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Maximilian Vogl wird am morgigen Samstag zum letzten Mal das Trikot des SV Kirchanschöring tragen. Der Defensivmann beendet seine sportliche Laufbahn aus beruflichen Gründen. (Foto: Butzhammer)

SVK-Finale: Alles kommt in Tracht

Auch wenn es rein sportlich gesehen nur noch ums Prestige geht, so wird das Saisonfinale beim Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring doch eine absolut runde Sache: Zur Heimvorstellung gegen den TSV Landsberg (Samstag, 14 Uhr, Stadion an der Laufener Straße) sollen möglichst alle Beteiligten – Spieler, Verantwortliche, Zuschauer – in Tracht erscheinen um das Match gegen die Lechstädter und den anschließenden Abend mit Abschlussfeier zu einer bayerischen Party werden zu lassen. »Alle in Lederhosen und Dirndl – das wird eine Riesengaudi«, freut sich Thomas Dengel aus dem SVK-Abteilungsleiter-Team auf den Saisonausklang. Doch damit noch lange nicht genug: Die Mannschaft möchte sich an diesem 38. und letzten Spieltag bei ihren so zahlreichen und treuen Fansbedanken und spendiert 100 Liter Freibier. 


Es ist also angerichtet für ein prächtiges Spektakel als grandiosen Abschluss der bislang besten »Anschöringer« Bayernliga-Saison. »Wir sind sehr glücklich, dass wir so eine starke Runde gespielt haben«, so Dengel, »wichtig ist aber auch der Meistertitel unserer ,Zweiten‘ in der A-Klasse und dass die A-Junioren den Verbleib in der Bezirksoberliga schaffen werden, wovon ich überzeugt bin. Unser Nachwuchs wird dann ab der nächsten Saison nicht mehr als JFG Salzachtal, sondern wieder als SV Kirchanschöring im Spielbetrieb vertreten sein.«

In der neuen Saison – bei den Gästen wird dann Ex-»Löwen«-Torjäger Sascha Mölders als Spielertrainer fungieren – peilen die Gelb-Schwarzen dann laut Dengel »einen einstelligen Tabellenplatz« an, auch wenn er nebenbei bemerkt, »dass du sowieso erst mal die 40 Punkte für den Klassenerhalt beisammen haben musst, um weiter nach vorne zu schauen«.

Dengel sei auch sehr stolz, dass nicht nur Cheftrainer Mario Demmelbauer (seit einem Jahr im Amt) einen Vertrag bis Sommer 2024 hat, »sondern auch ungefähr 15 Spieler, die meisten anderen immerhin bis 2021 – die Weichen sind also gestellt, die Mannschaft wird beisammen bleiben«. Dass es Ausnahmen gibt, ist in diesem knallharten Fußballgeschäft natürlich völlig normal, und so werden am morgigen Samstag auch drei Mann verabschiedet: Lukas Pöllner wechselt drei Etagen nach unten zum Kreisligisten TSV Teisendorf, Maximilian Vogl beendet seine sportliche Laufbahn (beide vor allem auch aus beruflichen Gründen), und Yasin Gürcan wird den SVK ebenfalls verlassen. »Sein Vertrag läuft aus, ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ihn wieder nachÖsterreich zieht«, meint Dengel.

Doch die scheidenden Akteure werden natürlich durch entsprechende Neuzugänge aufgefangen. Jüngster Coup des SVK-Managements: Von Union Ostermiething, dem von Robert Berg trainierten oberösterreichischen Landesligisten, kommt Christoph Wengler. Der Mittelfeldmann (Jahrgang 2001) ist vielseitig einsetzbar, »ich würde ihn mal als Box-to-Box-Spieler bezeichnen«, sagt Dengel, der mit ihm am Mittwochabend letzte Details klären konnte.

Zuvor waren schon Thomas Leberfinger (TSV Buchbach/Innenverteidiger), David Lobendank (SV Erlbach/Rechtsverteidiger oder Mittelfeld) und Dominik Auerhammer (TSV 1860 München U 19/Innenverteidiger oder Mittelfeld) verpflichtet worden. Zudem rückt Offensivmann Jonas Kronbichler (derzeit wegen eines Zehenbruchs außer Gefecht) aus der U 19 endgültig in den Herrenbereich auf.

»Die Bayernliga-Saison 2022/23 wird auch der Wahnsinn: 1860 Rosenheim und Schalding-Heining kommen von oben, vielleicht auch Memmingen, Erlbach kommt von unten – da gibt es auf alle Fälle wieder heiße Duelle«, fiebert Dengel schon jetzt der kommenden Spielzeit entgegen. Im Rahmen der Vorbereitungsphase bittet er die Fans, sich den 3. Juli schon mal rot (oder auch gelb-schwarz) im Kalender anzustreichen, dann nämlich veranstaltet der SVK im Stadion an der Laufener Straße den Siloking-Cup mit dem SV Wacker Burghausen, ESV Freilassing und SV Kay.

cs

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