohen Niederlage Kampfbereitschaft und Einsatzwillen attestierte, konnte im ersten Durchgang nur durch Nicolas Blank (bis 90 kg) einen Ippon holen und lag zur Pause mit 1:9 zurück.

Im zweiten Durchgang lief es etwas besser. Florian Weizenbeck (81 kg) holte ebenso einen Sieg wie Christoph Dienhart (90 kg). Franz Schmied (66 kg) mit einer Würgetechnik und Sebastian Summerer (plus 90 kg) mit Festhalter holten die weiteren Punkte zum 5:15. Der TuS bleibt damit punktlos Schlusslicht und dürfte es auch am letzten Kampftag (21. Juni) nicht leicht haben, ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten Teisendorf zu punkten. awi