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SVK gewarnt: Vilzing hat einen super Lauf

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Den Gegner versetzen: So wie Yasin Gürcan (rechts) hier György Hursan vom TSV 1860 München II hinter sich lässt, wollen die Kirchanschöringer Spieler nun auch den Vilzinger Fußballern das Nachsehen geben. (Foto: Butzhammer)

Eigentlich könnten sich die Fans des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring ja freuen: Von den restlichen vier Spielen im Kalenderjahr 2017 gehen drei im heimischen Stadion an der Laufener Straße über die Bühne – so auch die morgige 14-Uhr-Begegnung mit der DJK Vilzing. Da der SVK jedoch den vorletzten Rang der Heimtabelle einnimmt, dürfte sich die Vorfreude bei den gelb-schwarzen Anhängern doch eher in Grenzen halten.


Während die Elf von Spielertrainer Yunus Karayün im Auswärts-Klassement immerhin Rang acht des 19er-Feldes belegt, reichte es vor eigenem Publikum nur zu einem Sieg in elf Spielen (4:0 gegen Kornburg). Sollte man diesen Heimkomplex nicht bald ablegen können, droht dem SVK definitiv der Abstieg in die Landesliga – auch wenn er momentan noch fünf Punkte Vorsprung auf den vorderen der beiden Direktabstiegsplätze aufweist.

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»Die letzte Englische Woche war für alle sehr anstrengend«, meint der Kirchanschöringer Teammanager Michael Wengler, »jetzt gilt es einfach nur, den Blick nach vorne zu richten.« Im Hinspiel in Vilzing hatte der SVK ein Wechselbad der Gefühle erlebt – am Ende sprang mit einem 3:2 der erste Saisonsieg heraus. Wengler erinnert sich: »Zuerst sind wir in Führung gelegen, dann haben die Oberpfälzer den Spieß umgedreht. Beim Stand von 2:2 hat Lu Hoyer einen Elfmeter gehalten, und am Ende ist unseren Jungs noch kurz vor Schluss das 3:2 gelungen – dieser Sieg damals war enorm wichtig!«

Die DJK – die kürzlich in Traunstein, wo der SVK ja mit 0:2 unterlag, einen 6:0-Kantersieg landete – hat von den letzten zehn Spielen nur zwei verloren und dabei fünfmal zu Null gespielt. »Das ist schon eine Hausnummer«, bringt Wengler dem Tabellendritten großen Respekt entgegen.

Auch Yunus Karayün weiß natürlich, dass mit den Uli-Karmann-Schützlingen ein bärenstarker Gegner kommt. »Die Tabellensituation sagt eigentlich alles, und die Vilzinger sind in den letzten Wochen sehr stabil geworden«, sagt der SVK-Spielertrainer, der dennoch von einer »tollen Aufgabe für uns« spricht. Man könne sich gegen eine Mannschaft beweisen, die im vorderen Tabellenviertel steht und um die Aufstiegsplätze mitmischt. Es sei »wieder mal eine Herausforderung«, zu zeigen, »dass wir in der Lage sind, gegen die sehr guten Mannschaften der Liga zu bestehen.«

Bis auf das Heimspiel gegen den TSV 1860 München II (1:1) habe seine Mannschaft sehr unglückliche Spiele abgeliefert, so Karayün. Seine Truppe sei jedoch immer in der Lage, »den Schalter umzulegen und eine Top-Leistung abzurufen – wie eben gegen 1860.« Außerdem, gibt Karayün zu verstehen, müsse jedem beim SVK klar sein, »dass wir jedes Jahr erst einmal gegen den Abstieg spielen.« Wer denke, das sei anders, »der kennt die Strukturen zu wenig«, redet der Spielertrainer Klartext. Damit müssten sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen samt Trainern leben.

»So müssen wir jedes Spiel angehen, auch jede Saison, weil wir einfach nicht die Breite im Kader haben«, warnt er vor überhöhten Erwartungen im dritten Bayernliga-Jahr der Vereinsgeschichte. Vieles komme über den Mannschaftsgeist. Insofern beruhige es ihn trotz des jüngsten Abrutschens in die rote Zone, »dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist, und ich das Gefühl habe, dass wir die Leistung aus dem 1860-Spiel jetzt gegen Vilzing unbedingt bestätigen wollen und das auch können.« cs

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