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Traumtor leitete den VfL-Sieg ein

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SB Chiemgau Traunstein: Abfalter, Bauer, Petzka (46. Probst), Thalhauser, Hausner (56. Tobias Berz), Schön, Mauerkirchner (63. Zauner), Schneider, Thomas Weber, Dengel, Marchl.


VfL Waldkraiburg: Auer, Unterhuber, Keri (80. Sagi), Stuiber (30. Hadzic), Helldobler, Stadlmayr, Pantea (87. Mleko), Deutsch, Luca, Gibis, Popa.

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Schiedsrichter: Huber (SSV Wurmannsquick).

Zuschauer: 250.

Tore: 0:1 Keri (35.), 0:2 Luca (37.), 0:3 Keri (63.)

Rote Karten: Fehlanzeige. – Gelb-Rote Karten: Fehlanzeige.

Nach einem absolut enttäuschenden Auftritt hat der SB Chiemgau Traunstein das Heimspiel der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den VfL Waldkraiburg mit 0:3 verloren. In der Offensive fehlte den Platzherren die Durchschlagskraft, zudem wirkte die Elf von Uli Habl nicht bissig und aggressiv genug.

»Man hat gemerkt, dass sich unser Lazarett langsam lichtet. Mit der spielerischen Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden«, freute sich dagegen Gäste-Trainer Adrian Malec, der mit Christoph Unterhuber und Manuel Stadlmayr zwei Rückkehrer in die Startelf stellte. Die beiden brachten zusätzliche Stabilität ins VfL-Team, aus dem die Routiniers Yves Deutsch und Markus Gibis, aber auch der zweifache Torschütze Patrick Keri herausragten. Die Traunsteiner hingegen fanden keinerlei Zugriff aufs Spiel und konnten nur wenige echte Torszenen kreieren. Es fehlten die Ideen, viele unnötige Ballverluste, eine schlechte Raumaufteilung und falsche Laufwege hemmten die Bemühungen.

Zwei Freistöße bildeten die ersten nennenswerten Szenen: Max Bauers Schuss parierte Waldkraiburgs Schlussmann Bernhard Auer sicher (7.), Liviu Panteas Geschoss aus 20 Meter krachte ans Lattenkreuz (11.). Eine gute SBC-Möglichkeit durch Dominik Hausner vereitelte Raimund Stuiber in höchster Not (13.). Sechs Minuten später stellte ein Kopfball von Stefan Mauerkirchner nach Bauer-Ecke kein Problem für Auer dar, und nach einer knappen halben Stunde fehlte bei einem sehenswerten Angriff über Patrick Schön und Georg Dengel die nötige Präzision im Abschluss.

Mit einem Doppelschlag in der 35. und 37. Minute zogen die Gäste mit 2:0 in Front: Zunächst gelang Patrick Keri nach Pantea-Flanke mit einem spektakulären 20-Meter-Seitfallzieher, der sich über Andi Abfalter hinweg ins lange Eck senkte, die Führung. »So ein Tor macht der nie wieder«, schwärmte Malec. Den Vorsprung baute Christian Luca zwei Minuten später aus, als er nach einem weiten Ball von Stadlmayr allein vor Abfalter auftauchte, den Traunsteiner Torhüter noch ausspielte und den Ball seelenruhig ins Netz schob. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit keimte auf SBC-Seite Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf, doch Thomas Webers 25-Meter-Freistoß rauschte knapp am Gehäuse vorbei.

Nach der Pause war das Verwalten des Vorsprungs für die VfL-Kicker im Prinzip nur noch Formsache. In der 49. Minute rettete Abfalter noch gegen Keri, nach 63 Minuten war der dritte Waldkraiburger Treffer aber Realität: Unterhuber spielte mit einem tollen Pass Keri frei, der aus halblinker Position mit einem perfekten Abschluss ins lange Eck erfolgreich war.

In der Folge waren die Gäste einem vierten Tor näher als der SBC dem Ehrentreffer, doch Radu Popa (75./Fußabwehr von Abfalter) und Luca (80./nach Pantea-Flanke) fanden ihr Ziel nicht. Die besten Chancen der Gastgeber machte VfL-Schlussmann Auer zunichte: Gegen Dengel, freigespielt von Tobi Berz, zog er eine Art Notbremse mit einem rüden Foul außerhalb des Strafraums – und sah dafür nur Gelb (65.).

In der 77. Minute brachte auch eine Dreifach-Chance durch Dengel (Auer wehrte ab), Patrick Schön (schoss Mitspieler Schneider an) und Tony Schneider (daneben) nichts ein – symptomatisch für den Gesamtauftritt des Fusionsclubs! So sprach SBC-Funktionär Dieter Zorn von einem »gebrauchten Tag« und dieser kurzen Analyse muss man nichts hinzufügen... cs

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