Toller Erfolg bei der Kanu-WM

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Die Bedingungen bei der WM in der Slowakei waren schwierig und somit war höchste Konzentration gefordert. Die Inzellerin Lisa Köstle meisterte die Herausforderung.

Die Inzeller Wildwasserkanutin Lisa Köstle, die für den KK Rosenheim startet, schwimmt weiter auf einer Welle des Erfolgs. Nach ihren Top-Ergebnissen – unter anderem bei der U-23- Weltmeisterschaft und der Deutschen Meisterschaft (erfolgreichste Teilnehmerin) – gewann sie nun bei der WM in Bratislava Silber mit dem Team.


Die Corona- und Hygienevorschriften wurden großgeschrieben in der Slowakei und das Ganze lief in einer Blase ab. Das bedeutete, dass alle Teilnehmer nur zu den Trainingsmaßnahmen und den Wettkämpfen raus durften. Von den Deutschen K-1-Damen waren Christina Massini und Jil-Sophie Eckert (beide KC Fulda), Constanze Feine (Schkopau) und Lisa Köstle vom Kajak Klub Rosenheim qualifiziert.

Es ging gleich mit dem Team-Bewerb los. Bei diesem Mannschaftsrennen müssen drei Boote gleichzeitig die Strecke bewältigen und auch miteinander ins Ziel fahren. Die Schwierigkeit für die Trainer war diesmal, die stärkste Mannschaft festzulegen. Normalerweise findet zunächst das Einzelrennen statt und aus den dabei erzielten Ergebnissen setzt sich normalerweise die Mannschaft zusammen. Das war diesmal nun anders und somit blieb nur der Trainerentscheid.

Die Entscheidung fiel nach etlichen Einheiten auf der sehr anspruchsvollen Strecke. Nominiert wurden Christina Massini, Lisa Köstle und Jil-Sophie Eckert und die Entscheidung sollte sich als richtig erweisen. Die deutschen Mädchen fuhren enorm stark, lagen nur 84 Sekunden hinter dem Team Tschechien und wurden Vizeweltmeister! Auf Rang drei folgte Frankreich mit 92 Sekunden Rückstand.

Nur 20 Minuten später gelang den deutschen Herren eine historische Leistung. Beim Mannschaftsrennen der Herren konnten sich Yannic Lemmen, Till Fengler (beide KC Düsseldorf) und Björn Beerschwenger (RKC Köln) gegen die sehr starke Konkurrenz durchsetzen und wurden mit einer Hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem französischen Team Weltmeister. Auf dem dritten Platz folgte Slowenien mit einem Rückstand von 58 Sekunden.

Nach diesen Erfolgen gingen die Damen top-motiviert in die Einzelwettkämpfe. Vor allem für Lisa Köstle lief es in der Qualifikation gut. Sie fuhr im Vorlauf auf Platz 3 und qualifizierte sich somit direkt für das Finale. »Dies war ein sehr großer Erfolg für mich, damit habe ich so nicht gerechnet. Leider hab ich dann ein paar kleine Fehler gemacht.«

Das Finale lief nämlich für sie nicht so wie erhofft. Im Sprint muss immer alles passen, jeder Schlag muss sitzen und zudem soll auch das Tempo stimmen. Das im Wildwasser hinzubekommen, erfordert volle Konzentration. Köstle wurde am Ende Vierzehnte.

»Dennoch bin ich mit den Ergebnissen bei der WM sehr zufrieden. Für mich ist es die erste internationale Silbermedaille und im Finale auf Platz 14 ist ja auch nicht ganz schlecht«, sagte sie. Ihre Verbandskollegin Jil-Sophie Eckert holte sich Bronze. Damit war der deutsche Medaillensatz komplett. Constanze Feine belegte den 16. Platz.

hw

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