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Torflut im dichten Schneetreiben

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Eng ging es zur Sache im Duell zwischen dem TSV Traunwalchen und dem TSV Fridolfing. Hier attackiert Traunwalchens Clemens Parzinger (rechts), den besten Spieler der Fridolfinger an diesem Tag, Alexander Deubzer. (Foto: Wirth)

Der TSV Traunwalchen besiegte in der Fußball-Kreisklasse Gruppe IV den starken Gast vom TSV Fridolfing glücklich mit 5:4. Die zahlreichen Zuschauer sahen im dichten Schneetreiben eine hart geführte Begegnung mit vielen Fouls. Der Gast spielte gut 60 Minuten in Unterzahl, bereitete dem Traunwalchner Team aber große Probleme in der Defensive.


Nach einem Foul an Traunwalchens Andreas Kötzinger gab es Elfmeter. Michael Neuhauser traf zielsicher zum 1:0 (10.). In der Folgezeit zischte ein 26-Meter-Freistoß von Traunwalchens Markus Heinemann am rechten Außenpfosten vorbei und auf der Gegenseite klärt Traunwalchens Torhüter Andreas Szanda im Herauslaufen gegen Fridolfings Dominik Oswald. In der 17. Minute stand Fridolfings Johann Dandl alleine vor Szanda und »tunnelte« diesen zum 1:1.

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Fridolfings Kapitän Alexander Deubzer zeigte sich danach als stärkster Mann auf dem Feld und war stets brandgefährlich in seinen Aktionen. In der 32. Spielminute foulte im Mittelfeld Fridolfings Josef Pallauf Traunwalchens Jakob Zimmermann ohne Chance auf den Ball. Schiedsrichter Reitmaier zeigte ihm sofort die Rote Karte und Pallauf musste das Spielfeld verlassen. Den anschließenden Freistoß brachte Markus Heinemann scharf in den Strafraum, der Ball wurde von Fridolfings Defensive zu kurz abgewehrt und Kötzinger knallte das Leder zur 2:1-Führung in die Maschen. Gästetorhüter Michael Haas hatte keine Abwehrchance. Die Mannen um Gästetrainer Manuel Schild ließen sich aber davon wenig beirren und blieben trotz Unterzahl gleichwertig. Nach dem Wiederanstoß war die Traunwalchener Abwehrreihe unsortiert und Dominik Oswald erzielt den 2:2-Ausgleich.

Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff die erneute Führung für Traunwalchen. Nach herrlicher Vorbereitung durch Lukas Wartha traf Neuhauser erneut aus sieben Meter (3:2). Doch Fridolfing schlug erneut zurück, denn Johann Dandl traf zum 3:3-Halbzeitstand (44.).

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff die erneute Führung für Traunwalchen. Nach einer Ecke von Kötzinger stieg Markus Heinemann am höchsten und köpfte zum 4:3 ein. Acht Minuten später spielte Fridolfings Dandl einen herrlichen Pass auf Alexander Deubzer, der zum 4:4 vollendete.

Kurz danach lief der eingewechselte Markus Deubzer alleine aufs Traunwalchner Gehäuse zu und kam in Bedrängnis zu Fall. Fridolfings Anhang sah dies als »Notbremse« an, aber der Schiedsrichter entschied nur auf Freistoß, der ohne Folgen für Traunwalchen blieb. In der 77. Minute kam Heinemann am gegnerischen Strafraum an den Ball und sein Schuss – leicht abgefälscht – schlug unhaltbar in den Maschen des Fridolfinger Gehäuses ein (5:4).

Der Gast drängte jetzt. Bei einem Konter stand Traunwalchens Neuhauser alleine vor Torhüter Haas, der den Ball abwehrte. Der zurückspringende Ball kam zu Wartha, der rüde von Manuel Heinz gefoult wurde. Heinz musste dafür mit »Rot« vom Feld. Den Freistoß knallte Heinemann an den linken Pfosten. Kurz vor Ende hatte Alexander Deubzer eine »Hundertprozentige«, sein Schuss ging links am Tor der Traunwalchner vorbei und so endete ein emotionsgeladenes Duell mit einem glücklichen Sieg für Traunwalchen. wb