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Tabellenzweiter zum Derby in Ruhpolding

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Während der zweitplatzierte SC Inzell mit Torjäger Fabian Zeidler (Mitte) im Derby in Ruhpolding punkten will, spielt der SV Kirchanschöring II mit Josef Höller (links) und Sebastian Stöwe beim SC Vachendorf um den Sieg. (Foto: Wukits)

Der SV Ruhpolding muss sich zum Start in die Rückrunde der Fußball-Kreisklasse IV gleich in einem schweren Derby beweisen: Mit dem SC Inzell ist der Tabellenzweite (29 Punkte) am Samstag um 16 Uhr zu Gast beim SVR (9. Platz/16). Inzells Trainer Jürgen Biermaier freut sich bereits auf das Derby: »Das ist immer etwas Besonderes, da sind beide Mannschaften hoch motiviert.« Zudem müssen die Gäste fast keine Ausfälle kompensieren, Michael Schaffler fehlt rotgesperrt. Mit nur zwei Punkten Rückstand hat Inzell weiter den Spitzenplatz der Liga im Visier, den der BSC Surheim belegt. Während Ruhpolding zuletzt mit einem 3:2-Sieg gegen den SV Kirchanschöring II Selbstvertrauen für das Derby getankt hat, kam Inzell nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen den SV Oberteisendorf hinaus.


Der SVO (4./22) tritt am Samstag um 15 Uhr beim SB Chiemgau Traunstein II (12./11), dem Mitabsteiger aus der Kreisliga, an. Die Traunsteiner haben in der Hinrunde nur halb so viele Punkte geholt wie Oberteisendorf, nach dem torreichen 5:5-Unentschieden beim ESV Freilassing II muss der SBC II weiter auf seinen ersten Auswärtssieg der Saison warten. Dafür holte der SBC II aber in den letzten zehn Minuten einen 1:5-Rückstand auf.

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Der SBC II »hat große Moral bewiesen«

»Die Mannschaft hat große Moral bewiesen«, lobt Traunsteins Trainer Gerry Straßhofer. »Diese letzten zehn Minuten machen Hoffnung.« Die Spieler hätten gezeigt, dass sie aus dem Tabellenkeller raus wollen. »Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns defensiv festigen und weniger Gegentore bekommen«, meint der SBC-II-Trainer. »Nach vorne spielen wir gut und gegen Oberteisendorf ist sicher was machbar.« Dabei sollen auch Spieler aus der Ersten Mannschaft helfen, weil das Landesliga-Team am Wochenende spielfrei ist.

»Wir haben da auch noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen«, sagt Gerry Straßhofer. Das gewannen die Oberteisendorfer mit 6:5. »Wir waren die bessere, aber nicht die glücklichere Mannschaft«, sagt der Traunsteiner Trainer. Das soll sich dieses Mal ändern.

Eine Hinspiel-Niederlage musste auch der ASV Grassau gegen den BSC Surheim einstecken (0:3), die Revanche am Samstag um 15 Uhr wird jedoch keine einfache Aufgabe. Grassau ist als Tabellenachter (19) zu Gast beim Spitzenreiter (31). Allerdings hat Surheim auswärts zwar alle sechs Spiele der Hinrunde gewonnen, zu Hause musste der Tabellenführer aber schon zwei Niederlagen einstecken – erst am vergangenen Wochenende unterlag Surheim dem ASV Piding mit 3:4.

Piding ist dem Spitzen-Duo als Tabellendritter auf den Fersen, allerdings trennen den ASV (23) noch 6 Punkte vom SC Inzell. Beim TSV Fridolfing (5./22) will der ASV am Samstag um 15 Uhr nicht nur sein Punktekonto aufbessern, sondern auch einen weiteren Verfolger auf Distanz halten. Fridolfings Trainer Bernhard Zeif erwartet ein »Duell auf Augenhöhe«, auch wenn die personelle Situation bei den Gastgebern weiterhin sehr angespannt ist: Torwart Michael Haas hat sich eine Beckenprellung zugezogen und Markus Haager eine Gehirnerschütterung.

Gegen Piding sei eine »sehr konzentrierte Mannschaftsleistung erforderlich«, betont Bernhard Zeif. »Einfache Fehler wie zuletzt wird Piding bestrafen.« Mit Peter Freimanner haben die Gäste immerhin den zweitbesten Torschützen der Liga (15 Treffer) in ihren Reihen. Von seiner Mannschaft erwartet Bernhard Zeif deshalb viel Einsatz: »Laufbereitschaft, Konsequenz in allen Bereichen, Aggressivität und gutes Verhalten gegen den Ball werden von Nöten sein, um dem ASV alles abzuverlangen.« Immerhin hat Fridolfing mit seinem 3:2-Erfolg gegen den TSV Berchtesgaden (14./6) den dritten, wenn auch knappen, Sieg in Folge gefeiert.

Berchtesgaden muss im Kellerduell punkten

Für das Tabellenschlusslicht war das bereits die elfte Niederlage der Saison, auswärts hat Berchtesgaden noch keinen einzigen Punkt geholt, deshalb wäre ein Sieg im Kellerduell beim ESV Freilassing II (13./8) am Sonntag um 15 Uhr für die Berchtesgadener umso wichtiger. Freilassing hat gegen den SB Chiemgau Traunstein II zuletzt eine 5:1-Führung aus der Hand gegeben.

Das Unentschieden hat jedoch auch den Traunsteinern nicht geholfen, die immer noch den Abstiegs-Relegationsrang belegen. Der SBC II kann den Sprung vom Relegationsplatz schaffen, wenn der FC Bischofswiesen (11./13) heute, Freitag, patzt. Bereits um 18.30 Uhr ist der SC Anger (6./21) zu Gast beim FCB, der nach der 1:4-Niederlage beim SC Vachendorf am vergangenen Wochenende wieder Richtung Abstiegsplätze gerutscht ist.

Vachendorf (10./15) hat durch den Sieg mit Bischofswiesen den Platz getauscht und will im Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Kirchanschöring II (7./20) gleich die nächsten Punkte nachlegen, während die Gäste schnell die 1:3-Niederlage gegen den SV Ruhpolding vergessen machen wollen.

Eine schwere Aufgabe wartete auch auf den TSV Traunwalchen in der Fußball-Kreisklasse III: Das Schlusslicht (5) muss nach einem spielfreien Wochenende am Sonntag um 15 Uhr beim drittplatzierten FC Perach (21) antreten. jom