weather-image

SVK geht nur mit Rumpftruppe nach München

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Er will mit dem SV Kirchanschöring diesmal auch möglichst oft die Spieler des TSV 1860 München II hinter sich lassen: Anton Peter (am Ball). (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring reist am Sonntag mit erheblichen Personalsorgen zum Duell der Fußball-Bayernliga Süd beim TSV 1860 München II. Sechs Mann muss Gästetrainer Michael Kostner gegen die Drittliga-Reserve ersetzen, wenn um 16 Uhr auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 der Anpfiff von Referee Simon Schreiner (DJK-SF Reichenberg) ertönt.


»Und dann weißt du ja auch nicht, wie stark die Löwen aufgestellt sind, denn ihre 'Erste' spielt ja schon am Samstag beim MSV Duisburg«, sieht der SVK-Chefanweiser weitere Unabwägbarkeiten. Insofern sei es durchaus denkbar, dass die »Zweite« der Blauen die eine oder andere Verstärkung von »oben« bekommt.

Anzeige

Genau umgekehrt ist es bei den Gelb-Schwarzen, denn die müssen diesmal zwei bis drei Mann aus der eigenen A-Klassen-Mannschaft hochziehen. »Lukas Birner, Horst Hummelberger und Christoph Spitz kommen da in Frage, ich habe mit ihnen schon gesprochen, damit sie sich darauf einstellen können«, erklärt Kostner. Birner und Hummelberger sind Stürmer, Spitz ist im Mittelfeld zu Hause − vielleicht bekommt der eine oder andere Akteur dieses Trios ja ein paar (oder auch mehrere) Minuten Einsatzzeit in diesem Oberbayern-Duell der 5. Liga. Es wäre für die Drei ein Aufstieg um fünf Klassen, denn die A-Klasse ist ja »nur« die 10. Liga von insgesamt zwölf.

»Wir hatten im Mittwochstraining nur neun Feldspieler zur Verfügung«, klagt Kostner, »das ist ja alles nicht immer ganz so leicht, weil wir auch einige Väter in der Mannschaft haben, die zum Beispiel zum Elternabend müssen oder anderweitige Verpflichtungen haben«, erklärt der Trainer.

Am Sonntag muss er neben seinem Sohn Kevin auf Philipp Hartl, die drei Maxis Probst, Streibl (alle verletzt) und Sturm (studienbedingt) sowie auf Christoph Dinkelbach verzichten. Der Sommer-Neuzugang vom Liga-Konkurrenten SV Pullach fiel schon vergangene Woche beim 3:1-Heimsieg gegen den TSV Dachau kurzfristig wegen einer Lymphknoten-Entzündung aus. Bei ihm dürfte es jedoch bald wieder mit einem Einsatz klappen – vielleicht schon in der Heimvorstellung am Samstag, 28. September, gegen den TSV Schwabmünchen.

Auch Trainersohn Kevin Kostner möchte nächste Woche wieder ins Training einsteigen, »bei ihm wird’s aber noch drei Wochen dauern, bis er wieder spielt«, meint sein Vater. Insofern wäre man im Duell mit den »kleinen Löwen« wohl schon mit einem Punkt zufrieden.

Insgesamt ist jedoch die SVK-Bilanz gegen die drei »Reserven« der Liga bislang makellos, denn den einzigen Vergleich im bisherigen Saisonverlauf konnte man beim SSV Jahn Regensburg II mit 3:1 für sich entscheiden. Und gegen den FC Ingolstadt II hat man ja noch nicht gespielt (die Reise an die Donau steht am 5. Oktober zum Abschluss einer Englischen Woche an). An der nötigen Motivation dürfte es der gelb-schwarzen Rumpftruppe am Sonntag also nicht fehlen, um doch nicht nur einen Zähler, sondern sogar deren drei von der Grünwalder Straße zu entführen ... cs