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Tabellenführer kommt zur Heimpremiere des SB Chiemgau

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Er trug mit einer starken Leistung im Eröffnungsspiel zum Sieg des SB Chiemgau in Kirchanschöring bei: Max Bauer (links), hier vor Yunus Karayün. (Foto: Zucker)

Traunstein – Der SB Chiemgau Traunstein kann zu seiner Heimpremiere in der Fußball-Bayernliga Süd gleich einen Leckerbissen präsentieren, denn mit dem TSV Rain gibt der erste Tabellenführer der neuen Saison am heutigen Freitag (19 Uhr/Jakob-Schaumaier-Sportpark) seine Visitenkarte beim Aufsteiger ab.


Die Kicker vom Lech servierten am vergangenen Wochenende den BCF Wolfratshausen mit 4:1 ab. Da auch der SBC die offizielle Eröffnungspartie der Liga (1:0 in Kirchanschöring) erfolgreich gestalten konnte, kommt es heute zum Duell zweier Auftaktsieger.

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»Das Tor in Kirchanschöring (erzielt in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Linksschuss aus acht Metern ins lange Eck, d. Red.) war natürlich ein sehr wichtiges, aber ich hoffe natürlich, dass ich auch in dieser Liga noch ein paar weitere folgen lassen kann«, schmunzelte Traunsteins Derby-Siegesgarant Maxi Probst. Er möchte auch gegen die Elf von Trainer Karl Schreitmüller treffen.

Da sein Stürmerkollege Stefan Mauerkirchner noch nicht ganz fit ist, ruhen die Offensivhoffnungen des Vizemeisters der Landesliga Südost auch diesmal wieder auf dem 27-Jährigen. Beide teilten sich ja in der vergangenen Landesliga-Saison mit jeweils zehn Treffern Rang eins in der SBC-internen Torschützenliste.

Dritter dieser Wertung wurde übrigens Patrick Schön (7 Einschüsse), der die Mannschaft auch als Kapitän in die 5. Liga führte. Doch zuletzt in Kirchanschöring kam »Paddy« nur von der Bank. Sollte sich Cheftrainer Jochen Reil auch heute wieder in Sachen Startelf gegen ihn entscheiden, dann wird sich auch diesmal wieder Max Bauer die Spielführerbinde überstreifen, zumal er nach seiner starken Vorstellung in der Vorwoche gesetzt sein dürfte. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er in dieser Woche nicht voll trainieren konnte.

Bauer machte nicht nur in der Defensive seine Sache sehr gut (wie im Übrigen auch seine Kollegen), sondern setzte mit seinem Einschalten in die Offensive viele weitere Akzente. Stets gefährlich waren auch seine weiten Einwürfe, meist auf den Kopf des baumlangen Alex Schlosser, denn aus diesen Situationen resultierte lange Zeit die größte Gefahr für den SVK-Kasten.

Darin sieht Bauer selbst ein Manko seines Teams, das heute abgestellt werden soll. »Unsere Leistung war fürs Erste schon in Ordnung«, erklärte der 30-jährige Defensivmann, »trotzdem gibt es noch Luft nach oben.« Vor allem das Tempo bei eigenem Ballbesitz habe ihm gefehlt, so der Kapitän, »außerdem haben wir schlampige Bälle gespielt, müssen einfach besser und schneller nach vorne spielen, um mehr Tormöglichkeiten zu kreieren.«

Im Eröffnungsspiel kamen die Traunsteiner erst in den letzten 20 Minuten zu nennenswerten Chancen – sollte sich das heute nicht bessern, wird man gegen den starken Ex-Regionalligisten wohl Lehrgeld zahlen müssen. »Wir hatten ja nicht deshalb so wenig Chancen, weil Kirchanschöring in der Abwehr so stark war, sondern weil wir zu wenig Zug in unseren Aktionen hatten«, äußert Bauer Selbstkritik.

In der letzten halben Stunde deutete auch Linor Shabani, Neuzugang vom Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim, mit gelungenen Aktionen an, dass er eine echte Verstärkung werden kann. »Er hat Potenzial – das hat man gleich gesehen«, meinte der SBC-Vorsitzende Prof. Dr. Engelbert Thaler. Auch der Vereinsboss war mit dem ersten Auftritt in der neuen Spielklasse zufrieden, obwohl er – wie viele andere Fans auch – gerne mehr Powerfußball als taktisches Geplänkel gesehen hätte. »Da werden wir daheim sicher eine Schippe drauflegen«, gibt er sich zuversichtlich, dass der jüngste Dreier keine Eintagsfliege bleibt.

Auf Rainer Seite sollten die SBC-Kicker vor allem Marko Cosic und Marco Friedl im Auge behalten, denn beide schnürten zum Auftakt einen Doppelpack. Für ein paar Rainer wie etwa den rührigen Teammanager Michael Ruisinger ist es übrigens die zweite Fahrt in den Landkreis binnen acht Tagen (einfach etwa 230 Kilometer), denn sie waren als Ehrengäste beziehungsweise »Spione« am vergangenen Freitag in Kirchanschöring, wo sie sich ein Bild von der Leistungsstärke ihres heutigen Kontrahenten machen konnten. In der Region keine Unbekannten sind auf Rainer Seite auch der frühere Rosenheimer 1860-Torwart Kevin Maschke (30 Jahre) und der 20-jährige Ex-Unterhachinger Michael Krabler.

Für Spannung ist also gesorgt heute Abend im Jakob-Schaumaier-Sportpark, der bereits um 17 Uhr seine Pforten öffnet. Da wird unter anderem ein Jako-Torwandschießen durchgeführt, bei dem es auch schöne Preise zu gewinnen gibt. Zudem hofft SBC-Pressesprecher Peter Mallmann auf großen Zuschauerandrang und bittet deshalb die Besucher, die bekannten weiträumigen Parkmöglichkeiten zu nutzen. »Am Stadion selbst wird es eng werden.« cs