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Teisendorfer Judoka unterliegen

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Jakob Schmid (rot-schwarzer Anzug) sorgte für einen optimalen Start für Teisendorf. Doch am Ende hatten die Gegner aus Bad Homburg die Nase vorne. (Foto: Wittenzellner)

Es war der erwartet schwere Heimkampf für die Judoka des TSV Teisendorf. Nicht dass der derzeitige Tabellenzweite HTG Bad Homburg nicht zu bezwingen gewesen wäre. Aber der Gastgeber konnte den Ausfall einiger Leistungsträger nur schwer kompensieren, wenngleich Teisendorfs Abteilungschef Konrad Gasser jedem seiner Judoka einen hohen Kampfgeist und Siegeswillen bescheinigte. Dennoch sahen die rund 200 Zuschauer am Ende der 14 Kämpfe mit einem 5:9 (Unterbewertung 50:87) mit den Hessen einen klaren Sieger.


Für Teisendorf läuft erst fast alles nach Plan

Dabei lief – zumindest im ersten Abschnitt – fast alles nach Plan für die Gastgeber: Jakob Schmid (73 kg) sorgte nach knapp zweieinhalb Minuten mit einem Hüftwurf gegen den Gästekämpfer Konuralp Dursun für den ersten Ippon.

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Dem folgte der nächste Sieg durch Vitali Zeleznjak (bis 100 kg) nachdem sein Kontrahent Urs Schneider nach gut einer Minute Kampfzeit mit einer Schulterverletzung aufgeben musste. Der Kampf war praktisch schon zu Ende, da musste Simon Angerpointner (bis 90 kg) einen Festhalter von Robert Kist zulassen, der Ippon-Sieg ging an die Gäste.

Fritz Gasser (66 kg) setzte nach einer Minute und 17 Sekunden seinen Schulterwurf gegen Jörn Ahrens an, der mit einem Ippon belohnt wurde. Einen Rückschlag gab es für die Teisendorfer, nachdem Wolfgang Kettenberger (81 kg) mit einem Uchi-mata (Innenschenkelwurf) von dem Homburger Sebastian Kalenberg auf die Matte gedonnert worden war. Robert Buendowski (plus 100 kg) hatte gegen Maximilian Schaupp genauso wie Tristan Kuhlmann gegen Michel Markloff nach vier Minuten effektiver Kampfzeit das Nachsehen. So musste der TSV mit einem 3:4-Zwischenstand zufrieden sein. »Knapp wie erwartet. Aber in der 2. Runde wird es relativ schwierig« sah Gästetrainer Mario Rolle – nicht zuletzt aufgrund des Ausfalls des verletzten Judoka Schneider – die Chancen eher bei den Gastgebern.

Es kam aber anders: Maximilian Haueis (73 kg) lieferte sich mit dem Hessen Alexander Klimeck über vier Minuten ein offenes Duell. Im »Golden Score« passte er einen Moment nicht auf – sein Kontrahent setzte dem Kampf mit einem Würger ein nicht eingeplantes Ende. Zeleznjak (bis 100 kg) sorgte für einen schnellen Sieg gegen Kist mit einem Tai-otoshi (Körperwurf). Es war sein zweiter persönlicher Erfolg an dem Abend.

Der Kampf von Mario Aschbacher (90 kg) war gegen Felix Ernst schnell zu Ende: Einem fulminanten Wurf seines Gegners folgte ein Armhebel und das Abklopfen des Teisendorfer Judoka. Fritz Gasser (66 kg) hatte mit Julian Eurich viel Mühe. Nach knapp drei Minuten setzte er wieder zu einem blitzschnellen Schulterwurf an und holte seinen zweiten persönlichen Sieg an diesem 4. Wettkampftag.

Keine weiteren Siege für die Gastgeber

Das war es aber dann auch für Teisendorf: Philipp Ampletzer (81 kg) verlor gegen Kalenberg, der für den verhinderten Christoph Kronberger eingesprungene Herbert Eder (plus 100 kg) hatte gegen Lukas Storch das Nachsehen und auch Kuhlmann (60 kg) unterlag Matthias Klimeck.

»Natürlich hätte ich mir gerade auch vor eigenem Publikum einen Sieg gewünscht. Aber mehr war heute nicht drin«, zog Abteilungschef Konrad Gasser nüchtern sein Fazit. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt indes nicht: Teisendorf muss schon am kommenden Wochenende in Karlsruhe antreten, das in Backnang schwer unter die Räder kam, gleichzeitig aber einen Sieg mehr als das Team aus dem Berchtesgadener Land aufweisen kann. awi