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Teisendorfer Judoka vor schwerer Saison

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Vor einer schweren Saison steht der Judo-Regionalligist TSV Teisendorf. Starke Konkurrenz und einige verletzungsbedingte Ausfälle machen es der Mannschaft um Abteilungsleiter Konrad Gasser nicht leicht. Im Bild Benedikt Schmid (links) bei seinem Kampf im Vorjahr gegen Esslingen. (Foto: Wittenzellner)

»Die Liga wird dieses Jahr extrem schwer!« Gewohnt vorsichtig ist Teisendorfs Judo-Abteilungsleiter Konrad Gasser, wenn es um Prognosen und Einschätzungen geht. Bei der Regionalliga ist das besonders schwer – nicht zuletzt deshalb, weil in der Liga wieder zwei Reserve-Mannschaften (Esslingen und Großhadern) dabei sind, bei denen kaum vorherzusagen ist, in welcher Aufstellung sie antreten.


Teisendorf hatte sich im vergangenen Jahr längere Zeit mit dem Gedanken an den Aufstieg in die Zweite Bundesliga getragen. Letztlich aber hatte der TSV das Angebot des Deutschen Judo-Bundes vor dem Hintergrund des finanziellen Wagnisses und einer für die Liga nicht ausreichenden Decke an bundesligatauglichen Judokämpfern abschlägig beschieden. Unsicherheiten über die Trainingsmöglichkeiten während der Sanierungsmaßnahme der Teisendorfer Turnhalle rundeten die »Nein-Entscheidung« letztlich noch ab.

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So tritt der Tabellenvierte des Vorjahres auch in diesem Jahr in Deutschlands dritthöchster Liga an und versucht mit einem relativ ähnlichen Kader wie im vergangenen Jahr zu punkten. Allerdings bestehen einige Verletzungssorgen, wie beispielsweise bei Vitali Zeleznjak, der sich im vergangenen Jahr zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen hatte.

Am Samstag (ab 18 Uhr) geht es für den heimischen TSV gleich mit einem Auswärtskampf gegen die Zweite des Bundesligisten KSV Esslingen und den PS Karlsruhe los. An sich zwei Mannschaften, die den Teisendorfern durchaus liegen, was auch die Siege im Vorjahr (4:3 gegen Karlsruhe und 6:1 gegen Esslingen in Teisendorf) zeigen.

»Esslingen wird zuhause in diesem Jahr aber wohl deutlich stärker aufstellen«, ist sich Gasser sicher. Er betont, dass beide Begegnungen eine »ganz schwere Nummer« werden dürften.

Nicht unbedingt positiv für das Team aus dem Berchtesgadener Land ist, dass die österreichischen Ippon-Garanten wie zum Beispiel Christian Pichler (81 kg) oder Christoph Kronberger (plus 100 kg) am Samstag fehlen werden.

Dafür plant Gasser mit dem langjährigen heimischen Internationalen, Adrian Kulisch (bis 73 kg) und dem Leipziger Fabian Hubert (plus 100 kg) – Letzterer dürfte wohl ein Garant für einen Ippon-Sieg sein. Auch der mehrmalige Deutsche Meister und Militärweltmeister Kulisch ist mit seiner ganzen Mattenroutine und Erfahrung eine »Bank« in Sachen Judo.

»Wir wollen versuchen, am Samstag mindestens einen Sieg zu holen. Gleichzeitig liegt aber auch bereits ein Augenmerk auf dem 12. April«, betont Gasser. Dann steht für die Teisendorfer gegen den SV Böblingen und Harteck München ein Heimkampf an. awi