Teisendorfer Judoka »haben kein Glück«

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Adrian Kulisch (rot-schwarzer Anzug) lieferte auch in einer höheren Gewichtsklasse eine gewohnt gute Leistung wie in früheren Saisonkämpfen ab.

»Wir rechnen uns schon was aus« – so hatte die vorsichtige Erwartung des Teisendorfer Judo-Abteilungsleiter Konrad Gasser vor dem Regionalliga-Auswärtskampf in Ravensburg gelautet. Denn zumindest gegen den Aufsteiger SV Fellbach war ein Sieg eingeplant, gegen den TSV Ravensburg war man vom Papier her ebenbürtig.


Das Fazit war dann weniger positiv: »Knapp daneben ist auch vorbei, wir haben heuer kein Glück«, meinte Konrad Gasser zu den vielen engen Einzelergebnissen. Die ersatzgeschwächte Teisendorfer Mannschaft tat sich schwer. Mit 3:4 musste sie sich den Fellbachern geschlagen geben. Das 2:4 gegen Gastgeber Ravensburg bedeutete am Ende, dass sich der TSV die weite Anfahrt von den Ergebnissen her gesehen hätte sparen können.

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Schon vor Kampfbeginn war klar, dass Teisendorf es ohne Beni Schmid und Fritz Gasser schwer haben würde. Nachdem sich auch Maxi Haueis gegen Fellbach verletzt hatte, nahm das »sportliche Unglück« seinen Lauf: EM-Teilnehmer Christoph Kronberger (plus 100 kg) musste sich gegen den Spitzenjudoka Sven Heinle mit 4:3 Passivitätsverwarnungen beugen. Max Speckbacher (66 kg), Simon Grüßer (60 kg) und Maxi Haueis (73 kg) nach Verletzung verloren ebenfalls ihre Begegnungen.

Da half der gute Einstand von Andreas Neureuther (81 kg) und der Sieg des Bad Aiblingers Robert Buendowski (bis 100 kg) nichts. Letzterer zeigte gegen Fellbach eine abgeklärte Leistung. Stark kämpfe der hochgestellte Adrian Kulisch (bis 90 kg). Trotzdem reichte auch sein Erfolg nicht für den Gesamtsieg des TSV Teisendorf gegen Fellbach.

Gegen Ravensburg fuhren nur Kronberger (plus 100 kg) und Speckbacher (66 kg) einen Ippon ein – zu wenig, um am Ende genügend Punkte auf dem Konto zu haben. Die Teisendorfer mussten die Heimreise ohne einen weiteren Mannschaftspunkt antreten und sind damit auf den 7. Tabellenplatz abgerutscht.

Am kommenden Samstag (16 Uhr) hat Teisendorf nun seinen letzten Heimkampf in dieser Saison. Ersatzweise treten die TSV-Athleten in der Bergader-Sportarena in Waging an. Die Judoka um Abteilungschef Konrad Gasser erwarten die Reserve des KSV Esslingen und den JC Heidelberg-Mannheim. Gasser plagen – wie viele andere Verantwortliche und Sportler – die Fragen nach Liga- und Strukturveränderungen, die seit Monaten diskutiert werden. Bisher herrscht jedoch keinerlei Klarheit darüber, wie es im kommenden Jahr laufen soll. »Aber wer weiß: Vielleicht bleibt am Ende doch alles beim Alten«, gibt sich Gasser gelassen. awi

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