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Tobias Angerer engagiert sich

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Tobias Angerer, ein »Gesicht der Spiele«, (hier vor dem neuen Kampagnenmotiv der Special Olympics) 2015 freut sich schon auf die Veranstaltung in Inzell. (Foto: Wegscheider)

Eine besondere Freude für die Verantwortlichen der Special Olympics 2015 in Inzell ist es, den ehemaligen Traunsteiner Langläufer Tobias Angerer als Botschafter für die nationalen Winterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung mit im Boot zu haben. Angerer (SC Vachendorf) war selbst mehrere Male bei Olympia am Start und gewann insgesamt vier Medaillen. Er verbuchte zudem mehrere Podestplätze bei Nordischen Skiweltmeisterschaften. Bereits im Jahre 2009, als die Special Olympics erstmals in Inzell stattgefunden hatten, war der ehemalige Weltklassesportler mit im Boot und sprach den Eid bei der Eröffnungsfeier. Anlässlich der Eröffnung des neuen Kampagnenmotivs bei der ersten offiziellen Pressekonferenz gab es die Möglichkeit für ein kurzes Interview.


Wie kommt man als Spitzensportler zur Aufgabe als Sonderbotschafter für Menschen mit geistiger Behinderung?

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Tobias Angerer: Ich bin heuer im Frühjahr gefragt worden, ob ich Sonderbotschafter für die Special Olympics Bayern werden möchte und ich habe sofort zugesagt. Ich habe während meiner langen Karriere tolle Momente und Erfahrungen sammeln dürfen. Jetzt kann ich auch auf diesem Weg etwas zurückgeben und die jungen Leute unterstützen, die trotz ihrer Behinderung gerne Sport treiben.

Was bedeutet es für Sie, Sonderbotschafter für Menschen mit geistiger Behinderung zu sein?

Angerer: Für mich schließt irgendwie sich der Kreis, denn 2009 habe ich bereits mit der Sportlerin Kathrin Schäfer den Eid der Athleten sprechen dürfen und das war für mich eine sehr schöne Erfahrung. Außerdem ist es etwas Besonderes für mich, denn die Spiele finden in meiner Heimat und im Winter statt, das passt einfach.

Können Sie sich noch gut an die damaligen Spiele erinnern?

Angerer: (lacht) Ja wirklich gut, denn es war ein ziemlich stressiger Tag. Ich bin gerade aus Liberec von der Siegerehrung bei der WM gekommen (Anmerkung der Red. 3. Platz beim 50-km-Lauf), dann war die Eröffnungsfeier bei den Special Olympics bei strömendem Regen und anschließend musste ich nach München zu Blickpunkt Sport. Somit hatte ich keine Zeit zum Langweilen, aber ich habe es trotzdem sehr genossen.

War die Stimmung sehr gedrückt bei der Eröffnung wegen des schlechten Wetters?

Angerer: Im Gegenteil, die Stimmung war super. Alle haben mitgefeiert. Die Sportler waren voller Euphorie und die Vorfreude auf die anstehenden Wettkämpfe riesengroß. Man hat nur begeisterte Gesichter gesehen, da hat der Regen keinen Abbruch getan.

Und wie ist Ihre Erwartungshaltung in diesem Jahr?

Angerer: Es wird bestimmt wieder so ein Erlebnis. Allein schon das Fotoshooting mit Stefan und Tanja für das Kampagnenmotiv war sehr lustig und wir hatten jede Menge Spaß. Das perfekte Foto war auch gleich im Kasten.

Werden Sie bei den Spielen selbst auch vor Ort sein?

Angerer: Natürlich versuche ich mir Wettkämpfe vor Ort anzuschauen. Darüber hinaus hat mich Stefan herausgefordert, mit ihm ein Rennen zu fahren. Allerdings haben wir noch nicht festgelegt, ob ich mit Langlaufski oder Alpinski fahren muss.

Haben Sie nach Ihrer aktiven Karriere sonst auch noch mit jungen Menschen zu tun?

Angerer: Derzeit bin ich Berater für die Gaumannschaft Langlauf und mache auch ab und zu ein Training, wenn das die Zeit erlaubt. Es ist insgesamt eine sehr homogene Truppe – und alle sind sehr motiviert. hw