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SVK locker nach Schwabmünchen

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Er agierte zuletzt beim SV Kirchanschöring als »defensiver Sechser«: Florian Hofmann, der dabei eine solide Vorstellung zeigte. (Foto: Butzhammer)

Völlig unbeschwert kann der Fußball-Bayernligist SV Kirchanschöring die Fahrt zum TSV Schwabmünchen antreten, wo heute um 14 Uhr der Anpfiff ertönen wird. Der Klassenerhalt ist seit Mittwochabend (3:2 gegen DJK Vilzing) gesichert, der restliche Saisonverlauf soll für die Elf von Trainer Patrick Mölzl zu einem kleinen Schaulaufen in Gelb-Schwarz werden.


Ganz anders stellt sich die Situation bei den Gastgebern aus der 14 000-Einwohner-Stadt im Landkreis Augsburg dar: Sie benötigen jeden Punkt für den Klassenerhalt. Aktuell führen die Schützlinge von Interimstrainer Tobias Strobl die rote Zone an, haben also den besten der vier Abstiegsrelegationsplätze inne.

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An fehlender Heimstärke liegt das jedoch nicht, denn die Schwabmünchner belegen mit einer 6-4-5-Bilanz den neunten Rang der Heimtabelle. Und da der SVK bärenstarker Vierter des Auswärts-Klassements ist und fast die Hälfte seiner insgesamt 45 Punkte in der Fremde geholt hat (nämlich 22), dürfen sich die Zuschauer im Ivo-Moll-Stadion auf eine interessante Partie freuen.

Der TSV muss ohne den gesperrten Thomas Rudolph auskommen, der bei der jüngsten 0:2-Niederlage bei der SpVgg Hankofen-Hailing wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gezeigt bekam. Auch der SVK kann vermutlich nicht mit seiner Top-Formation antreten. Unter anderem ist noch offen, wer den Kasten hütet: Am Mittwoch war Lu Hoyer an der Reihe, dem das Kunststück gelungen ist, sowohl im Hin- als auch im Rückspiel gegen die Kicker aus Cham einen Elfmeter zu parieren. Diesmal könnte Dennis Kracker wieder zwischen die Pfosten zurückkehren.

»Beide sind nicht ganz fit, ich weiß noch nicht, wer spielt«, erklärte Mölzl, dessen Truppe zum fünften Mal in Folge ungeschlagen bleiben möchte. Auch beim einen oder anderen weiteren Gäste-Akteur ist der Einsatz noch nicht ganz sicher. Zurückkehren könnte auf alle Fälle Defensivmann Tobias Janietz, der nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung vom vergangenen Samstag (2:0 gegen VfR Garching) nun wieder einsatzbereit ist.

Einer der erfreulichen Aspekte des Vilzing-Spiels war in jedem Fall, dass Manuel Omelanowsky (jetzt zehn Tore) sein Trefferkonto in den zweistelligen Bereich schrauben konnte. Er ist damit 17. der Bayernliga-Torschützenliste, die von Orhan Akkurt (SV Heimstetten) und Dennis Niebauer (VfR Garching) mit jeweils 23 Treffern angeführt wird. Beeindruckend auch, dass die Winter-Neuzugänge Alexander Köberich (unheimlich kopfballstark) und Yunus Karayün prächtig einschlugen und am Mittwoch obendrein »ihr« Tor machten.

Dass dennoch kein Stillstand im SVK-Team eintritt, dafür möchte Mölzl mit aller Macht sorgen. »Mit der Art und Weise, wie dieser wichtige Sieg gegen Vilzing zustandegekommen ist, war ich ganz und gar nicht zufrieden«, sagte er nach dem Spiel. Das heißt im Klartext, dass sich seine Schützlinge im restlichen Saisonverlauf keineswegs auf den Lorbeeren ausruhen dürfen, sondern weiter Gas geben müssen.

Von großer Bedeutung ist für Mölzl auch die Weiterentwicklung seiner Truppe im taktischen Bereich. Diesbezüglich wartete der 35-jährige Ex-Profi am Mittwoch mit einer Überraschung auf, als er Manuel Jung auf einer »offensiven Sechserposition« agieren ließ.

Dahinter lieferte Florian Hofmann als »defensiver Sechser« wieder eine sehr solide Vorstellung ab. Die beiden zeigten, dass Mölzls Aufstellung weit mehr als nur ein Experiment war – und harmonierten ganz hervorragend. cs