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SVK entführt bei »Hauerei« einen Punkt

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Er  gab  sein  Punktspiel-Debüt  im  Mittelfeld des SVK: Yunus Karayün. (Foto: Butzhammer)

TSV Bogen: Trozenko, Dürmeyer, Schambeck (70. Meyer), Beigang, Nutz, Tremml, Rainer, Sauerer, Jordan, Müller, Pleintinger (75. Albrecht).


SV Kirchanschöring: Kracker, Janietz, Eder, Karayün, Straßer (60. Gürcan), Vogl, Köberich (82. Söll), Eimannsberger, Hofmann (46. Sturm), Schild, Jung.

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Schiedsrichter: Weichert (München).

Zuschauer: 170.

Besonderheit: Schiedsrichter Weichert musste verletzungsbedingt durch Linienrichter Keiser ersetzt werden (63.).

Mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden entführte der SV Kirchanschöring in der Fußball-Bayernliga Süd einen Zähler beim TSV Bogen aus Niederbayern. Vor 170 Zuschauern im städtischen Stadion hielten die Gelb-Schwarzen im Kampf um den Klassenerhalt den Verfolger damit auf Distanz.

Fußballerisch war es allerdings Magerkost, was beide Teams boten. Bogens Trainer Andreas Wagner hatte dafür passende Worte: »Wenn man den Rasen sieht, meint man, der sieht ja gar nicht so schlecht aus.« Doch beim Warmmachen sei klar geworden, »dass kein einziger Ball über zehn Meter zu spielen sein würde, ohne dass er fünfmal verspringt«. Wagners Fazit: »Das hatte mit Fußball wenig zu tun und war eine riesige Hauerei.«

SVK-Trainer Patrick Mölzl sprach von einem »Abnutzungskampf«. Seine Mannschaft habe dabei über 90 Minuten »keine Torchance zugelassen«, obwohl »wir in der ersten Halbzeit viele Standard-Situationen verursacht haben.« Gegen Ende der Begegnung habe es »zwei, vielleicht drei Situationen« gegeben, »wo wir ein Tor machen können«. Mölzl gab aber zu: »Das 0:0 spiegelt genau das wider, was die Begegnung hergegeben hat.«

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine Bayernliga-Partie, die sich meist im Mittelfeld abspielte. Hüben wie drüben gab es keine hundertprozentigen Tormöglichkeiten. Insgesamt stand die neu formierte Abwehrkette der Gelb-Schwarzen um Tobi Janietz, Albert Eder, »Xandi« Köberich und Max Vogl sicher. Yunus Karayün debütierte im Mittelfeld.

Beobachter Dreier als Linienrichter aktiv

In der 63. Spielminute kam es zu einer kuriosen Unterbrechung: Schiedsrichter Andreas Weichert hatte sich bei einem Sprint verletzt. Selbst die fünfminütige Behandlung durch SVK-Physio Werner Salger machte keinen weiteren Einsatz möglich. Der Schiedsrichter-Beobachter des Bayerischen Fußballverbandes, Thomas Dreier, schickte beide Mannschaften für zehn Minuten in die Kabine, hinterher wurde das Spiel fortgesetzt. Linienrichter Nico Keiser sprang für den verletzten Schiri ein, während Dreier selbst als Linienrichter fungierte.

Nach dieser Zwangspause war die Elf von Patrick Mölzl dem Sieg näher, als die Heimelf. Symptomatisch war deren einziger Angriff in der 69. Minute: Eine versuchte Volleyabnahme von Christoph Schambeck rutschte über dessen Fuß. Zwei Minuten später begann die Drangphase des SVK: Tobias Schild legte auf Max Sturm, doch  dessen   Pass    konnte Karayün im Gestochere nicht in Richtung Tor platzieren.

In der 72. Minute hatten die SVK-Anhänger den Torschrei auf den Lippen: Einen Abschlag von Dennis Kracker verlängerte Manuel Jung per Kopf auf Schild, der auf Sturm ablegte. »Sturmo« scheiterte zwar in vollem Lauf an Torwart Waldemar Trozenko, doch Schild setzte nach. Schilds Flanke landete auf der Stirn von Yasin Gürcan, aber dessen Kopfball verfehlte das Bogener Gehäuse um Zentimeter.

Bernd Eimannsberger verfehlt das Tor

In der 84. Spielminute schoss Bernd Eimannsberger nach einem Eckball zwei Meter vorbei. Nur eine Minute später wollte Sturm nach einer tollen Kombination mit Janietz von der Grundlinie scharf zurückpassen, wurde jedoch abgeblockt.

Nach diesem 0:0 geht es kommenden Samstag erneut zu einem direkten Konkurrenten, ins Allgäu, zum TSV Kottern, einem Stadtteil Kemptens. Eine Mitfahrgelegenheit im SVK-Reisebus kann über die Abteilungsleiter Manfred Abfalter oder Josef Thanbichler gebucht werden. mw