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SVK plant Dreier gegen das Schlusslicht

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Christian Schlosser (rechts) soll im Kirchanschöringer Tor dafür sorgen, dass die Heimserie gegen Wolfratshausen nicht reißt. Darauf hofft auch SVK-Kapitän Albert Eder. (Foto: Butzhammer)

Es grenzt schon fast an ein kleines Wunder: Obwohl die Personalsituation seit Wochen keineswegs rosig ist, spielt der SV Kirchanschöring eine Top-Rolle in der Fußball-Bayernliga Süd. Nach vier Spielen steht Rang fünf zu Buche, und am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr/Stadion an der Laufener Straße) könnte die Mannschaft von Patrick Mölzl mit einem Heim-Dreier gegen das punktlose Tabellenschlusslicht BCF Wolfratshausen das Zählerkonto bereits in den zweistelligen Bereich schrauben.


Das muss natürlich auch das Ziel der Gelb-Schwarzen sein, zumal die Truppe des ehemaligen 1860-Rosenheim-Trainers Patrik Peltram in der neuen Saison noch nicht richtig angekommen ist. Andererseits könnte es jedoch fatal sein, den »Edmund-Stoiber-Club« auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die »Anschöringer« müssen sich in dieser bärenstarken V. Liga jeden Sieg richtig hart erarbeiten.

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»Eine starke Leistung« von Christian Schlosser

Auch diesmal könnte die SVK-Aufstellung zu einem Puzzle werden. Zumindest konnte Mölzl, was seinen eigenen Einsatz und den von Yunus Karayün (Muskelfaserriss) betrifft, noch kein grünes Licht geben. Beim überraschenden 1:0-Sieg in Ismaning fehlten zuletzt beide Leistungsträger. »Ich hoffe, Yunus kommt bald zurück«, sagte Mölzl. Auch im Kasten musste der Ex-Profi umstellen, da weder Dennis Kracker noch Lu Hoyer zur Verfügung standen. Da Neuzugang Christian Schlosser »eine starke Leistung« (Mölzl) gezeigt hat, dürfte er auch heute wieder das Vertrauen des Cheftrainers genießen.

Der Ex-Salzburger, der in der Sommerpause vom SV Austria zu den Gelb-Schwarzen gewechselt ist, überstand seine erste Bayernliga-Partie ohne Gegentreffer und möchte heute dafür sorgen, dass auch die Heimserie (keine Niederlage, kein Gegentor) weiter anhält.

Nach dem Sieg beim FC Ismaning befürchtete Mölzl, seiner Elf würde wieder vorgeworfen werden, sie hätte nur gemauert. »Aber das stimmt nicht«, betont der 35-jährige Sohn der türkischen Fußball-Legende Erhan Önal, denn: »Wir hatten die klareren Torchancen«, ergänzt der SVK-Trainer. Der Sieg beim Landesliga-Südost-Champion sei somit auch verdient gewesen.

Auf die Jungspunde Marco Jäger (kam in Ismaning zur Halbzeit für Josef Höller) oder Martin Söll (der ehemalige Inzeller machte 90 Minuten lang ein gutes Spiel) angesprochen, die sich zurzeit sehr positiv entwickeln, sagte Mölzl nur lapidar: »Wir trainieren ja auch!« Die Jungs kämen ja nicht ins Training, »weil sie gerade nichts Besseres zu tun haben«. Insofern wäre es »fatal«, so Mölzl, »wenn da nicht irgendwann eine Leistungsentwicklung stattfinden würde«. Seine Kicker seien »wissbegierig« und es macht dem Cheftrainer Spaß, zu sehen, »dass sie funktionieren, wenn man sie reinwirft«.

Der Rückhalt der Zuschauer »war grandios«

Auch die Zuschauer spielen derzeit eine wichtige Rolle, meint Michael Wengler aus dem »Anschöringer« Medienteam. »Was sie in Ismaning für eine Mette abgeliefert haben, war der Wahnsinn. Sie haben unsere Truppe lautstark angefeuert, ihr Mut gemacht, sind richtig mitgegangen. Das hat den Jungs sichtlich gut getan.« Dass die jungen Spieler nach Fehlern nicht beschimpft, sondern aufgebaut werden, sei unheimlich wichtig, so Wengler. »Der Rückhalt in Ismaning war grandios, jetzt hoffen wir, dass es auch am Mittwoch gegen den BCF wieder so ist.«

Zum Vergleich: Die Wolfratshausener hatten bei ihrem jüngsten Heimauftritt gegen den TSV Dachau 1865 (1:2) nur 130 Zuschauer, also allenfalls eine Bezirksliga- oder Kreisliga-Kulisse. Und sie konnten, vielleicht auch deshalb, nach einem 1:2-Pausenrückstand nicht mehr richtig zulegen. »Fortschritte habe ich nicht erkennen können«, gab BCF-Trainer Peltram (früher auch beim FC Perach tätig) unumwunden zu. cs

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