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»Team Maloja« überzeugte bei Dolomitenmann

Der 25. Dolomitenmann lockte wie jedes Jahr die Weltelite des Outdoor-Sports in das tirolische Lienz. Der Teamwettbewerb, bestehend aus einem Bergläufer, Paragleiter, Kanuten und Mountainbiker wird nicht umsonst als die inoffizielle Weltmeisterschaft der Outdoor-Sportarten bezeichnet. Vor einer überwältigenden Kulisse von rund 50 000 Zuschauern nahmen 125 Teams, darunter 40 Profi- und 85 Amateurteams, die Strapazen auf sich. Aus der Region standen gleich drei Teams an der Startlinie: Die »Meindl Activists« (Kirchanschöring), »Chiemseekälte« (Siegsdorf) und »Team Maloja« (Rimsting).


Von Beginn an wurde ein hohes Starttempo angeschlagen und die Favoriten, darunter der Neuseeländer Jonathan Wyatt, der Europameister im Berglauf Ahmed Arslan aus der Türkei oder der Vizeweltmeister im Berglauf, Azarya Weldemariam aus Eritrea, liefen erwartungsgemäß vorne weg.

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Nach elf Kilo- und 2000 Höhenmeter übergab Azarya Weldemariam nach 1:22:38 Stunden als Erster an seinen italienischen Teampartner Markus Prantl. Alexander Schuster, der normalerweise als Skibergsteiger im Schnee zu Hause ist, zeigt sich bereits jetzt in bestechender Form. Nach 1:38:32 Stunden erreichte der Truchtlachinger als 23., und somit schneller als so mancher Profi, das Ziel und übergab an den Paragleiter Christian Reichenberger aus Piding.

Nach einer kurzen Laufpassage mit anschließendem Start im steilen Geröllfeld musste das Tal mit dem Gleitschirm einmal überflogen werden. Danach war eine Zwischenlandung auf der Moosalm zu absolvieren und ein kurzer Berglauf mit vollem Gepäck zum nächsten Startplatz. Dieser lag etwa 300 Höhenmeter über der Moosalm. Mit Zweigen bestückt, legte Reichenberger die wohl spektakulärste Landung im Tal hin und meisterte seine Aufgabe mit Bravour. Er übergab als 19. auf den Kanuten Sebastian Schubert.

Der Augsburger machte deutlich, warum er zu den besten deutschen Kanuten zählt und brachte das »Team Maloja« mit der siebtschnellsten Kajakzeit auf den 14. Rang. Mitten in Lienz schickte Sebastian Schubert den 19-jährigen Mountainbiker Martin Kamml aus Piding auf die Strecke.

Ein langer, steiler Anstieg über 1700 Höhenmeter, versehen mit zwei Tragepassagen, waren hier zu bewältigen. Rasant ging es anschließend über die ehemalige Skiweltcup-Abfahrt auf den Lienzer Hauptplatz ins Ziel, wo hunderte Zuschauer die Athleten empfingen. Kamml überquerte als 19. die Ziellinie, was für das junge »Team Maloja« den vierten Rang unter den Amateuren und den 19. Platz in der Gesamtwertung einbrachte. Die Teams »Chiemseekälte« und »Meindl Activists« erreichten die Plätze 30 beziehungsweise 72.