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Teil des Erfolgs aus dem Chiemgau

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Martin Braxenthaler hat sich in seiner Werkstatt in Surberg auch um die Renngeräte von Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster gekümmert. (Foto: S. Huber)

Zum Erfolg des deutschen Paralympics-Teams bei den Wettkämpfen in Pyeongchang (Südkorea) hat auch Martin Braxenthaler seinen Teil beigetragen: Der 46-Jährige hat sich im Vorfeld der Spiele in seiner Werkstatt in Surberg um die Monoski des Para-Skiteams gekümmert.


Vor allem das Renngerät der 25-jährigen Anna Schaffelhuber (zweimal Gold und einmal Silber), das Martin Braxenthaler in Kooperation mit einigen Firmen aus dem Chiemgau komplett aufgebaut hat, trägt die Handschrift des zehnfachen Paralympics-Siegers. Der gelernte Automechaniker werkelte viele Stunden in seiner Werkstatt an den Sportgeräten. Den Monoski von Anna-Lena Forster (zweimal Gold) hat er optimiert und auf die Bedürfnisse der 23-Jährigen zugeschnitten.

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Aufgrund der speziellen Anforderungen der Sportler mit Handicap muss das Sportgerät ganz genau angepasst werden. Das ist oft eine sehr diffizile Millimeterarbeit. »Normales Material reicht auf diesem Niveau in unserem Sport nicht mehr«, erklärt Martin Braxenthaler.

Auch der finanzielle Aufwand ist gestiegen

Durch die Professionalisierung der Paralympics ist auch der finanzielle Aufwand gestiegen. »Durch die mediale Aufmerksamkeit hoffen wir, dass sich für uns noch mehr Sponsoren interessieren und das nicht nur alle vier Jahre«, sagt Martin Braxenthaler. Er hofft deshalb, dass die Euphorie um das deutsche Paralympics-Team nach den Wettkämpfen in Pyeongchang nicht wieder schnell verpufft.

»Demnächst steht die Fußball-Weltmeisterschaft ins Haus, da interessieren unsere Erfolge niemanden mehr«, befürchtet der Co-Trainer des deutschen Teams. »Vier Wochen die Helden der Nation und dann passiert wieder vier Jahre lang ziemlich wenig.«

Dabei kämpft der deutsche Behindertensport intensiv darum, international besser zu werden und den Anschluss zu halten. »Vor allem dürfen wir den Anschluss nicht verlieren, viele andere Nationen arbeiten noch professioneller als wir«, weiß der ehemalige Ausnahmesportler.

Auf eine Reise nach Südkorea hat Martin Braxenthaler als einer von fünf Co-Trainern im deutschen Team verzichtet. »Das haben wir einvernehmlich so entschieden«, sagt er zu der Maßnahme.

Das Paralympics-Skiteam hatte sich in seinem letzten Trainingslehrgang vor dem Abflug nach Korea am Bundesleistungszentrum am Götschen und am Jenner den Feinschliff für den Erfolg geholt. Dazu haben auch die für den Skiservice verantwortlichen Karlheinz »Hasch« Vachenauer und Theo Dangl aus Bergen einen wichtigen Teil beigetragen. SHu