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Golfturnier in Ruhpolding: Auch Ricco Groß und Stefanie Böhler tragen zum Erfolg bei – Björn Kircheisen in der Nettowertung vorn

»Team Ski« um Tobias Angerer gewinnt gegen »Team Kufe«

Ein mit hochkarätig besetzten Sportlern besetztes Golfturnier veranstaltete der GC Ruhpolding. Beim Wettbewerb »Kufe gegen Ski – BMW xDrive Challenge« duellierten sich Olympiasieger und Weltmeister im Lochwettspiel. Den Sieg holte sich letztlich die Mannschaft »Ski« um Ricco Groß (Ruhpolding), den Traunsteiner Tobias Angerer (SC Vachendorf) und Stefanie Böhler (Stützpunkt Ruhpolding).

Der Topflight des Turniers mit (von links): Bruno Spengler, Fabian Winkler, Dominic Foos, Ricco Groß. (Foto: BMW AG)

Es traten Wintersportler gegeneinander an, die es zusammen auf 19 Olympiasiege, 40 Weltmeistertitel und 13 Gesamtweltcupsiege bringen. Verstärkt wurden diese durch die beiden BMW-Werksfahrer und DTM-Champions Bruno Spengler (Kanada) und Martin Tomczyk (Rosenheim) sowie Europas besten Nachwuchsgolfer Dominic Foos (HCP +6).

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Im sogenannten Lochwettspiel, dem direkten Duell, traten »Team Ski« und »Team Kufe« gegeneinander an. Zum »Team Kufe« zählten die Rodel-Olympiasieger Felix Loch, Natalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie Bob-Bundestrainer Christoph Langen. Im »Team Ski« spielten neben dem bereits erwähnten Trio noch Langlaufstar Claudia Nystad, Biathlon-Ikone Fritz Fischer, Skisprung-Olympiasieger Dieter Thoma, der Bundestrainer der Nordischen Kombinierer Hermann Weinbuch, Paralympics-Legende Gerd Schönfelder und Snowboard-Weltmeisterin Isabella Laböck.

Tipps vom Golftalent

Vor dem Start demonstrierte Foos vor den staunenden Wintersportstars sein Ausnahmetalent und gab diesen wertvolle Tipps mit auf die Runde. Die größte deutsche Golfsport-Hoffnung wird mit einer Wildcard auch bei der BMW International Open (24. bis 29. Juni, Golf Club Gut Lärchenhof, Köln) an den Start gehen.

Vor dem Gebirgspanorama des Ruhpoldinger Tals lieferten sich die Sportstars spannende Begegnungen mit beeindruckenden Drives und präzisen Putts. Am Ende entschied das »Team Ski« das Lochwettspiel mit 7:4 Punkten für sich. Den Nettopreis im parallel ausgetragenen Stableford-Turnier sicherte sich der Nordische Kombinierer Björn Kircheisen mit 49 Nettopunkten.

Spengler schnellster Schütze

Den Sonderpreis »Nearest to the Line« gewann Dr. Gesine Krüger, Generalärztin der Streitkräftebasis. Im Anschluss an die Golfrunde wurde noch der schnellste Schütze mit dem Biathlon-Lasergewehr ermittelt: Spengler gewann mit 7,65 Sekunden.

»Wir haben sehr viele Wintersportler in unserem Golfclub, und da kam uns die Idee, dieses Turnier zu veranstalten. Doch ohne BMW als Partner wäre uns dies nicht möglich gewesen«, sagte Herbert Fritzenwenger, Präsident des GC Ruhpolding und früher selbst aktiver Biathlet und Langläufer. »Wir haben bei den Olympischen Spielen in Sotschi erstmals über die Idee gesprochen, und BMW hat uns von Anfang an bei der Organisiation und Umsetzung in allen Bereichen unterstützt«

Großen Spaß hatte an diesem Turnier auch Natalie Geisenberger: »Viele von uns kennen sich von Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen, und es hat großen Spaß gemacht, in einer ungezwungenen und netten Atmosphäre zusammen auf den Golfplatz zu gehen.«

So sah dies auch Ricco Groß (Biathlon-Trainer, viermaliger Olympiasieger, neunmaliger Weltmeister): »Wir haben in unserem Flight sehr viel gelacht«, berichtete er. »Zudem haben wir auch noch einiges gelernt. Bruno Spengler und ich haben zwar mit viel Ehrgeiz gegeneinander gespielt, doch in Dominic Foos und Fabian Winkler hatten wir zwei echte Könner im Flight, von denen wir uns beide noch einiges abgeschaut haben.«

Bruno Spengler (BMW DTM Werksfahrer, DTM-Champion 2012) lobte: »Für uns Motorsportler war es etwas ganz Besonderes, einen Tag zusammen mit Wintersportlern auf dem Golfplatz zu verbringen. Ich bin ein großer Wintersportfan. Biathlon ist für mich eine der besten Sportarten, die es gibt. Ich betreibe auch selbst Biathlon, denn es ist ein super Training. Das Skating beherrsche ich, seit ich zwölf Jahre alt bin. Mit dem Schießen habe ich vor zwei Jahren angefangen, das läuft noch nicht ganz so gut bei mir.«

»Wie ein Profi gefühlt«

Tobias Angerer (zweimaliger Gesamt-Weltcupsieger Langlauf): »Es hat riesigen Spaß gemacht. Auf der einen Seite stand natürlich die Gaudi im Vordergrund, auf der anderen Seite ging es aber schon auch ein bisschen um das Prestige. Denn schließlich sind wir alle Sportler, und ein Sportler will gewinnen. Der Platz war in einem exzellenten Zustand. Wir hatten sogar Caddies – da hast du dich schon fast wie ein Profi gefühlt.«