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Teilerfolg für den DEC Inzell

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Eng ging es nicht nur vor dem Inzeller Tor zu: Am Ende traf Bad Wörishofen im Penaltyschießen und gewann das Spiel gegen den DEC mit 6:5. (Foto: Wukits)

Der DEC Inzell ist mit einem Teilerfolg in die Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga gestartet. Gegen den EV Bad Wörishofen gelang den Hausherren ein 5:5-Unentschieden. Für den Zusatzpunkt im anschließenden Penaltyschießen reichte es allerdings nicht.


Das Spiel vor rund 160 Zuschauern in der Max-Aicher-Arena begann zunächst verhalten, wobei die Gastgeber sehr diszipliniert auftraten – genau so hatte es DEC-Trainer Thomas Schwabl auch angekündigt. In der 17. Minuten gingen die etwas zielstrebiger agierenden Gäste durch Dustin Vycichio mit 1:0 in Führung. »Da haben wir ihnen dann plötzlich zu viel Platz gelassen, aber deren erste Reihe ist schon sehr stark«, so Schwabl mit der Analyse des ersten Drittels.

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Kurze Führung für den DEC Inzell

Im zweiten Drittel handelte sich Bad Wörishofen eine Bankstrafe ein, die Mannschaft war zum Bully zu spät aus der Kabine gekommen. Die Überzahl nutzte Thomas Kilian postwendend zum Ausgleich. Kurz darauf brachte Jakob Stöberl den DEC mit 2:1 in Führung. In der Folge erhöhte Bad Wörishofen den Druck, nach dem 2:2 schaffte Dominic Weiß in Überzahl mit einem strammen Schuss von der blauen Linie die erneute Führung der Gäste.

Diese bauten sie nach einer schönen Kombination noch vor der Pause zum 4:2 aus. Danach war es DEC-Goaly Peter Zeller zu verdanken, dass Wörishofen den Vorsprung nicht noch weiter ausbaute. »Wir haben immer einem Rückstand hinterherlaufen müssen und sind schließlich doch belohnt worden«, so der Trainer mit Blick auf das Schlussdrittel. In diesem schaffte Thomas Plenk nach wenigen Sekunden den Anschluss zum 3:4, doch die Freude darüber bekam sofort einen Dämpfer – 3:5.

Dieser Treffer war der Auftakt zur Inzeller Schlussoffensive, in der Dominik Wallner und Matthias Meyer die Tore zum 5:5 erzielten. Ein Querlattenknaller fand kurz darauf nicht den Weg ins Tor der Gäste. Eine halbe Minute vor Ende der Partie verhängten die Schiedsrichter einen Penalty gegen Inzell – Peter Zeller soll sein Tor absichtlich verschoben haben. Doch der Inzeller Goaly entschärfte die Riesenchance und brachte so sein Team ins Penaltyschießen um den Zusatzpunkt.

In diesem scheiterten jedoch alle drei DEC-Schützen, Marius Dörner verwandelte für die Gäste. »Da ist immer Glück dabei«, tröstete Schwabl sein Team. »Heute haben wir gesehen, dass die Abwehrarbeit bereits bei den Stürmern beginnt. Daran müssen wir weiter arbeiten. Unsere Angreifer müssen die gegnerischen Stürmer bearbeiten, dann wird es auch für die Verteidiger leichter.«

Morgen offenes Derby gegen die Trostberg Chiefs

Ob das bereits am morgigen Mittwoch im Derby gegen die Trostberg Chiefs (17 Uhr in der Max-Aicher-Arena) klappt, bleibt abzuwarten. »Natürlich ist das Derby ein besonderes Spiel. Wir sind komplett und können mit drei Reihen spielen«, verrät der Trainer. »Man kennt sich, wir wissen, auf was wir aufpassen müssen. Im Angriff sind wir nicht schlechter als Trostberg. Wir werden uns sicher nicht hinten reinstellen.«

Ähnlich sieht es der Abteilungsleiter der Chiefs, Stefan Feldner: »Wir wissen, dass wir gut spielen können. Wir haben über Weihnachten hart gearbeitet. Jetzt geht die Runde für uns neu los.« Nach dem Gesetz der Serie, wären die Chiefs mit einem Sieg dran. In der Vorrunde gab es in Inzell ein 5:1 für Trostberg und im Rückspiel drehten die Inzeller mit 5:3 den Spieß um. »Das alles sind nur Rechenspiele«, lacht Feldner. »Der Zeitpunkt passt, kein Team steckt zu diesem Zeitpunkt in einem Schlamassel. Für uns in Trostberg ist der Klassenerhalt in der Landesliga sehr wichtig«, betont der Spartenchef.

DEC Inzell - EV Bad Wörishofen 5:6 n. P. (0:1/2:3/3:1/0:1): Tore: (17.) 0:1 Vycichio; (21.) 1:1 Kilian; (22.) 2:1 Stöberl; (24.) 2:2 Simon; (34.) 2:3 Weiß; (39.) 2:4 Vycichio; (41.) 3:4 Plenk; (44.) 3:5 Hirschbolz; (46.) 4:5 Wallner; (57.) 5:5 Meyer; 5:6 Dörner. – Strafen: DEC 8+10; EV 12. – Zuschauer: 160. SHu