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SVK ist bereit fürs Abenteuer Bayernliga

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Er hat den SV Kirchanschöring kurzfristig verlassen: Torjäger Sebastian Leitmeier (links, hier im Zweikampf mit dem Ismaninger Korbinian Beck). Leitmeier hat sich dem SVK-Ligarivalen SV Erlbach angeschlossen. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring ist bereit fürs Abenteuer Fußball-Bayernliga Süd, ja sogar richtig heiß drauf! Während die Spielklasse für den Meister der Landesliga Südost neu ist, ist es der heutige Gegner, der um 15 Uhr im Stadion an der Laufener Straße gastiert, nicht. Denn: Mit dem 1. FC Sonthofen kreuzten die Gelb-Schwarzen schon in der Saison 2011/12 die Klingen. Damals, in der Landesliga Süd, gewannen die Kicker aus der 21 000-Einwohnerstadt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu beide Duelle knapp (4:3 und 2:1).


Im Lager der »Anschöringer« gilt es aber nicht nur den Einstieg in die Fünfte Liga möglichst gut zu meistern, sondern vor allem auch den kurzfristigen Weggang von Torjäger Sebastian Leitmeier zum SV Erlbach zu kompensieren. Auch wenn »Leiti« in der vergangenen Saison nicht mehr wunschgemäß zum Zug kam und am vergangenen Wochenende auch nur der zweiten SVK-Garnitur angehörte (er musste im ungeliebten Pokalduell beim TuS Holzkirchen ran statt in der Generalprobe gegen den SB Rosenheim), so gilt er nach wie vor als hervorragender »Knipser« und steuerte auch den einen oder anderen wichtigen Treffer zum Aufstieg bei.

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Obwohl SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl mit Christian Heinrich, Manuel Jung und Neuzugang Josef Höller starke Offensivkräfte in seinen Reihen hat (ob sie alle zur Verfügung stehen, war gestern noch offen), hätte Leitmeier den »Anschöringern« sicher weiterhin gut getan. »Menschlich schade, aber so ist Fußball!«, so der knappe Kommentar von Pressesprecher Sepp Thanbichler zu diesem Verlust.

Doch auch ohne den Altenmarkter sei der Kader des Aufsteigers sehr groß, so Thanbichler, und Mölzl hat diesmal sogar das Luxusproblem, dass er den einen oder anderen Spieler nicht mal auf die Ersatzbank setzen darf. »Dort dürfen ja nur sechs Feldspieler und ein Torwart Platz nehmen, insofern können nicht alle Mann des Kaders berücksichtigt werden. Für den, den es trifft, gibt es aber überhaupt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin sicher, dass jeder seine Chance bekommen wird«, erklärt der Pressemann, der die Vorbereitung als »sehr, sehr positiv« beschreibt und einen Schnitt von mehr als 20 Spielern als Trainingsbeteiligung notieren durfte. »Sie haben alle hart gearbeitet und mich würd’s für die Jungs unheimlich freuen, wenn sie möglichst früh in der Saison erste Erfolge ernten könnten«, sagt Thanbichler, der mit Bernd Eimannsberger (Studium) und Thaddäus Jell (Trainingsrückstand aus privaten Gründen) nur zwei Spieler nannte, die heute definitiv fehlen werden.

Erfolgreich starten wollen auch die Allgäuer, die mit Esad Kahric (früher FC Memmingen) einen der hochkarätigsten und konstantesten Amateurtrainer der vergangenen Jahre auf der Bank sitzen haben – und obendrein auf eine geglückte Generalprobe verweisen können. Mit 6:3 setzten sie sich am vergangenen Samstag beim württembergischen Verbandsliga-Absteiger FV Rot-Weiß Weiler durch. Vor allem mit der Laufarbeit seiner Kicker soll Kahric sehr zufrieden gewesen sein.

Man darf also gespannt sein, wer heute um kurz vor 17 Uhr, wenn die Partie abgepfiffen wird, Grund zum Jubeln hat. Sollte es der SVK sein, dann könnte er mit breiter Brust am Mittwoch zum Inn/Salzach-Schlager beim TSV 1860 Rosenheim reisen. cs