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Torloses Unentschieden für den SVK

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Kirchanschörings Maximilian Vogl (rechts), hier im Zweikampf mit Augsburgs Raffael Friedrich, musste mit Gelb-Rot vom Platz. Trotzdem holte der SVK im Auswärtsspiel noch einen Punkt. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring hat in der Fußball-Bayernliga trotz 40-minütiger Unterzahl einen Punkt beim TSV Schwaben Augsburg geholt. Nur 92 Zuschauer sahen das torlose Unentschieden beim abstiegsgefährdeten TSV, der den 14. Tabellenplatz belegt.


Deren Trainer Sören Dreßler war folglich mit dem 0:0 »nicht«, aber mit dem Auftritt seiner Elf dennoch »sehr zufrieden«. Nach der langen Pause mit »nicht ganz so guten Vorbereitungsspielen« hielt er den Auftritt für »wirklich gelungen«.

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Ganz anders sah das SVK-Co-Trainer Alexander Harsch, der den aus gesundheitlichen Gründen fehlenden Michael Kostner an der Linie vertrat: Er sprach von einer »inakzeptablen« ersten Halbzeit seiner Mannschaft. Nach der »berechtigten Ampelkarte« sei ein »Ruck durch die Mannschaft« gegangen, »da haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben«. Mit dem Ergebnis war der Ex-Traunreuter am Ende aber »zufrieden«.

Zu Beginn war Kirchanschöring zwar spielbestimmend, doch die erste Tormöglichkeit hatten die Gastgeber, als Rasmus Fackler-Stamm frei vor Torwart Stefan Schönberger auftauchte, der aber mit dem Fuß klasse klärte (8. Minute). Kirchanschörings Manuel Jung fand – frei im rechten Teil des Strafraums – keinen Abnehmer (16.).

Kurz vor der Pause passte TSV-Spieler Michael Geldhauser scharf in die Mitte, doch Rasmus Fackler-Stamm rutschte um Haaresbreite an der Hereingabe vorbei – da hätte es durchaus im SVK-Tor klingeln können. Mit dem Pausenpfiff prüfte Gabriel Merane nochmals Schönberger, der jedoch die Null festhielt.

Nach der Pause nahm SVK-Trainer Alexander Harsch mit Daniel Muteba einen der drei gelb-verwarnten Spieler vom Feld, doch kurz darauf erwischte es Maximilian Vogl nach wiederholtem Foulspiel – der SVK dezimierte sich erneut selbst durch eine »Ampelkarte«.

In Überzahl versuchten die Fuggerstädter, den SVK einzuschnüren, der allerdings stets auf Konter lauerte und gefährlich blieb. Schönberger klärte so gegen den frei vor ihm stehenden Constantin Schöttgen (55.), auf der Gegenseite scheiterte Max Streibl an Torhüter Tobias Antoni (59.). Die Augsburger nahmen sogar Schüsse aus der zweiten Reihe in kauf, die aber allesamt das SVK-Tor weit verfehlten. Philipp Baier traf nur den linken Pfosten (65.) und ein Schlenzer von Rasmus Fackler-Stamm wurde eine Beute von Stefan Schönberger (71.). Die Gastgeber machten weiter Druck: Manuel Jung klärte in höchster Not per Grätsche zur Ecke (72.) und ein Kopfball von Florian Heiß ging über die Latte (87.).

»Wir hatten es selbst in der Hand«, erklärte TSV-Trainer Sören Dreßler. »So müssen wir weitermachen.« Das Spiel in Überzahl habe Augsburg dabei »nicht in die Karten gespielt«, dadurch sei es »noch schwieriger« geworden.

Denn auch der SVK hätte als Sieger vom Platz gehen können: Manuel Omelanows-ky fand mit einer scharfen Hereingabe von links keinen Abnehmer (78.) und als Albert Deiters Heber von Schwaben-Keeper Tobias Antoni mit den Fingerspitzen über die Querlatte gelenkt wurde, hätten sich die Gäste für ihre hohe Laufbereitschaft und Moral am Ende fast noch mit drei Punkten belohnt. So aber blieb es beim torlosen Unentschieden.

TSV Schwaben Augsburg: Antoni, Baier, Schöttgen, Hille, Gail, Schön, Fackler-Stamm (85. Heiß), Krug, Fiedler (70. Friedrich), Merane (78. Wallner), Geldhauser.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Eder, Streibl (83. Ban), Muteba (46. Urban), Deiter, Pöllner, Omelanowsky, Gürcan (90. + 2 Köck), Vogl, Jung.

Gelb-Rote Karte: - / Vogl (51./wiederholtes Foulspiel).

Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (FV Burgberg).

Zuschauer: 92. mw