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SVK vor Herkulesaufgabe

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Er ist angeschlagen, will aber im Spiel beim SV Pullach unbedingt dabei sein: Kirchanschörings Florian Hofmann. (Foto: Butzhammer)

Eine Herkulesaufgabe steht dem SV Kirchanschöring am 37. und zugleich vorletzten Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd bevor: Die abstiegsbedrohte Mannschaft von Trainer Michael Kostner gastiert am Samstag um 14 Uhr beim Tabellendritten SV Pullach.


Da sogar der Direktabstieg noch möglich ist, sollten die Kirchanschöringer bei der Truppe mit den zweitmeisten Heim-Treffern (40/Spitzenreiter SV Heimstetten hat 53 erzielt) unbedingt punkten. Sonst könnte die Schlussrunde am Freitag nächster Woche (18.30 Uhr) beim Kellerkonkurrenten BCF Wolfratshausen – aktuell einen Zähler hinter dem SVK liegend – zu einer ausgesprochenen Zitterpartie werden.

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»In Pullach erwartet uns natürlich eine Mammutaufgabe«, sieht auch Ex-Profi Kostner die Lage realistisch, »aber ich denke, wenn wir dort mit Leidenschaft kämpfen und mutig nach vorne spielen, können wir ein Pünktchen klauen.« Beim Versuch, etwas Zählbares aus dem Isartal mitzunehmen – die Fans hätten übrigens auch gegen einen Dreier nichts einzuwenden – müssen die Gäste auf Maxi Willinger verzichten. Florian Hofmann und Maximilian Sturm sind angeschlagen, wollen aber unbedingt dabei sein. »Da müssen wir wohl bis zum Samstag abwarten, ob es bei ihnen geht«, erklärte der SVK-Übungsleiter, der mit seiner Crew aus den letzten drei Begegnungen sieben Punkte eroberte. Zudem könnte es sich positiv auswirken, dass man am vergangenen Wochenende spielfrei war und die Kräfte für den Endspurt schonen konnte.

Gerade in fremden Stadien haben die Kirchanschöringer dank taktisch disziplinierter Spielweise immer wieder für gute Ergebnisse, teils sogar dicke Überraschungen gesorgt, was sich in Platz zehn der Auswärtstabelle niederschlägt. Warum also sollte es der Mannschaft um Kapitän Albert Eder nicht gelingen, den bisherigen sechs Auswärtserfolgen in Augsburg (2:1), Vilzing (3:2), Sonthofen und Ismaning (jeweils 2:0), Landsberg (3:0) und Kornburg (1:0) einen siebten Dreier in der Fremde hinzuzufügen?

Insofern könnte es sich im Nachhinein sogar als »Volltreffer« erweisen, dass die Kirchanschöringer wegen ihrer Platzsanierung (inklusive Installation einer Flutlichtanlage auf dem Hauptspielfeld an der Laufener Straße) die Saison mit vier Auswärtsspielen beenden müssen. Für die Spielzeit 2018/19 – egal ob in der Bayern- oder nur in der Landesliga – sollte man sich dann jedoch unbedingt vornehmen, das heimische Publikum wieder mal mit zahlreichen Siegen zu verwöhnen. cs