SVK mit Optimismus gegen die »Raben«

Bildtext einblenden
SVK-Spieler Maximilian Hosp (links, hier im Duell mit dem Kottener Roland Fichtl) hofft, dass er mit seiner Mannschaft morgen den nächsten Heimsieg in der Fußball-Bayernliga Süd einfahren kann. (Foto: Butzhammer)

»Wir haben gezeigt, dass wir die erste Niederlage gut verkraftet haben – das ist schon mal positiv«, sagt Mario Demmelbauer, Trainer des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring, »zwischen« dem Gastspiel beim FC Gundelfingen (2:0-Sieg) und dem Heimauftritt gegen den SV Pullach, der morgen um 15 Uhr im Stadion an der Laufener Straße über die Bühne geht.


Vor allem in der ersten Halbzeit im Schwabenland habe ihm imponiert, »dass wir gleich wieder voll im Spiel waren«. Nach der Pause sei man dann mit einer »eher defensiven Einstellung« gut über die Runden gekommen. »Wobei man schon auch sehen konnte, dass am Ende der Englischen Woche die Kraft weg war – es war ja auch ziemlich heiß.«

Die SVK-Bilanz gegen Pullach, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seit 2012 führt, ist negativ: In zwölf Duellen gab es nur zwei »Anschöringer« Siege, außerdem sechs Punkteteilungen und vier Niederlagen. Die heimischen Gelb-Schwarzen haben also gegen die Gelb-Schwarzen aus dem Isartal, auch »Raben« genannt, noch etwas gutzumachen. Obendrein gilt es die fast makellose Heimbilanz in der Bayernliga-Saison 2021/22 (5-1-0) zu wahren beziehungsweise auszubauen. Und sollte ein Sieg – oder wenigstens ein Punkt – gelingen, dann hätte man ja schon wieder eine Serie gestartet, nachdem die vorherige am Dienstag vergangener Woche in Garching jäh zu Ende gegangen ist.

Nach der frühen Übernahme der Mannschaft – nach der Trennung von Coach Alexander Benede – leiste der neue Pullacher Trainer Orhan Akkurt in Demmelbauers Augen »gute Arbeit«. Dennoch gehören die Raben der gefährdeten Zone an, wenngleich ihr Vorsprung auf die Direktabstiegsplätze beachtliche sieben Zähler beträgt. Dass Akkurt, früher ein Torjäger der Extraklasse (der übrigens auch mal kurzzeitig unter Demmelbauer beim SV Wacker Burghausen spielte), nicht zaubern kann, betonte er ob der angespannten Personallage kürzlich gegenüber »merkur.de«: »Die jungen Spieler brauchen Zeit, brauchen Kurzeinsätze und viele Trainingseinheiten«, so der SVP-Chefanweiser. »Aufgrund der vielen Ausfälle fehlt es einfach an der Qualität.« Und so kamen die Pullacher zuletzt gegen die hinter ihnen in der Relegationszone befindlichen Garchinger VfR-Kicker nicht über ein 1:1 hinaus.

Wie sieht es personell aus bei den Gastgebern? Laut Demmelbauer »relativ gut«. Allerdings muss er auf den einen oder anderen Kaderspieler verzichten – so auf Maxi Vogl (war krank), Josef Urban, der wegen einer Kapselverletzung am Sprunggelenk wohl noch etwa 14 Tage pausieren muss, und nach wie vor auf den Ex-Saaldorfer Timo Portenkirchner. Der Offensivmann soll demnächst wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, dann könnte er im Verlauf der Herbstrunde sicher noch seine Einsätze bekommen. »Ein Talent ist er, ich hoffe, er ist jetzt wieder fit«, sagt der Trainer über Portenkirchner.

Dass seine Truppe die Pullacher nicht auf die leichte Schulter nehmen wird, sei ohnehin klar, »weil die, auch wenn sie nicht komplett sind, mindestens fünf, sechs Spieler dabei haben, die jede Menge Bayernliga-Erfahrung vorweisen können. Und auch die anderen Spieler sind eigentlich alle im Nachwuchs bei guten Vereinen wie der SpVgg Unterhaching top ausgebildet worden.« Ob es tatsächlich ein heißer Tanz wird, muss man abwarten, doch auf eine interessante Bayernliga-Partie dürfen sich die sicher wieder zahlreichen Schaulustigen schon mal freuen.

cs

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein