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SVK-Aufstieg »wäre ein Traum«

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Der Aufstieg in die Bayernliga ist zum Greifen nah: Torjäger Sebastian Leitmeier möchte sich diesen Traum mit dem SV Kirchanschöring erfüllen. (Foto: Butzhammer)

Noch ist Winterpause in der Landesliga Südost. Trotzdem ist Spitzenreiter SV Kirchanschöring auch in der fußballlosen Zeit in aller Munde. Im Februar starten die Gelb-Schwarzen in die Vorbereitung auf eine der interessantesten Frühjahrsrunden der Vereinsgeschichte. In den restlichen zehn Spielen wird nämlich die Frage beantwortet, ob der SVK in der Saison 2015/16 in der Bayernliga kickt. Wir haben Torjäger Sebastian Leitmeier mit einigen Fragen konfrontiert. Der Stürmer aus Altenmarkt fand sich ja in dieser Saison oftmals nur auf der Ersatzbank wieder. Für den Torschützenkönig der Landesliga-Spielzeit 2012/13 und Zweiten von 2013/14 war das sicherlich keine leichte Situation.


Ihr steht überragend da, seid Wintermeister. Aber das war ein weiter Weg. Im Frühling 2014 lief es nicht besonders gut, erst im Herbst wirkte die Mannschaft wie ein eingeschworener Haufen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

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Leitmeier: Ja, wir stehen wirklich super da – das hätte von uns vor einem halben Jahr auch noch keiner geglaubt. Nur unser Cheftrainer Patrick Mölzl war von Anfang an überzeugt, dass wir das Zeug haben, ganz oben zu stehen. Im Frühling war durch den Trainerwechsel für uns noch vieles neu, wir haben uns alles Schritt für Schritt hart erarbeitet. Wie man sieht: mit Erfolg. Wir sind eigentlich schon immer ein ziemlich eingeschworener Haufen gewesen. Ich glaube, dass die Trainer zudem großen Anteil daran haben, wie sie uns von Spiel zu Spiel auf den Gegner einstimmen und motivieren.

Es war kein leichtes Jahr für Sie persönlich. Der System-Wechsel im Spielaufbau kam Ihnen toremäßig nicht entgegen.

Das würde ich so nicht ganz sagen. Klar ist es für mich untypisch, »erst« zehn Tore auf dem Konto zu haben. Viele reden mich darauf an, warum ich häufig nur eingewechselt werde, das nagt schon an einem. Allerdings habe ich heuer die Sommervorbereitung fast nicht mitgemacht, dann kam diese blöde Rote Karte im Heimspiel gegen Deisenhofen. Danach war ich mit meiner Freundin und unserem Kleinen im Urlaub. Es liegt also nicht am Systemwechsel, sondern eher daran, dass ich nicht ganz so fit war wie in den letzten Jahren.

Trotzdem sind Ihre Treffer nach wie vor Gold wert...

Es war anfangs nicht leicht, immer als Joker zu kommen, doch Patrick hat dann oft mit mir geredet, mich motiviert und mir klar gemacht, wie wichtig ich in dieser Rolle für die Mannschaft bin. Es hat dann tatsächlich ziemlich oft geklappt – zum Schluss hat es sogar Spaß gemacht, wenn man gemerkt hat, wie die Gegner teilweise nervös wurden.

Sie sind vor einigen Monaten Vater geworden. Wie sehr hat das Ihr Leben verändert?

Es ist ein super Gefühl und bestimmt das schönste Erlebnis in meinem Leben. Es stellt sich von einem Tag auf den anderen alles komplett auf den Kopf. Die Nächte sind kürzer, aber das nimmt man alles gerne in Kauf, wenn man von zwei Kinderaugen angelacht wird. Ich bin ruhiger geworden, es gibt jetzt nicht mehr nur Fußball.

Was glauben Sie: Wo wird der SVK am Ende dieser Landesliga-Saison stehen?

Wenn wir unseren Weg Schritt für Schritt weiter gehen, jede Woche alles aus uns rausholen, ein bisschen Glück haben und vor größeren Verletzungen verschont bleiben, dann stehen wir am Ende ganz oben. Es wäre ein Traum, mit Kirchanschöring aufzusteigen, für mich persönlich wäre es der erste Aufstieg.

Können Sie sich vorstellen, dass in dieser Saison noch einmal so viele Fans wie zum Spitzenspiel gegen Hallbergmoos (gut 2000) kommen? Zum Beispiel wenn es gegen Eching am letzten Spieltag tatsächlich noch um etwas gehen sollte.

Wenn wir weiterhin unsere Leistung bringen und am Ende da oben stehen, dann werden wir noch einmal vor 2000 Leuten spielen dürfen – und hoffentlich brechen dann auch alle Dämme im positiven Sinne.

Und was wäre dann erst in der Bayernliga los?

Daran denke ich noch gar nicht, bis dahin ist es noch ein langer Weg. Es werden noch zehn harte Spiele, aber es macht schon Spaß, jedes Heimspiel vor mindestens 500 Zuschauern zu spielen – davon können andere Vereine nur träumen.

Das Interview führte: Michael Wengler

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