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SVK fordert den Tabellenführer heraus

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Seine Rückkehr brachte zuletzt viel Schwung ins Kirchanschöringer Offensivspiel: Manuel Jung. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring schließt seine englische Auftaktwoche in der Fußball-Bayernliga Süd ab – und die Aufgaben werden nicht leichter: Kein Geringerer als Regionalliga-Absteiger und Spitzenreiter SV Heimstetten gibt am heutigen Samstag um 14 Uhr seine Visitenkarte im Stadion an der Laufener Straße ab. Da wäre es schon eine Überraschung im positiven Sinne, wenn die Crew von Patrick Mölzl tatsächlich ihren ersten Bayernliga-Zähler schaffen sollte.


Die Heimstettener gehören zweifellos zu den spielstärksten Mannschaften der Liga und haben nach zwei Begegnungen sechs Punkte, sechs Tore, sechs verschiedene Torschützen und noch keinen Gegentreffer zu Buche stehen. Der neue Trainer Heiko Baumgärtner – der aus der eigenen Bezirksliga-Elf »hochgezogen« wurde – leistet offenbar hervorragende Arbeit. »Wir sind auf dem richtigen Weg, der Abstieg schwirrt nicht mehr in den Köpfen der Spieler herum – das ist gut so«, sagt der 32-Jährige.

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Dennoch wollen die Gelb-Schwarzen dem Favoriten aus der Gemeinde Kirchheim bei München das Leben möglichst schwer machen, ähnlich wie es den »Anschöringern« am Mittwoch beim 2:4 in Rosenheim gelungen war. »Die Sechziger, die ja vor gut einem Jahr auch noch in der Regionalliga vertreten waren, haben nach dem Elfmetertor zum 3:2 gejubelt, als hätten sie die Weltmeisterschaft gewonnen«, so Michael Wengler aus dem SVK-Presseteam, »das allein zeigt doch schon, wie unangenehm wir aus ihrer Sicht waren. So müssen wir weitermachen.«

»Wir haben ja nichts zu verlieren«

Auch Manfred Abfalter aus der Abteilungsleitung hat am Mittwochabend Fortschritte im Vergleich zum Auftaktspiel gegen den 1. FC Sonthofen (1:2) erkannt. Ihn stört es nicht, dass heute der nächste »Hochkaräter« zu Gast ist: »Heimstetten hat eine gute Truppe, das wissen wir. Aber in unserer Situation spielen wir lieber gegen den Ersten als gegen eine Mannschaft, die punktemäßig in unserer Tabellengegend liegt. Wir haben ja nichts zu verlieren.«

Gegen Klasseleute wie Orhan Akkurt (Neuzugang vom SV Pullach) und Co. sind die Kirchanschöringer freilich krasser Außenseiter, doch Abfalter möchte sein Team dazu bringen, »gar nicht auf den Gegner, sondern auf uns zu schauen.« Nach zwei Spieltagen sei noch nichts entschieden, »Ende August kann alles schon wieder ganz anders aussehen.«

Die Rückkehr von Offensivmann Manuel Jung war am Mittwoch allemal eine Bereicherung für das SVK-Spiel, das nicht mehr so zaghaft wie gegen Sonthofen wirkte. Dass Innenverteidiger Albert Eder (wurde von Torhüter Dennis Kracker als Spielführer vertreten) und Regisseur Mölzl diesmal wieder dabei sein können, erscheint unwahrscheinlich. Den Kapitän plagt ein Nasenbeinbruch, den Spielertrainer eine Gehirnerschütterung. Insofern dürfte die SVK-Aufstellung trotz der anstrengenden englischen Woche dem »Rosenheim-Team« sehr ähneln, zumal auch die Leistung über weite Strecken der Partie durchaus ordentlich war.

Gespannt darf man sein, wie viele Fans heute ins Stadion kommen. Da nicht unbedingt Badewetter angesagt ist und ein vielversprechender Gegner zu Gast ist, rechnen die »Anschöringer« Verantwortlichen erneut mit mindestens 500 Besuchern. cs