weather-image
20°

SVK erlebte sein »blaues Wunder«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Kopfloser Manuel Mader? Von wegen: Drei Tore erzielte der Waldkirchener Stürmer gegen den SV Kirchanschöring; auch wenn er in dieser Spielszene den Kürzeren gegen SVK-Kapitän Alexander Köberich zieht. (Foto: Butzhammer)

Das war wohl nix: Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring hat sein Heimspiel gegen den TSV Waldkirchen mit 3:4 verloren. Besonders bitter: Der SVK spielte die Gäste im ersten Durchgang glatt an die Wand und führte bereits mit 3:0. Als dann auch noch Waldkirchens Alexander Galle mit der Ampelkarte vom Platz gestellt wurde, schien alles klar zu sein. Doch es kam ganz anders ...


Sechs Minuten waren gespielt, als Stephan Schmidhuber den Grundstein für eine furiose erste Halbzeit der Kirchanschöringer legte. Sebastian Leitmeier war über links nicht zu halten und bediente Schmidhuber, der aus zentraler Position den Ball zum 1:0 versenkte.

Anzeige

Die »Anschöringer« machten vor über 400 Zuschauern in diesem Tempo weiter. Bernd Eimannsberger kam über links und legte quer auf Leitmeier, der sich clever um seinen Gegenspieler drehte und den Ball aus rund 14 Meter unerreichbar für Waldkirchens Torhüter Matthias Lippert ins rechte untere Eck setzte – 2:0 (13.).

»Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz. Kirchanschöring war in allen Belangen die klar bessere Mannschaft«, resümierte TSV-Manager Fabian Bauer, der zusehen musste, wie es nach einer halben Stunde bereits zum dritten Mal im Kasten seiner Elf »klingelte«: Auf rechts war es Manuel Omelanowsky, der per Flanke einen perfekten Service für Leitmeier bot, der den Ball mit einem präzisen Kopfstoß zum 3:0 in die Maschen nickte.

Als in der 54. Minute Alexander Galle mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde, schien für die Niederbayern die Schneiderfahrt an die Ache endgültig perfekt zu sein. Doch weit gefehlt: Eine Stunde war gespielt, als Patrick Mölzl das Leder in der eigenen Hälfte führte und unsanft umgegrätscht wurde. Schiedsrichter Peter Lehner sah zur Verwunderung aller aber keinen Grund zum Freistoßpfiff. So waren die Proteste dementsprechend groß, als Manuel Mader nach einer Flanke von links für den Tabellenführer einköpfte.

Den Gastgebern boten sich weiter gute Kontermöglichkeiten, die jedoch nicht zu Ende gespielt wurden. Zudem fehlte bei Großchancen das nötige Quäntchen Glück. So brachte Manuel Mader mit seinem zweiten Treffer aus dem Getümmel den TSV auf 2:3 heran (73.). Fünf Minuten vor dem Abpfiff fiel das 3:3: Abermals war es Manuel Mader, den die Heimelf nicht in den Griff bekam. Nur Christian Jung stoppte ihn im Strafraum – per Foul. Der Gefoulte legte sich den Ball selbst zurecht und versenkte diesen unhaltbar für Torhüter Dennis Kracker.

Der Siegtreffer markierten die Gäste in der Nachspielzeit. Der SVK war weit aufgerückt und bei einem blitzschnellen Konter steuerte Fabian Wiesmaier alleine auf Kracker zu und behielt die Nerven – er schob das Leder zum 4:3-Sieg für den Tabellenführer ins SVK-Netz. bts