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Toller Einstand für Markus Reiterberger

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Er überzeugte zum Auftakt der IDM gleich mit einem Podestplatz: der Obinger Markus Reiterberger.

Einen gelungenen Einstand in die neue Saison in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) feierten die heimischen Zweirad-Talente Markus Reiterberger (Obing) und Luca Grünwald (Waldkraiburg). Beide traten auf dem Lausitzring in neuen Klassen an, beide erreichten auf Anhieb vordere Platzierungen.


Reiterberger war begeistert: »Das war ein geniales Wochenende.« Denn der 19-Jährige fuhr in der »Königsklasse« Superbike – die auch den neuen offiziellen Namen der Serie »Superbike-IDM« prägt – einmal auf den dritten, einmal auf den vierten Platz.

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»Die offiziellen Trainingsfahrten waren ja auf Anfang der Rennwoche verlegt worden, weil es zum geplanten Termin eine Woche vorher noch Schnee auf der Strecke gegeben hatte. Schon da lief es sehr gut«, so der Obinger. Er konnte insgesamt drei Renndistanzen absolvieren, »und mit den Reifen von Pirelli hat das richtig Spaß gemacht.« Schon hier hatte er ein gutes Gefühl, und dieses hielt auch im freien Training an, als er die Tagesbestzeit aufstellte.

Und so ging es weiter: Im Zeittraining stellte Reiterberger (mit Rundenrekord) die Bestzeit auf und ging somit von der Pole Position an den Start. Im ersten Lauf lag der Pilot des Teams Van Zon Remeha BMW (geleitet von Werner Daemen und unterstützt vom bisherigen Team alpha Racing aus Stephanskirchen) zunächst vorn. »Nach einigen Runden hat der Hinterreifen nachgelassen und ich musste etwas vorsichtiger fahren«, berichtet Reiterberger. Dennoch reichte es hinter Damian Cudlin (Australien/BMW RAC Racing) sowie Titelverteidiger Erwan Nigon (Frankreich/Van Zon Remeha BMW) zum dritten Platz. Als einzige Frau im Feld raste Lucy Glöckner (Wilbers-BMW-Racing) auf Rang 9 nach vorne, Elfter wurde Reiterbergers Teamkollege Arie Vos (Niederlande).

Im zweiten Rennen hatte Nigon bei der ersten Kurve ein Problem, »ich musste ausweichen und wäre beinahe gestürzt«, so Reiterberger. Er fiel auf Rang 8 zurück. »Dann bin ich die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze gefahren, aber zu mehr als Platz 4 hat es nicht mehr gereicht«, bedauert er – obwohl er auch mit dieser Platzierung sehr zufrieden war. Den Sieg holte sich diesmal Cudlin vor Matej Smrz (Tschechien/Yamaha) und Nigon. Vos wurde Zehnter, Glöckner landete auf dem 13. Platz.

Gemeinsam mit den Superbike-Piloten gehen auch die Fahrer der Superstock-Klasse ins Rennen, werden aber extra gewertet. Hier holte sich Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels (Belgien) zwei zweite Plätze hinter Doppelsieger Daniel Sutter (Schweiz).

Im Yamaha-R6-Dunlop-Cup, in dem Reiterberger früher den Gesamtsieg geholte hatte, setzte sich Ville Valtonen (Finnland) vor Toni Riedel (Mühlauf) und Dominik Engelein (Leverkusen) durch.

Einen starken Einstand gab in der Supersport-Klasse der Waldkraiburger Luca Grünwald: Der amtierende Meister der Moto-3-Klasse, der nun auf die großen Motorräder umgestiegen ist, kam nach Platz 7 im ersten Lauf im zweiten Durchgang sogar aufs Podest. Der 18-Jährige wurde Dritter.

Den ersten Lauf hatte Kevin Wahr (Nagold/Yamaha) vor Roman Stamm (Schweiz/Kawasaki) und Stefan Kerschbaumer (Mühlheim/Yamaha) zu seinen Gunsten entschieden. Fünfter wurde Jed Metcher (Australien) vom Passauer Team Suzuki Mayer, Grünwald kam auf Platz 7. Im zweiten Lauf gewann Stamm vor Wahr, und mit nur knapp vier Sekunden Rückstand auf Stamm sicherte sich Grünwald seinen Podestplatz.

In der Klasse Moto 3 strebt Bryan Schouten (Niederlande) nach seinem Doppelsieg die Nachfolge Grünwalds als Titelträger an. In der Nachwuchsklasse ADAC Junior Cup, aus der ein Großteil der deutschen Spitzenfahrer hervorgegangen ist, setzte sich Lukas Tulovic (Ebersbach) vor Christian Stange (Heidenau) und Gabriel Noderer (Thalmässing) durch. Bester südbayerischer Pilot war Matthias Meggle (Reicholzried/Team ADAC Südbayern) als Sechster, schnellstes Mädchen war Ricarda Neubauer (Bad Windsheim) als Zehnte im Feld über 30 Teilnehmer. who