weather-image
12°

Theresa Christofori aus Ruhpolding holt den Titel

3.3
3.3
Bildtext einblenden
Die Ruhpoldingerin Theresa Christofori – die in der Fußball-Bezirksoberliga für die DJK Traunstein spielt – bewies bei der Fußballgolf-Europameisterschaft, dass sie sehr gut mit dem Ball umgehen kann und holte sich den Titel vor zwei Däninnen. (Foto: Wegscheider)

Man musste nicht nur gut mit dem Ball umgehen können, sondern auch ziemlich wetterfest sein. Dann hatte man gute Möglichkeiten, sich bei der Fußballgolf-Europameisterschaft in Inzell an der Spitze zu platzieren.


27 Damen und 126 Herren aus neun Nationen versuchten, den Ball mit möglichst wenig Versuchen ins Loch/Netz zu spielen. Auch aus der Region stellten sich einige Teilnehmer dieser Herausforderung und verzeichneten tolle Erfolge. Theresa Christofori aus Ruhpolding wurde Europameisterin und Mande Scheurl landete bei den Herren nach einem zweiten starken Tag auf Platz vier.

Anzeige

Am ersten Tag waren die Platzverhältnisse noch ausgezeichnet, aber Dauerregen tags darauf bedeutete, dass höchste Konzentration und viel Gefühl nötig waren. Am zweiten Tag wurde in umgekehrter Reihenfolge des ersten Tages gespielt und somit blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Spannender Kampf bei den Damen

Bei den Damen gab es von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Lokalmatadorin Theresa Christofori und Tanja Kristiansen aus Dänemark. Mit einer starken letzten Runde auf dem Premiumplatz konnte die Ruhpoldingerin die starke Dänin noch von Platz eins verdrängen.

Christofori war vier Jahre in der Jugend des FC Bayern und verbesserte dort ihre Fähigkeiten beim Fußballspielen. Das kam ihr nun zugute. Vor allem auf dem Premiumplatz konnte sie ihre starke Schusstechnik besonders gut ausspielen. Kristiansens Landsfrau Camilla Vansgaard verbesserte sich mit einer starken Schlussrunde noch von Rang fünf auf drei. Die weiteren heimischen Teilnehmerinnen Angie Dichtler aus Inzell und Julia von Bötticher aus Ruhpolding kamen auf die Plätze 20 und 21.

Bei den Herren blieb es ebenfalls spannend. Letztlich konnte sich der Weltranglistendritte Bent Sandfeld noch von Platz drei am Vortag ganz nach vorne schieben und sich den Europameistertitel 2017 sichern. »Auch wenn das Wetter nicht gerade super ist, so läuft mein Spiel heute richtig gut«, so der Däne gegen Ende des dritten Durchgangs – und das sollte sich letztlich bestätigen. Sandfeld war bereits bei der Weltmeisterschaft 2014 in Inzell und lobte die Anlage als »schwierig, aber in einem Top-Zustand«. Schließlich gewann er mit Minus 51 nach vier Runden auf den Par-72-Plätzen vor dem Deutschen Marinus Stadler aus Berbling (-48) und seinem Landsmann Jakob Nissen (-47).

Beachtlich in Szene setzte sich Lokalmatador Mande Scheurl (-45) mit einer starken Vorstellung vor allem am zweiten Tag. »Leider habe ich am ersten Tag nicht ganz so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe. Dennoch bin ich zufrieden, denn in den jeweiligen Flights war ich mit den Besten der Welt unterwegs und konnte gut mithalten«, so der Inzeller.

Der Weltranglistenerste folgt auf Platz vier

Punktgleich mit Scheurl lagen der Weltranglistenerste Anders Bollerup aus Dänemark und der Österreicher Thomas Kirchberger gemeinsam auf Platz vier. Position sieben ging an den Deutschen Waldemar Busch (-42), worauf gleich vier Fußballgolfer einen Rang dahinter folgten. Simon Becher Jensen aus Dänemark, die beiden Deutschen Alex Kober, der am ersten Tag noch in Führung gelegen hatte, Manuel Armbruster und Johannes Huber aus Ruhpolding (alle -41).

Es waren noch einige weitere heimische Sportler am Start. Christoph von Bötticher aus Ruhpolding (Platz 12), Wolfgang Dengel aus Petting (28.), Manfred Huber und Engelbert Scheurl, beide aus Inzell auf Rang 50, Uwe Lang aus Ruhpolding (79.) und Dennis Kracker aus Waging zeigten durchaus, dass sie mit dem runden Leder umgehen können.

Insgesamt freuten sich die Sportler trotz des schlechten Wetters am zweiten Tag über eine tolle Veranstaltung. Der Schwede Erik Lundin äußerte sich stellvertretend für viele andere: »Ich bin zum zweiten Mal da und es ist sehr schön hier in Inzell. Der Platz ist zwar anspruchsvoll, aber sehr schön zu spielen.«

Bert Sandfeld wurde in Inzell auch Europameister im Doppel. Hier gewann er mit Ronnie Hansen vor den beiden deutschen Paarungen Marinus Stadler/Hans Niedermeier und Yannick Harter/Manuel Armbruster. Bei den Damen holten Sandra Mayer/Maja Kober den Titel vor der schwedischen Paarung Emelie Flink/Irene Märtensson und den beiden Däninnen Mette Stisen und Camilla Jensen.

Für Inzell waren diese Meisterschaften eine gute Werbung und nach der EM 2012 und der Weltmeisterschaft 2014 das dritte Großereignis innerhalb der vergangenen fünf Jahre. hw