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SVK hadert mit der Schiedsrichter-Ansetzung

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SVK-Spieler Max Vogl musste mit Rot vom Platz. Eine Entscheidung, die nicht nur SVK-Trainer Michael Kostner auf die Palme brachte. (Foto: Butzhammer)

Vor 130 Zuschauern hat der SV Kirchanschöring beim SV Pullach das vorletzte Saisonspiel in der Fußball-Bayernliga Süd mit 2:0 verloren. Doch selbst neutrale Beobachter rümpften schon vor Spielbeginn die Nase, ob der Einteilung des »Unparteiischen«, denn Florian Wernz (SpVgg Langerringen) kommt aus der Nähe von Landsberg am Lech – und der dort beheimatete TSV ist ja bekanntlich ein direkter Abstiegskontrahent des SVK. Da mag der Bayerische Fußballverband (BFV) und dessen Präsident Rainer Koch den Fairplay-Gedanken hoch aufhängen, alleine von der Papierform her war hier die Neutralität nicht ganz nachvollziehbar.


In ein ähnliches Horn stieß Pullachs Trainer Frank Schmöller. Zu den Entscheidungen des Unparteiischen und dem BFV habe er schon öfters etwas gesagt, er habe sich mit den Ansetzungen von Schiedsrichtern und deren kuriosen Entscheidungen selbst auseinandergesetzt, da könne man sich schon fragen, »was die da oben tun«. Für Schmöller, dessen Mannschaft bisher immer auf spielfreie Mannschaften traf, war das vielleicht die letzte Begegnung mit dem SVK. Aber er betonte: »Die haben genug Qualität.« Man habe heute gesehen, dass er in der einen oder anderen Situation nicht so zufrieden gewesen wäre.

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SVK-Trainer Michael Kostner zeigte sich enttäuscht darüber, »dass wir verloren haben«. Aber in Pullach, bei der überragenden Mannschaft könnte man mal verlieren. Der erste Fehler nach hinten wäre bitter bestraft worden, monierte er. Und danach wäre die »offensichtliche« Schiedsrichter-Leistung ins Spiel gekommen.

Allein die Ansetzung mit einem Referee von einem direkten Konkurrenten, der zweifelhafte Entscheidungen in diesem Spiel getroffen habe, sei fragwürdig. »Bei uns gab's Gelbe Karten, die es beim Gegner nicht gegeben hat«, ärgerte sich Kostner. Er holte weiter aus: Es sei eine absolut lächerliche Rote Karte gewesen. Was übrigens selbst Kostners Gegenüber Schmöller bestätigt habe. Da fehlten dem SVK-Coach einfach die Worte. Grotesk zudem, dass der Schiedsrichter in der Halbzeitpause gegenüber dem SVK-Trainer äußerte: Wenn er die Rote Karte nicht ziehe, würde er selber absteigen und nicht mehr Bayernliga pfeifen. Damit könne er, so Kostner weiter, »nichts anfangen«.

Die Heimelf ging in der 10. Minute mit 1:0 in Führung. Martin Bauer bediente von rechts flach Lukas Dotzler und der netzte unhaltbar für Dominic Zmugg im SVK-Kasten ein. Während die Ergebnisse von den anderen Plätzen fleißig zu Ungunsten der Gäste eintrudelten, hatte die Kostner-Elf durchaus Gelegenheiten auszugleichen. Dann kam die 45. Minute mit der Roten Karte für Max Vogl nach einem normalen Zweikampf im Mittelfeld. Mit einem Mann weniger und dem Rückstand sei es richtig schwierig geworden, sagte Kostner, wobei er seiner Elf ein Kompliment aussprach. »Wir haben alles versucht, aber dann kriegst du kurz vor Schluss noch das zweite Tor.« Das fiel in der 78. Minute. Wieder passte Bauer von rechts nach innen und Ludwig Reischl schoss links ins Netz.

Beim SVK können sie nun nur hoffen, dass das Strafmaß für Vogls Rote Karte genauestens überprüft wird. Am Freitag (18.30 Uhr) beim BCF Wolfratshausen droht mit einer weiteren Niederlage nun sogar der direkte Abstieg in Landesliga. Zu diesem Spiel wollen die SVK-Verantwortlichen auch einen Fanbus einsetzen.

SV Pullach: Krasnic, Dinkelbach, Dotzler (75. Marseiler), Aquayo, Roth, Penic (85. Gaigl), Bauer, Leugner, Nsimba, Hutterer, Zander (65. Reischl).

SV Kirchanschöring: Zmugg, Eder, Köck, Liener (57. Stöger), Gürcan, Vogl, Eimannsberger, Hofmann (77. Kart), Schild (87. Streibl), Sturm, Jung.

Tore: 1:0 Dotzler (10.), 2:0 Reischl (79.).

Schiedsrichter: Florian Wernz (Landsberg am Lech).

Zuschauer: 130.

Rote Karte: - / Vogl (45./ Foulspiel).

Gelb-Rote Karte: Marseiler (87./ wiederholtes Foulspiel) / - . mw