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Daniel Beckel (rechts, hier im Duell mit Timo Schmidhuber), einer der Nachwuchskräfte bei SV Kirchanschöring, durfte im Testspiel gegen den SSV Eggenfelden Spielpraxissammeln. (Foto: Zucker)

SVK präsentiert sich weiter in Frühform

Nach dem positiven Testspielstart beim SB Chiemgau Traunstein hat der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring auf dem Fridolfinger Kunstrasenplatz vor rund 150 Zuschauern nachgelegt und mit dem SSV Eggenfelden den nächsten Landesligisten mit 5:0 deutlich besiegt.


Auch wenn SVK-Coach Mario Demmelbauer »die Ergebnisse auf keinen Fall überbewerten will«, attestiert er seiner Truppe bislang eine »gute Vorbereitung in jeder Hinsicht«. Das liegt zum einen an den guten Bedingungen mit dem Kunstrasen in Fridolfing, aber auch an dem Engagement seiner Männer, die physisch wieder auf dem Weg sind, an das Niveau aus der Hinrunde anzuknüpfen – und das war bekanntlich ein großer Trumpf für das Überwintern auf Rang zwei.

Gegen Eggenfelden waren die Gelb-Schwarzen aber vor allem am Ball gefragt. »Wir wussten, sie würden tief stehen und dass es schwer werden würde, da durchs Zentrum zu spielen«, so Demmelbauer, der als Lösung viele Positionswechsel und Flexibilität im eigenen Offensivspiel anregte. »Die Statik und Struktur zur Absicherung vor Konter muss passen, dann kann jeder jede Position spielen.«

Das funktionierte schon gut, wodurch der SVK das Spiel unter Kontrolle hatte und früh zu Chancen kam. Manuel Omelanowsky brach über halbrechts bereits nach drei Minuten durch, sein Versuch von der Sechzehnerkante war aber noch etwas unentschlossen. Immer wieder erspielten sich die Kirchanschöringer Lücken auf außen – speziell über die rechte Seite. Über die entwischte abermals Omelanowsky und bediente den mitgelaufenen Julian Galler, der nur noch einschieben musste – 1:0 (14.). Fünf Minuten später war das Duo erneut erfolgreich: Ecke Galler, Omelanowsky per Hüftdrehstoß – 2:0. Das sah einstudiert aus, die Gegenwehr des SSV hielt sich aber in Grenzen.

Vor der Pause erhöhte Berni Mühlbacher auf 3:0. Bitter für den SVK: Mitte der ersten Halbzeit musste Aktivposten und Torjäger Omelanowsky nach einem Tritt aufs Schienbein vom Feld. Mario Demmelbauer gab am Tag nach dem Spiel aber Entwarnung: »Einen Bluterguss hat er davongetragen. Schmerzhaft, aber alles nicht so schlimm.« Omelanowsky wurde von Dominik Buxmann vertreten, der im zweiten Durchgang neben Timo Portenkirchner stürmte.

Besonders der ehemalige Saaldorfer machte auf sich aufmerksam. Im letzten Drittel war er schwer vom Ball zu trennen und besorgte mit zwei Treffern in Folge den 5:0-Endstand. Speziell sein erster Streich fiel unter die Kategorie Traumtor. Von rechts zog der Linksfuß nach innen, täuschte mehrfach den Schuss an und verlud so mehrere Gegner, die zusehen mussten, wie der Ball am Ende von halblinks mit Effet rechts oben unter der Latte einschlug (53.). Fünf Minuten später wurde Portenkirchner bei einem weiteren Sololauf im Strafraum gelegt. Den Strafstoß donnerte er persönlich unter die Latte – 5:0.

Im Anschluss durften auch einige Nachwuchskräfte beim SVK Luft bei der »Ersten« schnuppern. Horst Hummelberger, Daniel Beckel und Gabriel Mühlbacher liefen 20 Minuten auf. »Sie machen ihre Sache gut und müssen dran bleiben. Denn physisch und vom Tempo ist das natürlich ein Sprung«, betonte Demmelbauer. Neuzugang Maximilian Neumüller, der aus der Burghauser Jugend nach Kirchanschöring gewechselt ist, bot über 65 Minuten eine unauffällige, aber solide Leistung als Linksverteidiger.

bts

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