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SVK mit Mumm ins vierte Bayernliga-Jahr

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Er soll beim Auftritt in Holzkirchen auf jeden Fall von Beginn an spielen: Kirchanschörings Neuzugang Atakan Akdemir. (Foto: Butzhammer)

Mit dem Gastspiel beim TuS Holzkirchen startet der SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (15 Uhr/Stadion an der Haidstraße) in seine vierte Saison in der Fußball-Bayernliga Süd. Und wenn es nach Trainer Michael Kostner geht, wird es auch nicht die letzte Spielzeit der Gelb-Schwarzen in der Fünftklassigkeit werden. »Unser Ziel ist der Klassenerhalt – die Liga ist sicher stärker als im Vorjahr«, redet der Ex-Profi Klartext, fügt jedoch selbstbewusst hinzu: »Wir haben definitiv keine Gurken-Truppe. Ich gehe davon aus, dass wir für jede Mannschaft der Liga ein unangenehmer Gegner sind.«


Allerdings dürfte auch klar sein, dass der Start mit drei Auswärtsspielen in Folge – das wollte man im SVK-Lager wegen der Platzsanierung so – kein Honiglecken wird. Schon die erste Hürde TuS Holzkirchen, also eine Mannschaft, gegen die man in der vergangenen Saison nicht punkten konnte (2:4 und 1:2), dürfte nicht leicht zu meistern sein. Die Grün-Weißen, bei denen nun der bisherige Co-Trainer Sebastian Pummer anstelle von Gediminas Sugzda das Zepter schwingt, müssen sich zwar wegen zahlreicher Zu- und Abgänge auch erst finden, »doch ich erwarte die Holzkirchner ziemlich weit vorne, auch wenn sie eine Wundertüte sind«, so Kostners Einschätzung.

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In der Generalprobe gegen den Bezirksligisten VfB Forstinning (5:0) stand beim TuS übrigens auch der Ex-Traunsteiner Andreas Maurer in der Startformation. Von den Neuen war jedoch nur Gilbert Diep (kam vom Regionalligisten FC Pipinsried) unter den Torschützen zu finden. Doch genauso wie beim SVK gilt auch beim TuS: Vorbereitungsergebnissen misst man keinen zu hohen Stellenwert bei, die Wahrheit liegt ab morgen wieder auf dem Platz.

Vielleicht kommt es ja auch zum Duell zweier Ex-Kolbermoorer: Toni Peter wechselte ja in diesem Sommer vom Bezirksliga-Absteiger zum SVK, und Florian Ludwig ging zum TuS – auch insofern könnte diese Auftaktpartie einen gewissen Reiz haben.

Allerdings ließ Kostner schon mal anklingen, dass selbstverständlich nicht alle Neuen in der Startformation auftauchen werden. »Bei Albert Deiter und Atakan Akdemir kann ich aber schon jetzt sagen, dass sie spielen werden«, so der Kirchanschöringer Coach. Äußerst fraglich ist der Einsatz von Luka Ban und Florian Hofmann (beide mit muskulären Problemen), und definitiv nicht dabei ist der Ex-Burghauser Josef Urban (Urlaub), der frühestens für das Gastspiel beim 1. FC Sonthofen am 21. Juli in Frage kommt.

Offen ist im Team von Kapitän Albert Eder (sein Stellvertreter ist Manuel Jung anstelle des nach Erlbach abgewanderten Bernd Eimannsberger) auch noch die Torwartfrage, die gestern Abend entschieden werden sollte. Dominic Zmugg will seinen Platz zwischen den Pfosten keineswegs freiwillig für Neuzugang Stefan Schönberger räumen. »Keiner der beiden ist während der Vorbereitung im positiven oder negativen Sinn aufgefallen, sodass es auf alle Fälle eine knappe Entscheidung wird«, verriet Kostner. »Ich sehe beide auf einem guten und in etwa gleichen Leistungsstand.«

Gespannt darf man sein, inwiefern Deiter seine Offensivqualitäten einbringen kann. Diesbezüglich zeigt sich Kostner sehr optimistisch: »Albert spielt im letzten Drittel sehr risikoreich und schnell – und er weiß, wo das Tor steht«, so Kostner über den Ex-Freilassinger, »was er noch lernen muss: im mittleren Drittel die Bälle zu sichern. Aber er ist ein intelligenter Bursche, der das sicher schnell umsetzen kann.«

Nach der nur kurzen Sommerpause – bedingt durch die vier Relegationsspiele – wäre ein Punkt ein optimaler Start. Doch Kostner und sein williges, engagiertes Team hätten natürlich auch nichts dagegen, wenn man erstmals in der Bayernliga-Geschichte den TuS in Schach halten könnte ... cs