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SVK stellt dem Primus ein Bein

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Die Fußballer von Landesligist SV Kirchanschöring haben dem Spitzenreiter SC Eintracht Freising in der Landesliga Südost eindrucksvoll ein Bein gestellt und die Münchner mit 3:0 bezwungen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb 14 Tagen bekam es der SVK mit einem Team aus dem Toptrio zu tun, doch auch gegen den Tabellenprimus blieb die »Heimfestung« bestehen, was »zum einen an der tollen Moral der Mannschaft liegt, als auch am Publikum hier in Kirchanschöring«, so Trainer Günter Heberle.


Der Respekt voreinander war sichtlich groß, so traten beide Teams sehr kompakt und hochkonzentriert auf. Raum schenkten sich die Kontrahenten keineswegs. Es entwickelte sich eine temporeiche Landesliga-Begegnung, in der es allerdings etwas dauerte, bis es auch im Strafraum heiß her ging. Und wie es oft so ist in ausgeglichenen Duellen, musste ein Standard herhalten, wobei der SVK bereits in den letzten Wochen seine Qualitäten bewiesen hatte. Der agile Christian Jäger wurde bei einem seiner zahlreichen Dribblings von Christian Trasberger abermals unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoß zirkelte Jäger selbst in Richtung kurzes Eck, von der Mauer prallte das Leder allerdings in Richtung Torwarteck. Schlussmann Jan Kapitz – er war schon in Richtung andere Ecke unterwegs – konnte nicht mehr schnell genug reagieren und musste zusehen, wie der Ball zum 1:0 in die Maschen trudelte.

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Unmittelbar danach hätte es sogar 2:0 stehen können, doch Albert Eder verfehlte das Tor nur knapp. Zudem entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Die beste Freisinger Gelegenheit verzeichnete Andreas Pflügler. Nachdem sich Michael Bahe einen Diagonalball gut erlaufen und den Ball zur Mitte gebracht hatte, rauschte Pflügler haarscharf am Leder vorbei, da SVK-Torwart Dennis Kracker seine Finger im Spiel hatte (32.).

Im zweiten Durchgang rückte vor allem der Unparteiische ins Rampenlicht. Er verwehrte den Gelb-Schwarzen einen Elfmeter, als Sebastian Leitmeier von Xandi Köberich per Flankenball bedient worden war, von seinem Gegenspieler aber nach vorne weggeschubst wurde. »Wir haben uns trotz schwieriger Schiedsrichterentscheidungen nicht aus dem Konzept bringen lassen und weitergemacht. Dafür ein Kompliment an die Mannschaft«, so Günter Heberle.

Zwischen der 68. und 73. Minute wurde es besonders dramatisch. Sebastian Leitmeier eroberte sich in der Freisinger Hälfte den Ball und versetzte Manuel Haupt, der ihn foulte. Der Schiedsrichter entschied allerdings auf Vorteil, da der Ball zu Köberich sprang, der zum vermeintlichen 2:0 einschob. Doch der Schiedsrichter-Assistent hatte die Fahne oben. In Rücksprache mit ihm gab der Referee nachträglich den Freistoß, zückte für die »Notbremse« allerdings keine Karte (68.).

Es blieb also beim 1:0, doch zwei Minuten später entschied der Unparteiische auf Elfmeter, als Joker Tom Dengel im Strafraum gezogen wurde. Köberich zimmerte das Leder zum 2:0 ins Netz. Abermals nur zwei Minuten später machten zwei Aktivposten des SVK den Sack endgültig zu. Xandi Köberich bediente bei einem Flankenlauf Christian Jäger, der seinen Gegenspieler fein überhob und auch Kapitz keine Chance ließ – ein tolles Tor.

Das war die Entscheidung. Letztendlich sahen die 326 Zuseher ein enges Landesliga-Match, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. »Mit den Zuschauern im Rücken fällt es uns leichter, an die letzten Prozent zu gelangen. Und die geben in dieser Liga dann auch den Ausschlag«, so Günter Heberle. Eine Aufgabe haben die Gelb-Schwarzen vor der Winterpause allerdings noch vor sich, die da heißt TSV Waldkirchen. bts