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»Tag der offenen Tür« in Inzell

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Fußball-Kreisklassist SC Inzell musste nach dem 2:5 in Fridolfing vor Wochenfrist erneut eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Der TSV Grabenstätt war bei seinem 4:3-Erfolg keineswegs die bessere Mannschaft, deckte aber die Schwächen in der Inzeller Hintermannschaft schonungslos auf. Gegen Ende der Partie wurde es zwar nochmal spannend, doch mehr als der Anschlusstreffer gelang der Heimmannschaft nicht mehr.


In der 7. Minute gab Inzells Mittelfeldmotor Andi Dießbacher den ersten Warnschuss auf das Tor der Grabenstätter ab, doch Torhüter Florian Tonschütz konnte klären. Im Anschluss tat sich auf beiden Seiten nicht viel und wie aus heiterem Himmel fiel in der 18. Minute die Führung der Gäste. Florian Wiesholler tankte sich von der linken Seite nach innen und sein harter platzierter Schuss aus 16 Meter ins rechte untere Eck war unhaltbar für Torsteher Christian Strobl.

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Inzell fand kein angemessenes Mittel gegen die gut stehenden Grabenstätter. Mehr ein Zufallsprodukt, dafür umso schöner, war der Ausgleich der Gastgeber in der 25. Minute. Lukas Lackner zog aus 25 Meter aus halb rechter Position ab und seine Bogenlampe landete präzise im TSV-Netz zum 1:1.

In der Folge tat sich relativ wenig und Torraumszenen waren Mangelware. Ein Freistoß von Michi Schaffler, der knapp neben das Tor ging, war noch das Glanzlicht zu dieser Zeit. Auch die Gäste verzeichneten vor der Halbzeit nur noch eine gute Aktion, aber der Schuss von Manuel Schnurrer zischte am linken Pfosten vorbei.

In der zweiten Hälfte setzte der SC Inzell das erste Ausrufezeichen. Ein Pass in die Tiefe von Michi Schaffler kam zu Armin Dumberger, doch der machte einen Haken zu viel und Torhüter Tonschütz konnte klären. Aus der ersten guten Aktion machten die Grabenstätter gleich ihren zweiten Treffer. Einen Eckball in der 57. Minute von Thomas Spiegelberger verwandelte Sepp Langbauer aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:2.

Alex Bondariu hätte die Partie vorzeitig entscheiden können. Zweimal stand er Inzells Torhüter Christian Strobl in einer Eins-zu-Eins-Situation gegenüber, doch jedesmal zeigte der Schlussmann seine Klasse und parierte beide Male sensationell (59./61.). In der 62. Minute hatten die Inzeller Pech, als zunächst Andi Dießbacher nach tollem Solo von Michi Panitz den rechten Pfosten traf, der Nachschuss von Fabian Zeidler abgeblockt wurde und der anschließende Knaller von Michi Schaffler an einer Kopfballrettungsaktion durch Kons-tantin Klein verpuffte. Nur eine Minute später legte Schaffler für Michi Panitz auf, aber auch der hatte bei seinem Schuss um Zentimeter neben den rechten Pfosten kein Glück.

Das rächte sich, denn wieder nur eine Minute später konterten die Grabenstätter bravourös. Ein langer Ball kam auf die linke Seite zu Alex Bondariu, der flankte auf den langen Pfosten zu Konstantin Klein und der hatte keine Mühe per Kopf das 1:3 zu markieren. In der 66. Minute zeigte TSV-Torwart eine kleine Schwäche und ließ den Ball fallen. Andi Dießbacher spielte Tonschütz aus, zielte aber rechts vorbei. Besser machte es auf der Gegenseite Florian Wiesholler, der nach einem Konter über Thomas Spiegelberger das 1:4 erzielte.

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein, denn eine Minute später lief Wiesholler erneut allein aufs SC-Tor zu, aber Hubert Eicher konnte im letzten Moment klären. In der 79. Minute setzte Franz Bauregger Michi Panitz stark in Szene, der aus spitzem Winkel das 2:4 erzielte. Drei Minuten später markierte abermals Michi Panitz nach Dießbacher-Ecke per Kopf den 3:4-Anschlusstreffer.

Nun drängten die Platzherren auf den Ausgleich. Armin Dumberger setzte sich auf der linken Seite grandios durch, jedoch zirkelte Andi Panitz die Hereingabe um Haaresbreite am langen Eck vorbei. Michi Schaffler scheiterte anschließend mit einem Gewaltschuss aus 18 Meter an der Latte des Grabenstätter Tores.

So blieb es beim nicht ganz unverdienten Sieg des TSV Grabenstätt, der in den letzten beiden Spielen neun Treffer erzielt hat. Für Inzell heißt es die Defizite im Abwehrverbund abzustellen, denn sonst wird es auch in den nächsten Spielen schwer werden, den Platz als Sieger zu verlassen. hw